Tim Faber “vernagelt” TuRa-Tor gegen den Spitzenreiter

Handball-Verbandsliga HC TuRa Bergkamen – HSC Haltern-Sythen 26:25 (13:10). Wahrlich nicht meisterlich präsentierte sich der designierte Champion und Aufsteiger aus Haltern. Eher konnte man das trotz des am Ende knappen Ergebnisses von den Gastgebern behaupten, die dem HSC die erste Niederlage seit September vergangenen Jahres beibrachte.

Dabei erwies sich das Team von Trainer Gerard Siggemann allerdings als Meister im Auslassen bester Einwurfmöglichkeiten. Das lag auf der einen Seite am prächtig aufgelegten TuRa-Torhüter Tim Faber, der im Übrigen am Samstag in den Hafen der Ehe einläuft, und am Unvermögen besonders der Außenspieler sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite. Den gefürchteten Rückraum der Seestädter legte die 3:3-Deckung der Heimmannschaft mehr oder weniger lahm. Die vorgezogenen Philipp Moog, Niklas Domanski und Kevin Saarbeck ließen Julian Schrief und Co. kaum Raum um ihre Würfe anzubringen. „Wir haben vorher verabredet, dass wir die Außen schießen lassen“, verriet TuRa-Trainer Thomas Rycharski einen der Wege zum Erfolg. Und was dann auf das HCT-Tor kam, war in den meisten Fällen eine Beute von Tim Faber.

Die ersten Minuten verliefen ausgeglichen, dann setzten sich die Hausherren beim 6:3 erstmals mit drei Toren ab. Dieser Vorsprung hatte bis zum Seitenwechsel Bestand. Erstaunlich dabei, dass die Gäste, die im Durchschnitt rund 30 Tore pro Spiel erzielen, in den ersten 30 Minuten nur zehn Mal ins Schwarze trafen.

Nach dem Pausengetränk baute der HC TuRa seinen Vorsprung über 17:13 (35.) auf 20:14 (44.) aus. In den letzten zehn Minuten ließ die Konzentration und die Treffsicherheit bei den TuRanern etwas nach, so dass die Gäste, auch durch die seit der 54. Minuten praktizierte offene Manndeckung, dafür sorgten, dass es in den letzten Minuten wieder spannend wurde. Allerdings schaffte es Haltern nicht, einen oder gar zwei Punkte aus Bergkamen mitzunehmen.

„Ich muss Tim Faber besonders loben, was er gehalten hat, war schon erstaunlich. Kevin Saarbeck hat auf der Halbposition die Sache auch sehr gut gemacht. Aber nur so gewinnt man gegen eine solche Mannschaft. Auf beiden Seiten waren viele technische Fehler und Fehlwürfe. Wir kassieren in der ersten Halbzeit nur zehn Tore und da kann man sehr mit zufrieden sein. Das geschieht auch nur, wenn man 100 Prozent gegen diese Mannschaft spielt“, so „Tomek“ nach dem Spiel.

HC TuRa: Faber, Stork (n.e.); Dam. Nowaczyk (1), Moog (4), Terbeck (7), Webers (n.e.), Domanski (6), Fülber (2), Saarbeck (2), Kröllken (2), Dar. Nowaczyk (2), Müller (n.e.), Kauer (n.e.).

Bild: Der TuRaner Damian Nowaczyk (li.) mit einem Angriffsversuch gegen Halterner Deckung.

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