Trauer bei den HSC-Fans über den angekündigten Abschied von Erfolgstrainer Axel Schmeing

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Fußball: Die Ära einer der ganz großen Fußballtrainer in der Emschergemeinde geht zu Ende. Der Trainer des Oberligisten Holzwickeder Sport Club, Axel Schmeing, wird wie berichtet seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der 46-jährige Polizeibeamte und zweifache Familienvater, der in Dortmund wohnt, wird dem Fußball als Trainer wohl erhalten bleiben –höchstwahrscheinlich im Umfeld von Dortmund. Angebote gibt es für den B-Lizenzinhaber aufgrund seiner großen Erfolge der letzten Jahre und seiner ausgezeichneten Vernetzung sicherlich zahlreich. Auch aus höheren Ligen. Einen Kommentar zu seinen Zielen oder zur Zukunft gibt es Stand Mittwochabend weder von ihm noch vom HSC.

Leicht hat sich Axel Schmeing die Entscheidung nicht gemacht, gilt er doch als bodenständig und nicht als „Trainer-Wandervogel“. So war er vor seinem Wechsel 2016 nach Holzwickede von 2010 bis 2016 Cheftrainer beim SV Brackel. Davor war er als Spieler beim DJK TuS Körne tätig. Im Rahmen seiner Trainer- und Spielertätigkeit in Dortmund ist er übrigens absoluter Rekordinhaber was die Fußball- Hallenstadtmeisterschaft betrifft. 22 Mal nahm er teil – konnte aber leider nie gewinnen und den Pokal in die Höhe stemmen.

Die Schmeing-Ära: eine einzige Erfolgsgeschichte

Fünf Jahre lang war Axel Schmeing Trainer beim HSC – und er war damit einer der erfolgreichsten Übungsleiter. In 74 Meisterschaftsspielen holte er einen Punkteschnitt von 1,58 – ein sehr gutes Ergebnis. Viel wichtiger aber sind die konkreten Erfolge. Gleich in seiner ersten Amtszeit 2016/17 wurde er mit seinem Team in der Westfalenliga 2 hinter Westfalia Herne Vize-Meister. 2017/18 dann der Husarenstreich: Der HSC wurde Meister der Westfalenliga 2 (nach einem 1 : 0 bei der SpVg Olpe und Schützenhilfe von Westfalia Wickede gegen die SpVg Erkenschwick) und damit Aufsteiger in die Oberliga. Dort gab es im ersten Jahr 2018/19 einen guten elften Platz. 2019/20 ging es weiter bergauf: Platz 6 stand am Ende zu Buche. Und 2020/21 dann gab es in den bisher ausgetragenen sechs Spielen sechs Siegee – unter anderem beim Top-Favoriten RSV Meinerzhagen mit 3:2.

Doch am Mittwoch, 27. Januar, endete die Ära. Schmeing teilte dem Verein mit, das er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird.

Beim HSC ist die Trauer nach der Entscheidung groß, was sich besonders an den Einträgen im Facebook-Auftritt des HSC zeigt. „Da fehlen einem die Worte. Top Trainer. Es wird schwer, einen guten Nachfolger zu finden“, sagt Detlef Krall. Oder Edel-Fan Hermann Volke: „Schade. Er war der beste Trainer der letzten Jahre.“ Oder Kerstin Beinsen, die es auf den Punkt bringt: Ohjeee“.

Große Entscheidungen stehen nun beim HSC an

Der Rückzug von Axel Schmeing zum Saisonende macht den Handlungs- und Entscheidungsdruck für den Vorstand und die Sportliche Leitung des HSC erheblich größer. Es muss nun ein neuer Trainer gesucht werden, der zum Verein und zur Mannschaft passt und auch die Oberliga meistern kann. Dazu kommt die Zusammenstellung des Kaders. Torhüter Kevin Beinsen hat bereits seine Zusage für die neue Spielzeit gegeben (wir berichteten). Und dann gibt es ja auch noch die Frage, welche sportlichen Ziele der HSC anstrebt – also welche Liga ist sportlich und wirtschaftlich „machbar“. Noch konkreter: Ist die Regionalliga ein Ziel? Oder will man mal den Pokal auf Kreis- und Westfalenebene mal als Sprungbrett für vielleicht die erste Hauptrunde im DFB-Pokal nehmen? Und immer wieder die Frage: Was strebt der Verein als Ganzes an? Es werden spannende Tage und Wochen in Holzwickede werden.

Bildzeile: Der größte Erfolg von Axel Schmeing: Im Mai 2018 stieg der HSC nach einem 1:0-Auswärtserfolg bei der SpVg Olpe in die Oberliga auf. Axel Schmeing, hier mit Sonnenbrille und bester Laune, konnte bei der Siegesfeier am und im Ballhaus im Montanhydraulik-Stadion richtig mit seinen Jungs feiern.

 

 

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