„Übergangssaison“ im WTV: 58 Prozent der insgesamt 4.560 gemeldeten Erwachsenen-Tennisteams wollen spielen

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Tennis: Ende März wurde der Saisonstart des Mannschaftsspielbetriebs aufgrund der Corona-Pandemie durch den Deutschen Tennis Bund auf frühestens den 08. Juni 2020 verschoben.

Im Westfälischen Tennis-Verband wurde Anfang Mai mehrheitlich dafür gestimmt, eine ‚Übergangssaison‘ durchzuführen. Bis zum 20. Mai 2020 hatten Vereine und Teams Zeit zu entscheiden, ob sie am modifizierten Wettspielbetrieb teilnehmen möchten.

Dem Verband liegen nun die Zahlen der Rückmeldungen vor. Demnach haben sich 58 Prozent (2.645) der insgesamt 4.560 gemeldeten Erwachsenen-Teams entschieden, am Spielbetrieb teilnehmen zu wollen. „Dieses Ergebnis spiegelt auch wider, dass in den Clubs die Entscheidung für oder gegen die Durchführung der Saison keine einfache war“, so Corina Scholten, verantwortlich für den Wettkampfsport der Erwachsenen im WTV, aus der Geschäftsstelle.

Die Ergebnisse aus den einzelnen vier Bezirken des WTV (Münsterland, Ruhr-Lippe, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen) sind mitunter sehr unterschiedlich. Während im Münsterland nur 46,1 Prozent der Mannschaften aufschlagen wollen, liegt die Quote in Ruhr-Lippe mit 68,3 Prozent wesentlich höher. Südwestfalen liegt mit 58,1 Prozent genau im Schnitt und in Ostwestfalen-Lippe wollen 61,5 Prozent der Teams zum Schläger greifen. Vor allem in den höheren Altersklassen gab es erwartungsgemäß und durchweg viele Abmeldungen.

„Man kann eindeutig einen Trend erkennen: Je höher die Altersklasse desto mehr Abmeldungen liegen vor. Die Abmeldungen der allein altersbedingt zur bekannten ‚Risikogruppe‘ gehörenden Mannschaften machen schon die Hälfte der Abmeldungen aus“, bilanziert der Unnaer Michael Ludvik, der Vorsitzende des Bezirks Ruhr-Lippe. „Bei den Aktiven, also Damen und Herren, wurden beispielsweise hingegen ‚nur‘ jeweils rund 20 Mannschaften abgemeldet“.

In den Westfalenligen und Verbandsligen der Damen und Herren – die höchsten Spielklassen im Verbandsgebiet – gehen 41 von 46 Mannschaften an den Start. Bei den Damen zogen lediglich zwei, bei den Herren drei Teams zurück.

Bildzeile: Lutz Rehfeld, Vizepräsident für Wettkampfsport Erwachsene im WTV / Foto WTV.

„Wir glauben, dass wir mit der Übergangssaison trotzdem eine größtenteils faire und spielbare Lösung für die Teams geschaffen haben. Alle unter einen Hut zu bekommen war schlichtweg nicht möglich. Auch hat der WTV für jedes zurückgezogene Team absolutes Verständnis“, so Lutz Rehfeld, Vizepräsident für Wettkampfsport Erwachsene im WTV. Grundsätzlich wird angestrebt, für jede spielwillige Mannschaft eine Lösung zu finden, entweder durch z.B. Gruppenzusammenlegungen oder Hin- und Rückspiele, so dass ausreichend sportliche Wettkämpfe stattfinden.

Bis zum Ende der Woche nehmen sich der WTV und seine Bezirke, wie angekündigt, nun noch Zeit, um über die genaue Einteilung und mögliche Zusammenlegung von Gruppen zu entscheiden. Deshalb bittet der Verband in einigen Fällen noch um etwas Geduld. Die endgültigen Spielpläne aller Ligen und Altersklassen (außer Junioren) sollten dann spätestens am 03. Juni 2020 (in vielen Fällen auch schon früher) feststehen und können auf der Homepage des WTV unter www.wtv.de → theLeague abgerufen werden.

Für die Jugendmannschaften beginnt der offizielle Zeitraum für die Abmeldungen am 1. Juni und endet am 12. Juni. Der neue Spielplan soll dann in der 4. Juniwoche zur Verfügung stehen.

Bildzeile: Michael Ludvik, der Vorsitzende des Bezirks Ruhr-Lippe – „Je höher die Altersklasse desto mehr Abmeldungen liegen vor.“

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