SuS Oberaden: Schlechter kann man sich vor eigenem Publikum nicht präsentieren

SuS Oberaden: Schlechter kann man sich vor eigenem Publikum nicht präsentieren

Handball-Oberliga SuS Oberaden – LIT Tribe Germania 18:34 (9:15). Nach dem Spiel gegen den Tabellenführer aus Nordhemmern kam eine gnadenlose Analyse von Spielertrainer Alexandros Katsigiannis, der sich am Samstagabend auf das Coaching beschränkte. „Es war eine engagierte, couragierte erste Halbzeit. Aber durch einfache technische Fehler bringen wir uns selber aus dem Konzept.“ Dazu kam wieder die alte SuS-Schwäche, die Chancenverwertung. Alleine vier Strafwürfe wurden teilweise kläglich vergeben. Insgesamt zählte Katsigiannis sieben Hundertprozentige, die nicht verwertet wurden.

„Was dann in der zweiten Halbzeit passierte, dazu fehlen mir die Worte. Heute ist ganz deutlich geworden, wer Oberliga spielen kann und wer nicht. Schalke war schon unterirdisch, aber das heute war die Krönung. Schlechter kann man sich vor eigenem Publikum nicht präsentieren. Das war wirklich erschreckend und da nehme ich auch kein Blatt vor den Mund. Es war einfallslos, ideenlos was wir von der 30. bis 50. Minute gespielt haben. Einstellung und Einsatz waren da überhaupt nicht mehr vorhanden. Ausnahme Börge Klepping, der fünf Gegenstöße in Folge hielt und vollkommen in Stich gelassen wurde. Vielleicht hätte ich als Spielertrainer spielen müssen. Mit solch einer Leistung werden wir es nicht nur schwer haben, die Chance auf den Klassenerhalt tendiert, wenn es so weitergeht, gegen null.“ So die schonungslose Urteil von „Katze“.

Der Spielverlauf ist schnell beschrieben. Erst in der 6. Minute fiel das erste Tor – für den Gast. 120 Sekunden später verkürzte Bastian Herold zum 1:2. Bis dahin wurden schon zwei Fahrkarten vom Siebenmeterpunkt geworfen. Nach 11 Minuten beim Stand von 1:3 brachte „Alex“ jeweils den siebten Feldspieler. Das ging auch neun Minuten gut, bis die Gäste innerhalb von kurzer Zeit aus dem 6:8 ein 6:11. Bis zum Pausenstand fand der von der Germania geworfene Ball den Weg viermal ins leere Tor der Gastgeber.

Zwei weitere Empty-Goal-Treffer durch den Tabellenführer läuteten den Untergang der an diesem Tag zahnlosen „Cobras“ ein. Acht Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da führte „Tribe“ erstmals mit zehn Toren, wobei sie durch teilweise dilettantische Fehler gerade zum Torewerfen eingeladen wurden. Nach einer guten Dreiviertelstunde betrug der Abstand schon 13 Treffer und drei Minuten vor dem erlösenden Schlusspfiff gar 16. Dieser Abstand blieb bis zum Ende des Trauerspiels.

SuS: Klepping, Makus (nur bei Siebenmetern); Lauber (5), Noe (1), Herold (3/1), Katsigiannis (n.e.), P. Stennei (2), Braach, B. Stennei (4), Holtmann (1), Roßfeldt (2), Fehring, Wegelin.

Bild: Oberadens Nico Wagner versucht in diese Szene den  LIT-Angriffsversuch zu stoppen.

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