TuS Overberge „verhilft“ Lünen zum ersten Saisonerfolg

TuS Overberge „verhilft“ Lünen zum ersten Saisonerfolg

Handball: Nach dem 32:26-Heimerfolg der SGH Unna Massen im Freitagspiel gegen HC Heeren (wir berichteten), waren mit Ausnahme des spielfreien HC TuRa Bergkamen II die anderen vier heimischen Bezirksligisten am Sonntag im Einsatz. Dabei setzte sich der SuS Oberaden im Nachbarderby beim VfL Kamen durch. Eine gute Leistung des TuS Jahn Dellwig beim Tabellenzweiten Ennigerloh wurde nicht belohnt. Eine bittere Niederlage beim bisher punktlosen Schlusslicht Lünen kassierte der TuS Eintracht Overberge.

VfL Kamen – SuS Oberaden II 21:24 (9:13).
Nach Spielende gab es keine zwei Meinungen: Oberaden II hat verdient gewonnen. So sah es VfL-Trainer Tobi Goeke, der dem Gegner die bessere Leistung bescheinigte. Und sein SuS-Kollege Sascha Rau fügte hinzu, dass man 55 Minuten die Leistung abgerufen habe, die notwendig war. „Nur nach hinten heraus haben wir etwas nachgelassen“, so Rau weiter, „und so kam Kamen noch zu einer Ergebniskosmetik.“ Dass Oberaden wieder mit einem breiteren Kader antreten konnte, machte sich positiv bemerkt und auch die Verstärkung von oben in Person von Lauris Hayduck war ein Pluspunkt. 23:16 hieß es nach 54 Minuten per Siebenmeter durch Mario Stratmann, der vorne wie hinten ein Topleistung zeigte.
VfL: Mohr, Presch; Schuster 3, Mork, Pahlig 5, Vogt 2, Keck, Martinovic 1, van Neek, Kuropka 3, Wilking, Jagusch 1, Lehmkemper 6.
SuS: Schäfer, Vetter; Stratmann 6, Kreutzer 1, P. Schuchtmann 4, Rodefeld 2, Matthies 1, Wegelin 2, Hayduck 1, H. Schuchtmann 3, Hoffmann, Stock 4, Neureiter, Grosser.

TV Ennigerloh – TuS Jahn Dellwig 25:24 (13.13).
Dellwig-Trainer Boris Heinemann war der Ärger nach dem Schlusspfiff mächtig ins Gesicht geschrieben. Er ärgerte sich über Schiri-Entscheidungen vorher und vor allem in der entscheidenden Phase. „Da sind wir klar benachteiligt worden“, motzte er. Seine Mannschaft bot dem Tabellenzweiten auch ohne die Leistungsträger Köck und Max Heinemann eine starke Leistung, war das bessere Team und hätte mindestens ein Remis verdient gehabt. Doch die Schiedsrichter…  Sie sprachen in den Schlussminuten überzogene Zeitstrafen gegen Unkhoff – er saß auf der Bank, meckerte – und J. Schreiber aus. Matthias Rosteius hatte seine Mannschaft 24:23 in Führung gebracht (57.). Die Unterzahl wirkte sich negativ aus, Ennigerloh kam zum Ausgleich und zum 25. Treffer knapp 50 Sekunden vor Spielschluss. Heinemann: „Wir sind in der Schlussphase zu hektisch geworden.“ Er hatte sich vor Spielbeginn nicht viel in Ennigerloh ausgerechnet, nach dem Spielverlauf hätte es auf jeden Fall ein Punkt sein müssen.
TuS: Walkuschefski; Herrmann, Rosteius 4, Hait, N. Heinemann, Unkhoff 1, Moldenhauer 4, J. Schreiber 7, Schloesiger, Hering, Scheiing 5, Gennat, Egger 3.

Lüner SV – TuS Eintracht Overberge 28:23 (9:12).
Es ist eingetreten, was man im Overberger Lager absolut vermeiden wollte. Eine Niederlage beim Schlusslicht Lünen. Damit bescherte man dem Gegner nicht nur die ersten Saisonpunkte, sondern verschlechterte selbst seine Situation im Tabellenkeller. „Eine katastrophale 2. Halbzeit“, wie es TuS-Spielertrainer Karsten Rockel formulierte, brachte die Gäste ins Hintertreffen. Zur Pause hatte man noch eine 12:9-Führung inne. Da stand die Abwehr noch, konnte diese Leistung nach der Pause aber nicht mehr abrufen. Zudem suchten die TuS-Spieler zu schnell den Abschluss. Insgesamt wurden die Vorgaben nicht mehr eingehalten und so steuerte man trotz der acht Treffer von Rockel auf die neunte Saison-Niederlage zu.
TuS: Wrenger, M. Walter; Biernat 4, T. Walter 3, Edelmann 3, Müller, Nagel, Brinkmann 2, Hlawa2, Wischnewski, Rockel 8, Schwake, Wöllert 1.

Bild: Der Oberadener Mario Stratmann (vorne) gehörte zu den besten Spielern im Duell beim VfL Kamen.

 

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