SuS Oberaden thront ohne Punktverlust an der Tabellenspitze – Kamener Derby der Rekorde

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Handball-Kreisliga: Das scheint eine spannende Saison zu werden. Nach dem dritten Spieltag der Handball-Kreisliga Hellweg ist nur noch der vorjährige Vize SuS Oberaden II ohne Punktverlust und unten nur Aufsteiger Königsborn ohne Punktgewinn. Das Kamener Derby (Bild) brach alle Kreisliga-Rekorde und brachte dem VfL den Sieg.

TuS Westfalia – VfL Kamen 27:31. Freitagabend, das einzige Spiel weit und breit. Die Ebert-Halle war zum Bersten voll, schließlich ging es nicht nur um das Prestige, sondern auch um wertvolle Punkte an der Spitze. Es gestaltete sich von Anfang an vor geschätzten 400 Zuschauern ein enges Spiel. Meist lag der VfL mit ein oder zwei Toren vorne, Westfalias sonst so stabile Abwehr offenbarte einige Schwächen. Nach hart umkämpften ersten dreißig Minuten wurden schließlich die Seiten mit einem 11:11-Gleichstand gewechselt. Westfalia-Trainer Dirk Düllmann sprach in der Halbzeit die Fehler an, aber ganz abgestellt werden konnten sie nicht. Daran änderte auch die Hereinnahme von T. Kissing zwischen den Pfosten nichts. Es blieb aber weiter eng. Erst in den letzten fünf Minuten konnte sich die Mannschaft des Trainer-Duos Detlef Vogt und Tobias Goeke durch die Tore von Tobias Goeke, Justin Keck und Steven Vogt absetzten. „Nicht unverdient“ urteilte Dirk Düllmann. „Schön ist anders. Wir haben sicher was das angeht noch deutlich Luft nach oben. Der Schlüssel zum Erfolg lag in Deckungsumstellung von 6:0 auf 5:1 nach fünfzehn Minuten, die gute Leistung von Tobi Goeke und der Hattrick von Steven Vogt in der Schlussphase“ war Detlef Vogt der Meinung.
VfL Kamen: Banaschak, Althoff – Brand (1), Blickling, Goeke (4), Heunemann (2), Holtmann (1), Jagusch, Niklas Kuropka (5), Justin Keck (5), Sattur (2), Steven Vogt /9/3), Wandelt (2)
TuS Kamen: M. Kissing, T. Kissing – Becker, Beier, Dickmann, Lukas, Ebbing, Henne, Kliemke, A. Müller, Volkmann, Remmert, Lenzmann, Goeken

 Ahlener SG III – HSG Unna II 30:32. „Keiner wusste so recht, was uns bei der jungen Aufsteigertruppe so erwartet“ fuhr die Gästemannschaft um Sascha Rau am frühen Samstagnachmittag mit einiger Skepsis nach Ahlen. Dass man dort so furios starten würde, hatte niemand erwartet. Der starke Mittelblock mit Beule, Toschläger und Münstermann rührte in der Deckung Beton an und Liem Nguyen zeigte starke Paraden. Eine 12:5-Führung nach zwanzig Minuten übertraf die Unnaer Erwartungen und das Halbzeitergebnis fiel mit 19:10 noch deutlich aus. Ahlen reagierte, deckte Markus Beule und Jens Toschläger kurz und Nils Münstermann musste nach dreizehn Minuten mit der dritten Zeitstrafe vom Platz. Unnas Fehler nutzte die Ahlener Mannschaft zu Gegenstößen, es wurde langsam enger. Mike Fietz setzte den Schlusspunkt zum 32:30 und Sven Keller verhinderte Gegentreffer 31.
HSG Unna: Nguyen, Keller – Schemm, Römer, Wacker (2), Rau (6), Toschläger (9/5), Beule (2), Marius Schäfer, Münstermann, Torben Moss (1), Arne Moos, Fietz (1)

 Werler TV – TuRa Bergkamen III 19:35. TuRa Bergkamen kehrte mit dem ersten Saisonsieg nach Hause. Der kam nicht von ungefähr. Erstmals war Marc Wiegelmann, mit fünfzehn Toren erfolgreichster Werfer, dabei. Dazu spielte Ingo Wagner im Tor seine ganze Erfahrung aus. Da Werls Absprache in der Abwehr nicht funktionierte, hätte TuRa mit einem 22:7-Vorsprung nach zwischenzeitlichen Führungen von 10:3 (16.) und 16:4 (22.) „schon zur Halbzeit nach Hause“ fahren können. Die Werler konnten nach der Pause ihre Leistung steigern, aber die „alten Hasen“ von TuRa führten die junge Truppe von Werl immer wieder vor. Das Endergebnis fiel entsprechend aus.
TuRa Bergkamen: Wagner, Westbomke – Grosser (2), Osterwald (2), Hagenkötter (2/1), Müller, Rösener (8), Menschner (4), Grütken (1), Steinof (1), Heinert, Wiegelmann (15)

 HC Heeren II – SuS Oberaden II 26:34. Nach dem klaren Sieg in Heeren übernahm Aufstiegsfavorit Oberaden die Tabellenführung. Nach ausgeglichener Anfangsphase konnte sich der Gast bis zur Halbzeit mit vier Toren auf 18:14 absetzen. Einzig allein in der Abwehr tat sich der Meisterschaftsfavorit noch etwas schwer. Heerens Chancenauswertung hätte besser sein können und hätte die Mannschaft in entscheidenden Phasen nicht so unkonzentriert gespielt und sich selbst geschwächt, hätte der Ausgang, der nach Meinung von Heerens Trainer Bernd Bolle zu hoch ausfiel, anders aussehen können. „Am Ende zählt aber einzig und allein der Sieg“ resümierte Oberadens Trainer Achim Neureiter.
HC Heeren: Geier, Wellner – Wettbauer (5), Rother (5), Denger (3), Stehling (1), Siegert (3/1), Tecklenborg (8), Stock (1), Eisenmann, Redlin
SuS Oberaden: Schaumann – Stratmann (3), Rene Neureiter (3), M. Junge (2), Jaszmann (3), Schuchtmann (3), Titz (3), Guminski (3), Gonschewski (7), D. Junge, Marc Neureiter (1), Wagner (6)

Lüner SV II – TV Werne 28:32. Im Duell der beiden Nachbarn feierte der TV Werne den ersten Saisonsieg. Werne startete gut und setzte den Gegner immer wieder mit der zweiten Welle unter Druck. Nach sechzehn Minuten führte der TV Werne mit 9:6, konnte aber danach den Vorsprung nicht ausbauen, weil Umstellungen in Abwehr und Angriff nichts brachten. Deshalb wurden die Seiten nur mit einer knappen 14:13-Führung der Gäste gewechselt. Nach der Pause kam der TV Werne besser ins Spiel und baute die Führung über 21:17 aus. Bis zum Schluss ließen sich die Werner durch leichte Tore des Gegners nicht aus dem Konzept bringen und behaupteten den Vorsprung. „Eine verdiente Niederlage“ erkannten die Lüner an.
Lüner SV: Terhalle, Hangebrock – Rehagel, Hentschel (8), Hadac (3), Lieneke (2), Schmidt (5), Droste (2), Wiechert (4), Lehrke, Miehel (3)
TV Werne: Rensmann, Wulfert – Abdinghoff, Bade (6), Benecke (2), Berg, Bolduan (2), Brocke (1), Havers (5), Hüttemann (6), Jäger (4), Nadrowski, Schüttpelz (5), Wierling (1)

 SG Massen II – Soester TV III 32:30. Nach dem ersten Saisonsieg Massens sah es nicht immer aus. SG Massen blieb zwar immer in Schlagdistanz, hatte aber bei Tempogegenstößen und der schnellen Mitte eine schlechte Torausbeute. Die Soester zeigten gelungene Spielzüge und gingen mit einem 21:19-Vorsprung in den zweiten Durchgang. Da der Gast aus Soest aber erst nach acht Minuten zum ersten Tor kam, war die Führung futsch. Die letzten zwölf Minuten verliefen kämpferisch. Soests zwei Tore in der Schlussphase waren zu wenig, Massen spielte den Vorsprung mit einer guten Torwartleistung clever runter und sicherte sich die beiden ersten Punkte.
Soester TV: Wieczorek (51. Hermes) – Florian Werkmeister (7/2), Lammert (5/1), Förster (5), Christian Damman (3), Yannick Damman (3), Patrick Werkmeister (2), Westermeier (2), Gross (2), Nienhaus (1)

 RSV Altenbögge – Königsborner 34:26.Der RSV Altenbögge erfüllte gegen den punktlosen Aufsteiger  aus Königsborn seine Pflichtaufgabe. Vor allem in der ersten Halbzeit boten die Gastgeber über weite Strecken guten und erfolgreichen Handball. 5:3 und 10:6 waren erfolgreiche Zwischenstationen der Altenbögger Führung. Offensichtlich schlich nach einer 20:11-Pausenführung etwas der Schlendrian bei den auf Platz drei vorgerückten Altenböggern ein. Hinten verlor die Mannschaft die Sicherheit und vorne wurde nicht mehr so getroffen. Der Aufsteiger witterte seine Chance und kam nach vierzehn Minuten auf 24:19 heran, zumal Torwart Dirk Joneleit erst nach einer Anlaufzeit die Hand an die Bälle bekam. Zu einer Wende kam es aber nicht, der RSV holte sich eine Führung von sieben Toren zurück und brachte über 28:20, 32:25 und 34:26 den Erfolg sicher nach Hause.
RSV Altenbögge: Springhoff (31. Joneleit) – Althaus (1), Bettermann (2), Bettermann (2), Beutner (8/3), Geckert (5), Stracke (10/1), Bayramovic (3), Lublow (2), Pflug /3), Michalik, Pieper, Florian, Richter
Königsborner SV: Korves, Gringel – Jablonski (2), Deutsch (7), Reinke (3), Voss (2/1), Nicolaiczuk (5), Gockel (3), Kohl, Fahrenbruch (1), Schollmeier (4/2), Tecklenburg

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