SuS versinkt nach erneuter Heimniederlage immer tiefer in den Abstiegssumpf

Handball-Oberliga SuS Oberaden – HTV Hemer 24:30 (10:14). Der SuS Oberaden versinkt in seinem ersten Oberligajahr nach dieser erneuten Heimniederlage immer tiefer in den Abstiegssumpf. Dabei wäre an diesem Abend gegen die Gäste, die bisher auswärts noch keine Bäume ausgerissen haben, mehr drin gewesen. Zwar musste der SuS mit Pascal Stennei und Fabian Lauber auf zwei Leistungsträger verzichten, trotzdem war aber die Chance vorhanden, gegen den HTV zu punkten. Zu allem Übel verletzte sich auch noch Spielertrainer Alexandros Katsigiannis in der 20. Minute, so dass er nur noch coachen konnte. Allerdings war das an diesem Abend kein wirklicher Verlust, denn der Spieler Katsigiannis hatte sich bis zu dem Zeitpunkt in einer schwachen Form präsentiert.

In der Anfangsphase geschah das nicht, was vor dem Spiel von „Alex“ gefordert wurde: möglichst fehlerfrei zu spielen. Das Gegenteil trat ein und hätte der starke Torhüter Marvin Makus nicht mehrere gute Gelegenheiten der Gäste vereitelt, wäre der SuS schon frühzeitig ins Hintertreffen geraten. So verlief die erste Viertelstunde ausgeglichen. Nach 15 Minuten lief auf der Rückraumlinks-Position Paul Schuchtmann aus der Reserve auf und hatte mit seinem Tor zum 6:7 sofort ein Erfolgserlebnis. Auffälligster Feldspieler war allerdings Linksaußen Nico Wagner, der insgesamt auf sieben Tore kam.

In der 19. Minute stand es für lange Zeit das letzte Mal unentschieden 8:8. Daraus machten die Sauerländer dann allerdings innerhalb von sieben Minuten eine 13:9-Führung. Dieser Viertore-Vorsprung hatte bis zum Halbzeitpfiff Bestand.

Nach dem Seitenwechsel konnten die „Cobras“ auf 13:15 verkürzen. Hemers Trainer Tihomir Knez ordnete daraufhin eine kurze Deckung gegen Bastian „Shorty“ Stennei an. Danach führte der HTV erstmals beim 18:13 mit fünf Treffern. Dieser Abstand blieb auch nach der Zeitstrafe gegen Paul Schuchtmann bestehen. Dann allerdings zeigte sich wieder einmal der Kampfgeist der Heimmannschaft. 17 Minuten vor dem Schlusspfiff erzielte Lukas Noe den 22:22-Ausgleich. Der hatte aber nicht lange Bestand, denn clever und routiniert nutzte die Mannschaft aus Hemer drei Zeitstrafen gegen Lukas Noe, Paul Schuchtmann und Lauris Hajduk, um sich erneut und diesmal vorentscheidend abzusetzen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Hemer nicht eine einzige Zeitstrafe bekam, was doch für einiges Unverständnis bei den Grün-Weißen sorgte. So machte der HTV aus dem 22:22 ein 22:27, wobei er zeitweise auf nur vier Verteidiger traf. Zu allem Überfluss verletzte sich auch kurz vor dem Ende noch Abwehrstratege Lukas Noe.

„Solch ein Spiel muss man eigentlich gewinnen“, begann „Katze“ sein Resümee nach dem Spiel. „Da sind wir eigentlich drin beim 22:22, haben das Momentum auf unserer Seite und bekommen dann die Zeitstrafen. Das Zeitstrafenverhältnis fand ich nicht gerade ausgeglichen. Aber daran lag es natürlich nicht. Die Überzahl spielt Hemer clever runter. Trotzdem eine super kämpferische Leistung, ich bin sehr zufrieden mit den Jungs nach den Umstellungen, nachdem ich auch noch ausgefallen bin. Hatten einen starken Lukas Noe in der Deckung und einen guten Marvin Makus dahinter. Nico Wagner war sehr treffsicher. Paul Schuchtmann hat das auch sehr gut gemacht. Zum Schluss haben wir allerdings die eine oder andere Chance nicht genutzt. Das war sehr ärgerlich.“

Der junge Paul Schuchtmann machte sein erstes Oberligaspiel und erhielt das Sonderlob vom Trainer. „Der eine oder andere Laufweg passte natürlich nicht. Grundsätzlich habe ich mich wohl gefühlt und hab auch zu Beginn ein paar gute Aktionen gehabt. Die Jungs haben mich auch sehr gut unterstützt. Das passte alles. Mit dem Ergebnis können wir allerdings nicht zufrieden sein“, so der junge Rückraumspieler nach der Partie.

Am kommenden Sonntag hat der SuS eine Fahrt ins Siegerland vor der Brust, denn da trifft er auf den TuS Ferndorf II.

SuS: Makus, Klepping (nur bei einem 7m); Hajduk, Noe (2), Herold (8/4), Katsigiannis, Maschewski (n.e.), Roth (3), Braach, B. Stennei (2), Holtmann (n.e.), Roßfeldt (n.e.), Wagner (7), P. Schuchtmann (2).

Bild: Der junge Paul Schuchtmann (Mitte) machte sein erstes Oberligaspiel und erhielt das Sonderlob vom Trainer.

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