TuS Westfalia Kamen und HSG Unna Verfolger von Überraschungs-Spitzenreiter TV Beckum II

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Handball-Kreisliga: Nicht mit den vermeintlichen Favoriten, sondern mit Aufsteiger TV Beckum II, der gegen SCE Heessen erfolgreich war, als Erster schließt die Kreisliga Hellweg die erste Serie ab. Verfolgt wird der Überraschungs-Spitzenreiter von TuS Westfalia Kamen, HSG Unna und SGH Handball IV mit jeweils vier Punkten Rückstand.

VfL Brambauer II – HSG Unna 23:33
HSG Unna startete mit der erwarteten Sieg ins neue Jahr. Danach sah es lange Zeit nicht so aus. Unna führte von Anfang an, aber der Aufsteiger aus Brambauer glich immer wieder zum 2:2, 6:6, 7:7 und 10:10 aus. Der Vorsprung zur Halbzeit war nur knapp. Auch in der zweiten Halbzeit fing Brambauer die Unnaer Führung ab und glich zum 14:14 und 16:16 aus. Nach vierzig Minuten betrug Unnas Vorsprung nur 19:18. Als sich alle in der Halle auf eine spannende Schlussphase einstellten, kam die Wende. Der Gast aus der Kreisstadt erwachte. Zehn Minuten genügten ihm, einen 31:20 Vorsprung herauszuwerfen. Brambauer war stehend KO. Jetzt wird mit Spannung das Gastspiel der Unnaer am kommenden Sonntag beim TV Beckum II erwartet.
VfL Brambauer: Tesch, Schmidt – Pörschke (3), Wissemann (3), Rykowski (1), Floss (2), Hövener (1), Wolke (3), Karsafi (4/1), Schidlowski (1), Schmidt (2), Mross (1), Niemeyer, Larysch (2)
HSG Unna: Wigger, Schwake – Severin (5/3), Mann (4), Swoboda, Muhr, Schäfer (5), Osterwald (1), Braach (3), Engelhard (9), Nicolauciuc (1), Mundhenke

VfL Kamen II – TuS Jahn Dellwig 21:21
Nach dem Sieg gegen den Fünften Dolberg endete die erste Serie für die Gäste von der Ruhr nur mit dem fünfzehnten Punkt der Hinrunde. Bei dem mit fünf Zählern auf dem drittletzten Rang stehenden VfL Kamen deutete in der ersten Halbzeit alles darauf hin, dass TuS Jahn Dellwig die Hinrunde mit einem Sieg beenden würde, denn die Seiten wurden mit einer 12:9-Führung gewechselt. Im Verlauf der zweiten Halbzeit kam der VfL Kamen immer besser ins Spiel und behielt am Ende einen Punkt in der Koppelteichhalle.

TuS Westfalia Kamen – Hammer SC II 37:26
Dritter gegen Schlusslicht hieß die Partie zum Auftakt des neuen Jahres. Das Bemühen der Kamener, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, verlief anfänglich ohne Erfolg. Nach einer 3:1-Führung musste der TuS in der siebten Minute den 5:5-Ausgleich schlucken. Fortan war es ein ausgeglichenes Spiel. Die Gäste präsentierten sich besser als es der Tabellenstand aussagt. Die Weinberger-Sieben bekam keinen Zugriff und vertändelte einfache Bälle. Daher musste man sich mit einer bescheidenen 16:15-Halbzeitführung zufrieden geben. Dementsprechend fiel die Ansprache von Trainer Ralf Weinberger (Bild) in der Pause aus. Die Abwehr stand nun kompakter, mit der ersten und zweiten Welle lief es auch vorne besser. Blieb die Führung bis zur 40. Minute mit 22:19 noch knapp, arbeitete sich Kamen in den folgenden zehn Minuten einen 31:23-Vorsprung heraus. Rechtsaußen Julian Lunke zeigte sich sehr treffsicher und hatte mit elf Toren entscheidenden Anteil am Sieg. Für die Hammer war es die sechste Niederlage in Folge.
TuS Kamen: Kissing – Pfeil (5/4), Henne (4), Lehnen (4), Eckmann (3), Wortmann (2), Simon Meding, Dreischhoff, Witt, Lunke (11), Heinz (6), Bülte (1), Kowalski (1)
Hammer SC: Peters, Beu – Freiherr (2), Barth (3), Pyttel (5), Nüsken (4), Renzing (1), Kunze-Berduyarav (5), Schrödter (4), Weling (2), Schneider.

TV Ennigerloh II – Lüner SV II 28:22
Während Ennigerlohs Trainer Heuckmann aus dem Vollen schöpfen konnte, war der Lüner Kader diesmal etwas kleiner als zuletzt. Ennigerloh erwischte den besseren Start und führte nach sechs Minuten 4:1. Ennigerlohs Angriff kam ins Stottern und hatte in der Abwehr mit den Gästespielern Albers und Neve Probleme. Das brachte den Lüner SV nach sechzehn Minuten 7:6 in Führung. Das sollte auch die einzige im Spiel bleiben, denn der TV Ennigerloh bekam die Abwehrprobleme in den Griff und setzte sich bis zum Seitenwechsel auf 15:11 ab. Die Rotweißen aus Ennigerloh starteten mit viel Schwung in die zweite Hälfte und bauten den Vorsprung auf 22:12 aus. Den Treffer zur höchsten Ennigerloher Führung steuerte Debütant Barth aus der A-Jugend bei. Da die Ennigerloher munter durchwechselten und einige Zeitstrafen kassierten, bekam der Lüner SV noch Gelegenheit zur Resultatsverbesserung. „Heute haben wir insgesamt eine gute Leistung gezeigt“ zeigte sich TVE-Trainer Norman Heuckmann zufrieden. Beim Verlierer glänzte Christan Neve mit zwölf Treffern.
TV Ennigerloh: Krapp, Teckentrup – Drechsler (7), Wiemann (1), Vöth (3), Heukmann, Ronge (5), Barth (1/1), Dzeubalka, Menzel, Passgang (4/), Kornath (1), Gesell (1/1), Lütke Zutelgte (4)

Eintracht Dolberg II – Soester TV III 42:28
Das Duell des Tabellenfünften gegen den Tabellenneunten aus Soest ging eindeutig zugunsten der Gastgeber aus. Diese kamen von Anfang an gut ins Spiel führten nach drei Minuten durch den erfolgreichsten Werfer Kellermann zum 4:1, der später auch für das 8:4 sorgte. Die Soester kamen nur vorrübergehend auf zwei Tore heran, mussten dann die Dolberger bis zur Halbzeit auf 19:13 davonziehen lassen. Bis zum 26:18 blieb es bei diesen sechs Toren Abstand. Mitte der zweiten Halbzeit wuchs Dolbergs Führung mit 31:21 erstmals auf zehn Tore an. In der letzten Viertelstunde kletterte der Vorsprung der heimischen Mannschaft auf vierzehn Tore und führte zu einem deutlichen Sieg.
Eintracht Dolberg: Hötte, Bockey – Krupski (3), Kühler, Kellermann (9/5), Schlieper (1), Faust (2), Lauf (5), Schröer (2), Völker (5/0), Schröer (5), Sumpmann (1), Brentrup (8), Kalthoff (1)
Soester TV: Witthaut, Patrick Vahle (6/4), Kassing (1), Dohle (5), Bügler , Linnemann (6), Jungmann (3), Horbach (3), Arens (4).

TV Beckum II – SCE Heessen 25:23
„Halbzeitmeister“ TV Beckum blieb im elften Spiel in Folge ohne Niederlage. Dass es zum Ende noch einmal eng werden könnte für den Spitzenreiter, war in der ersten Halbzeit nicht abzusehen. Mit 2:0 und 9:2 diktierte der TV Beckum von Anfang an das Spielgeschehen. Zum Ende der ersten Halbzeit gestaltete der SCE Heessen das Spiel mit einem 15:7-Halbzeitstand etwas offener und sorgte dafür, dass Beckums Vorsprung nicht größer wurde. Doch die Mannschaft von Thomas Vogt behielt nach dem Wechsel lange Zeit den Überblick und setzte sich beim 19:9 erstmals mit zehn Toren ab. Die Heessener steckten aber nicht auf, obwohl Christian Rychlick in den letzten zwölf Minuten mit der dritten Zeitstraße ausfiel und arbeiteten sich Stück für Stück ran. Aber zum Ausgleich reichte es nicht mehr.
TV Beckum: Große-Lohmann, Rudigkeit – Tob. Vogt (3), Bröckling (1), Hillebrand (2), Droll (2), Magowski (3), Gausmann (5), Hoffmeister (3), Berief (3/2), Exner (1), Gottwald (1), Jan Vogt
SCE Heessen: Mitschke, Simon, Hooge (5), Kohlhaas (3), Eray Aydogdu (7/3), Sperlich, Kasselmann, Droste (3), Rumke (1/1), Oberkönig, Rychlick (2).

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