Traumfinale im Kreispokal

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Fußball: Traumfinale im Kreispokal. Westfalia Rhynern gegen Hammer SpVg. Die beiden ranghöchsten Clubs im Fußballkreis Unna/Hamm stehen sich am Mittwochabend ab 19 Uhr auf dem Platz des TuS Wiescherhöfen (Wielandstraße) gegenüber.  Neben dem Prestige im Endspiel geht es für Rhynern  um die Titelverteidigung und für beide um den Einzug in den Westfalenpokal. Zum dritten Mal in dieser Saison treten die beiden Stadtrivalen aufeinander. Dadurch, dass nur der Sieger in den Westfalenpokal einzieht, hat die Partie richtigen Endspielcharakter.“

„Wir wollen unbedingt in den Westfalenpokal“, fordert Rhynerns Trainer Björn Mehnert. In der Oberliga Westfalen besitzt die Westfalia gute Aussichten, das Duell um die Nummer eins in Hamm zu gewinnen. Bei zwei ausstehenden Spielen sechs Punkten Vorsprung und dem um 14 Treffern besseren Torverhältnis, dürfte Rhynern keinen Punkt mehr holen und die HSV jeweils hoch gewinnen. Wenn Rhynern den Pokal gewinnt, hat die Hammer SpVg noch die Möglichkeit, als Nachrücker in den Westfalenpokal zu gelangen, wenn die Westfalia am Ende auf Platz sieben der Tabelle landet. Klar ist, dass es dieses Mal einen Sieger geben wird, auch wenn es nach 90 Minuten Unentschieden stehen sollte, wie in den beiden Ligaspielen. Dann geht es in die Verlängerung, wie im Westfalenpokal 2008, als beide Mannschaften zuletzt auf der höheren Pokalebene aufeinandertrafen.

Mehnerts Kollege Goran Barjaktarevic bekräftigt, ebenfalls in den Westfalenpokal einziehen zu wollen. Er sagt: „Das ist das Derby. In solchen Spielen geht es immer um etwas, die sind interessant und attraktiv für die Zuschauer Die Spieler, die uns verlassen, wollen sich mit einem Titel verabschieden. Die, die bleiben, wollen in die Zukunft investieren. Und jeder weiß genau, was er machen muss. Taktik zählt hier nicht – hier geht es nur um Selbstmotivation.“  Beide Mannschaften zeigten zuletzt aufsteigende Form. Rhynern gewann die vergangenen drei Begegnungen in Folge, die HSV blieb mit acht Punkten in den letzten vier Partien ungeschlagen. Mehnert wie Barjaktarevic wissen aber auch, dass der Pokal eine andere Sache ist.

Mehnert sieht die aktuelle Personallage bei der Westfalia als „ganz gut“ an. „Dennis Rödel ist allerdings noch für ein Spiel gesperrt. Sergej Petker fällt aus, und Dennis Krautwurst weist noch Trainingsrückstand auf. Sonst sind alle fit.“ Auch Kapitän Dustin Wurst, der zuletzt in der Liga pausierte. „Er wird mit Sicherheit spielen“, legt sich Mehnert fest. „Seine Pause war abgesprochen, weil jetzt zehn Tage mit drei Spielen kommen, wo es richtig zur Sache gehen wird. Jetzt ist jeder bei uns heiß, und ich würde am liebsten 19 Jungs auflaufen lassen. Aber das geht ja nicht.“

Bei Hamm fällt Emre Demir aus, der sich am Sonntag in Neuenkirchen den Mittelfuß angebrochen hat. So stehen Trainer Barjaktarevic gerade mal zwölf Akteure zur Verfügung – und Freitag geht es um 19 Uhr in der Oberliga schon wieder weiter Zuhause gegen Dornberg. Das heißt der HSV muss innerhalb von sechs Tagen drei Spiele absolvieren.

Bild: Westfalia Rhynern gewann zuletzt den Kreispokal, schlug im Finale in Rünthe den SV Holzwickede 4:1. Am Donnerstag muss Rhynern den Titel in Wiescherhöfen gegen den Stadtrivalen Hammer SpVg. verteidigen.

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