TuRa-Oberligafrauen legen misslungenen Saisonstart hin

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Handball, Frauen-Oberliga: HC TuRa Bergkamen – HSG Schwerte-Westhofen 21:30 (11:15). Misslungener Oberligastart für die Bergkamener Frauen, der am Ende recht deutlich ausfiel. Natürlich hatte sich die Mannschaft um das Trainer-Ehepaar Sabrina und Andre Brandt mehr vorgestellt, doch es zeigte sich auch, dass die neu aufgestellte Mannschaft noch am Oberliga-Format arbeiten sich weiter einspielen muss. Hinzu kam, dass Leistungsträger wie Romina Jackenkroll angeschlagen auflief und Vanessa Rohlf zwar auf der Bank saß, aber verletzungsbedingt nur zuschaute.

Diese Umstände spielten dem Gast in die Karten, der sich als eingespieltes Team präsentierte und einen Start-Ziel-Sieg hinlegte. Für den ersten Treffer in der Friedrichsberg-Sporthalle sorgte VfB-Spielerin Sally Unger, die lange das TuRa-Trikot getragen hatte. Romina Jackenkroll konnte zwischenzeitlich zum 2:2 ausgleichen (4.), doch dann zog Schwerte-Westhofen davon. Nach neun Minuten hieß es 2:6, nach 14 Minuten 4:10 und zur Pause 10:15. Ausdruck vieler einfacher Fehler und vergebener Chancen vorne.

Das setzte sich in Durchgang zwei fort. Zwar kam Bergkamen durch das Tor von Neuzugang Sonja Plotek auf 14:17 heran (35.), aber zwei folgende Zeitstrafen machten alle Hoffnungen auf eine weitere Aufholjagd zunichte. So nahm das Unheil seinen Lauf und nach 54 Minuten wuchs der Rückstand beim 18:28 gar auf zehn Tore an. Da war die Partie längst verloren. Silja Mende-Kamps blieb es vorbehalten, den letzten Treffer der Begegnung zum 21:30 zu erzielen.

TuRa-Trainer Andre Brandt: „Am Ende sind wir an uns selbst gescheitert. Vorne und hinten haben wir keinen Zugriff bekommen. Im Angriff haben wir gefühlt 20 Freie verworfen. Und so kann man dann auch kein Spiel gewinnen. Wir wussten genau, was Schwerte tut, hatten Videomaterial und konnten uns vorbereiten. Wenn der letzte Schritt hinten wie vorne jedoch fehlt, dann wird es halt schweriger. Schwerte hat das gut ausgenutzt. Unsere Situation ist schwierig, aber da müssen wir uns selbst rausziehen.“

TuRa: Meier, Schöße; Wolff, Mende-Kamps 4, Weinert, Jaworski 6, Sahage, Plotek 2, Jackenkroll 2, Cramer 1, Pronobis 5, Görges, Bloeß 1, Saarbeck.

Bildzeile: Eine Szene mit Symbolcharakter – TuRa am Boden (Sophia Jaworski) und Schwerte-Westhofen obenauf. Bergkamen musste sich 21:30 geschlagen geben.

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