TuRa mit Heimsieg gegen Hemer dem Klassenerhalt einen Schritt näher gekommen

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Handball-Oberliga: HC TuRa Bergkamen – HTV Hemer 21:19 (12:10). „Not gegen Elend“, das sagten nicht nur wenige Zuschauer über das Spiel des Vorletzten gegen den Tabellenletzten, sondern auch TuRa-Trainer Thomas Rycharski. Im Enddefekt ging es aber nur um zwei Punkte für den Klassenerhalt und mit diesem Sieg ist der HC TuRa diesem Ziel einen Schritt nähergekommen. Bei einer zu erwartenden Niederlage des Drittletzten Jöllenbeck winkt sogar der erste Nichtabstiegsplatz. Sowohl gegen die Bielefelder als auch den HTV Hemer hat sich die Mannschaft von „Tomek“ den besseren direkten Vergleich erspielt.

Beide Mannschaften begannen sehr aggressiv in der Deckung. Die Hausherren hatten auf eine 5:1-Formation umgestellt mit Florian „Totti“ Schöße auf der vorgezogenen Position. Gegen Hemers Spielertrainer Bosko Bjelanovics machte Mirko Kauer in der Defensive eine ebenso starke Partie wie später gegen Philipp Trattner. Trotzdem war Bjelanowicz nicht zu bremsen und erzielte schon im ersten Durchgang fünf Treffer. Auf der anderen Seite spielte der TuRa-Angriff einen schnellen Ball, machte aber zu viele einfache Fehler. So lag die Heimmannschaft nach sieben Minuten mit 1:2 hinten, bevor Schöße mit einem „Hattrick“ daraus ein 4:2 machte. Über 5:5 ging der HCT mit 8:5 (20.) und 11:7 (27.) in Führung, bevor er durch erneute Flüchtigkeitsfehler die Gäste zum Halbzeitstand von nur 12:10 herankommen ließ.

Hemer kam nach der Pause besser aus den Startlöchern und glich zum 12:12 aus. Die 39. Minute des Spiels hatte es dann in sich: Erst verletzte sich Schöße an der Wade und konnte nicht mehr eingesetzt werden und kurz danach kassierte der siebenfache Torschütze Bjelanowicz die dritte Zeitstrafe und die damit verbundene rote Karte, so dass er das weitere Geschehen von der Tribüne aus verfolgen musste. Das war natürlich eine ebenso große Schwächung für Hemer wie der Ausfall von „Totti“ für die TuRaner.

Zehn Minuten vor dem Ende schien das Spiel zugunsten des HTV zu kippen, als dieser mit 16:15 in Führung ging. Der plötzlich wie aufgedreht spielende Pascal Terbeck erzielte in den letzten Minuten gleich drei seiner vier Tore und brachte so sein Team wieder auf die Siegerstraße.

„Wir sind happy, dass wir die zwei Punkte haben. Da war es egal, dass es ein solches Kampf- und Krampfspiel war mit vielen Fehlern. Niklas Walter hat dann noch ein paar Bälle gehalten“, so ein mit dem Ergebnis aber nicht so ganz mit der Leistung zufriedener HCT-Coach, der bemängelte, dass man in manchen Situationen „auf diesem Niveau schlauer spielen muss“.

Am kommenden Sonntag reist der HC TuRa zum CVJM Rödinghausen. Anwurf ist da um 17 Uhr.

TuRa: Walter, Stork; Schöße (3), Damian Nowaczyk (3), Terbeck (4), Webers, Stukalin (6/3), Saarbeck (1), Kurschuss (n.e.), Domanski (1), Fülber (2), Kauer (1), Kamaric (n.e.).

Bild: Sichtlich erleichtert und freudig gestimmt bedankten sich die TuRa-Spieler nach dem Schlusspfiff für die Unterstüzzung von den Zuschauern.

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