Tennis-Westfalenmeister: Linda Puppendahl – Marvin Netuschil – Andreas Thivessen

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Tennis: Die 38. Westfälischen Tennis-Hallenmeisterschaften der Damen und Herren sowie Herren 30 in der SportAlm des TC Blau-Weiß Werne, die vom 06. bis 10. Dezember stattfanden, gingen mit den erwartungsgemäßen Siegern am Samstag zu Ende. Ein spielstarker Marvin Netuschil (Tennispark Versmold) war ebenso wenig aufzuhalten, wie in der 30er-Konkurrenz Lokalmatador Andreas Thivessen vom TC Blau-Weiß Werne. Titelverteidiger Marvin Netuschil gewann in den vergangenen zwei Jahren vier Mal (Sommer und Winter) den Titel und der für Grün-Weiß Frohlinde in der Sommersaison spielende Thivessen hat nun bereits seine fünfte Meisterschaft gewinnen können. Bei den Damen bestimmte der westfälische Nachwuchs auf Grund einiger Absagen die Szenerie und letztlich konnte erstmals die 16-jährige Linda Puppendahl (THC im VfL Bochum) die Meisterschaft für sich entschieden.

„Sportlich gesehen sind wir bei den Herren sehr gut aufgestellt“, so Verbandspräsident Robert Hampe bei der Siegerehrung, „und für Marvin freut es mich besonders, dass er sein bestes Jahr als Tennisprofi mit der Titelverteidigung so erfolgreich hat abschließen können.“ Der 25-jährige topgesetzte Hammenser hat sich mit mehreren internationalen Turniererfolgen auf der ITF-Tour auf seine bis dato mit Rang 365 beste Weltranglistenplatzierung vorspielen können und war auch in Werne der überragende Mann. Zwar wuchsen seine Kontrahenten teilweise über sich hinaus, doch am Ende war stets Netuschil der Sieger. „Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden“, sagt der Titelverteidiger, „obwohl es mir keiner leicht gemacht hat. Aber dafür spiele ich Tennis, um als Sieger vom Platz zugehen.“ Auf Siege hofft der alte und neue Westfalenmeister auch in der kommenden Woche, denn zum Saisonende finden noch die Deutschen Meisterschaften in Biberach an der Riß statt.

An den 45. Nationalen Meisterschaften wird auch Finalist Vincent Jänsch-Müller (Dorstener TC) teilnehmen, der als Nummer zwei der Setzliste mit der Finalteilnahme seine Position bestätigte. Allerdings reichte an diesem Finaltag sein Potential nicht aus, um sich die Hallenmeisterschaft zu holen. Mit einer 4:6, 3:6-Niederlage musste sich der 22-Jährige zufrieden geben und so blieb ihm nach 2015 erneut nur die Vizemeisterschaft. „Mein Umfeld habe ich jetzt professioneller aufgestellt, denn eine Weltranglistenposition um Platz 1.000 ist nicht mein Anspruch“, so der aus Niedersachsen stammende Jänsch-Müller, der inzwischen ins Gästehaus des Westfälischen Tennis-Verbandes am Landesleistungszentrum in Kamen eingezogen ist, „denn mit Jürgen Listing habe ich nun auch einen Trainer vor Ort, so dass ich mit Marvin und dem Verbandstrainer zusammen arbeiten kann.“

Jüngstes Damenfinale aller Zeiten

Es ist ein schöner Erfolg“, so die neue Westfalenmeisterin Linda Puppendahl und zugleich auch Motivation für mich. Ich habe zuletzt international auf der ITF-Juniorenebene gespielt und gesehen, was die Mädchen in meinem Alter – die nur Tennis spielen – bereits leisten.“ Die aus Herten stammende Puppendahl, die ebenfalls im WTV-Gästehaus wohnhaft ist, will allerdings erst noch ihre Schule beenden, ehe sie sich ganz dem Tennissport widmen will: „Tennis und Schule gehen bei mir ganz gut. Meine Lehrer sind auch zufrieden, denn ich will ja kein 1,2-Abi machen.“ Die einen Kopf größere Puppendahl traf im Endspiel auf die aus Lüdenscheid stammende zierliche 14-jährige Pauline Hirt (TC Halver), die sich allerdings relativ schnell mit 4:6, 0:6 geschlagen geben musste. Sie war trotzdem nicht unzufrieden: „Ich wusste, dass ich gegen Linda nur Außenseiterin war. Aber ist stehe ja auch bei den Erwachsenen altersmäßig erst am Anfang meiner Karriere. Ich will mich stetig verbessern und werde bei den Damen noch meine Titel gewinnen.“

Seriensieger Andreas Thivessen

Lokalmatador Andreas Thivessen sicherte sich erneut den Titel bei den Herren 30 und kam ohne Satzverlust zur Meisterschaft. Es war in Folge sein vierter Hallentitel, einer aus dem Sommer kommt noch hinzu, und es werden sicherlich noch einige folgen. „Mit dem Titelgewinn bin ich zufrieden, nicht aber mit meiner Leistung.“ Nach eigener Aussage lag das zum einen an seinem verringerten Spiel- und Trainingspensum und an den langsamen Tennisbällen. „Da habe ich ab und an auch nicht richtig zum Ball gestanden. So kamen einige Faktoren zusammen, aber letztlich war der Titelgewinn ungefährdet“, so Thivessen, der in seiner Altersklasse auch schon Deutsche Vizemeister wurde. Im Finale bezwang er den ungesetzten Michael Thiemann (SV Münster 91) mit 7:5, 6:2, nachdem er im Halbfinale den an drei gesetzten Alexander Hiller (TuS 59 Hamm) mit 6:4, 6:3 hat ausschalten können. Der Münsteraner Thiemann setzte sich in der Vorschlussrunde mit der Nummer Zwei der Setzliste, Jonas Vormweg (Grün-Weiß Mesum), auseinander, zog aber letztlich mit einem knappen 7:5, 6:4-Sieg ins westfälische Finale ein.

Bild: (Siegerehrung alle+Funktionäre): Die 38. Westfälischen Tennis-Hallenmeisterschaften beim TC Blau-Weiß Werne mit der Siegerehrung am 10. Dezember 2017 (von links): Marvin Netuschil (Westfalenmeister), Gerd Schobert (Seniorenreferent Westfälischer Tennis-Verband), Vincent Jänsch-Müller (Vize-Westfalenmeister), Linda Puppendahl (Westfalenmeisterin), Robert Hampe (Präsident Westfälischer Tennis-Verband), Pauline Hirt (Vize-Westfalenmeisterin), Lutz Rethfeld (Vizepräsident Westfälischer Tennis-Verband), Andreas Thivessen (Westfalenmeister Herren 30), Iris Schindelbauer (Jugendwartin Blau-Weiß Werne) und Michael Thiemann (Vize-Westfalenmeister Herren 30) / Foto WTV

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