„Teilzeit“ reicht im Abstiegskampf nicht für HSC II

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Fußball-Bezirksliga 8: Holzwickeder SC II – RW Germania 11/67 1:2 (0:2). Nur eine gute Halbzeit ist im harten Abstiegskampf der Bezirksliga 8 zu wenig. Die zumindest am Sonntagnachmittag „Teilzeitarbeiter“ des HSC II unterlagen dann auch nach einer ganz schwachen ersten Hälfte dem neuen Tabellenzweiten, RW Germania Dortmund 11/67 mit 1:2. Damit wuchs der Abstand des 14. HSC auf einen Nichtabstiegsplatz wieder auf fünf Punkte zum FC Roj, sieben auf den VfL Kemminghausen und neun Zähler auf BV Brambauer an. Konkret bedeutet das: Am kommenden Sonntag muss man im nächsten Heimspiel gegen den Tabellensiebten Viktoria Kirchderne unbedingt punkten und steht damit unter Druck – allerdings auch nichts Neues in dieser Spielzeit im Abstiegskampf.

Die HSC-Reserve trat am Sonntag auf der Haarstrang-Sportanlage ohne die verletzten Henning Heubel und Andreas Heiß, dafür mit Spielern aus dem erweiterten Kader der Ersten wie Kerim Acil, Marcel Duwe und René Richter an. Gemeinsam mit ihren Kollegen verschliefen sie aber die ersten 45 Minuten komplett. Gleich in der 3. Minute rappelte es im Kasten von Timo Harbott. Yannik Tielker, mit nun 19 Treffern bester Torschütze, verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter. Als dann Raphael Meißner das 2 : 0 in der 13. Minute folgen ließ, war der Fehlstart perfekt. „Wir haben lange nicht ins Spiel gefunden“, ärgerte sich HSC II-Coach Olaf Pannewig nach Spielschluss. Marcel Duwe, der im Übrigen am Strafstoß-Gegentor durch einen Ballverlust nicht ganz schuldlos war, hatte die Top-Chance zum Anschluss. In der 36. Minute stand er nach einem schönen Solo frei vor Germanias Keeper Fabian Leppert, zielte mittig und scheiterte mit dem Schuss am Torhüter. Es gab viel zu besprechen nach diesen 45 Minuten, in denen die Holzwickeder Reserve vieles, wenn nicht gar alles, was wichtig im Abstiegskampf ist, vermissen ließ. Es wurde lauter und deutlicher in der Kabine – völlig zu Recht.

Nach Kabinenpredigt bessere zweite Halbzeit mit Ausgleichs-Chance – doppelte Überzahl nicht genutzt

Das Donnerwetter half. Der HSC II war lauffreudiger, präsenter, ging engagiert in die Zweikämpfe und erarbeitete sich Chancen. Hätte das Team von Beginn an so gespielt, wäre Zählbares herausgekommen. Vor allem, als sich die Gäste mit einer Roten Karte (59.) und einer Gelb-Roten Karte (80.) noch selber schwächten. Doch trotz doppelter Überzahl: Es klappte einfach nicht mit dem Toreschießen. So konnte Maximilian Venos nur noch mit einem Foulelfmeter auf 1 : 2 verkürzen (70.). Die größte Ausgleichschance verpasste René Richter, als er frei vor dem Kasten stand, mit seinem schwächeren rechten Fuß aber auch zu zentral zielte und dem Keeper damit die Chance einer Parade gab. Es blieb bei der 1 : 2-Niederlage. Sicherlich gegen die nun 24 Punkte besserplatzierten Rot-Weißen der Germania keine so große Überraschung – doch sollten, so auch Olaf Pannewig, die Spieler mal über komplette 90 Minuten engagiert zur Sache gehen. „Gerade im Abstiegskampf ist Leidenschaft gefragt. Die will ich über die volle Spielzeit sehen und nicht nur eine Hälfte nach der Pause“, so der Coach der HSC-Reserve. Dennoch bleibt und ist er optimistisch: „Wir haben ein hammerhartes Startprogramm in diesem Jahr. Jetzt kommen die Gegner, gegen die wir punkten müssen und auch werden.“

HSC II: Timo Harbott, Dominik Loos (65. Pascal Ablas), Maximilian Venos, Mauritz Kruse, Kerim Acil, Marcel Duwe, René Richter, Rojan Bastian Powilleit, Kossi Aaron Logah (65. Faruk Ünal), Stefan Becker, Alexander Schröder (80. Tim Brech)
RW Germania: Fabian Leppert (30. Timo Bienat), Raphael Meißner, Lukas Staudinger, Johannes Schmitt (90. Dawid Magiera), Niklas Uellendahl, Maurice Schumann, Levin Lavrenz (83. Ali Zeykan), Yannik Tielker, Mike Chrobok, Giacomo Schulz, Alexander Schwarz
Tore: 0 : 1 Tielker, FE (3.), 0 : 2 Meissner (13.), 1 : 2 Venos, FE (70.)
Besondere Vorkommnisse: Rot (59.) und Gelb-Rot (80.) gegen Germania-Akteure
Schiedsrichter: Robby Erkmann (SpVg Arminia Holsterhausen)
Zuschauer: 82.

Bild: Holzwickedes Dominik Loos (Mitte) versucht hier in den Dortmunder Strafraum einzudringen.

 

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