Süßes oder Saures? HSC-Horror-Heimbilanz soll zu Halloween gegen Gütersloh enden

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Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC – FC Gütersloh (Sonntag, 31. Oktober, 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede. Nimmt die Horror-Heimbilanz des HSC von vier Niederlagen und keinem einzigen Punktgewinn passend zu Halloween ein Ende? Oder macht der FC Gütersloh das Montanhydraulik-Stadion wie viel zu oft in der Spielzeit 21/22 zu einem Ort des Grauens für alle, die es mit dem HSC halten?  Süßes (drei Punkte) oder Saures für den HSC – die Antwort wissen nur die Geister.

Gespenstische Serie des HSC

Geradezu gespenstisch muten die Serien des HSC an. Viermal in den letzten fünf Spielen verließ der FC Gütersloh den Rasen als Sieger, während der Holzwickeder Sport Club in dieser Zeit sieglos blieb. Noch detaillierter und für den HSC furchterregend: Der FC Gütersloh reitet auf einer Erfolgswelle und verließ den Platz in den letzten drei Spielen als Gewinner. Dagegen siegte der Holzwickeder Sport Club schon seit sechs Spielen nicht mehr. Der HSC rangiert mit sieben Zählern derzeit nur auf Platz 17 und damit dem ersten Abstiegsplatz, während der FC Gütersloh zehn Punkte mehr vorweist und damit den vierten Rang einnimmt. Auch in Sachen Tordifferenz sieht es düster für den HSC aus. Mit erst neun erzielten Toren gibt es in der Offensive jede Menge Nachholbedarf. Und bei 22 Gegentreffern und damit pro Spiel über drei ist auch die Defensive nicht gerade sattelfest. Anders der Gast aus Ostwestfalen. Dessen Hintermannschaft ist das Prunkstück mit erst sieben Gegentreffern.

Bilanz gibt ein wenig Hoffnung

Hoffnung schöpfen kann der HSC aus der bisherigen Bilanz gegen den FCG, der am vergangenen Sonntag Rhynern mit 2:1 besiegt hatte.  Am 27. Oktober 2019 gab es für den HSC einen 1:0-Auswärtssieg im Gütersloher Heidewaldstadion und am 16. September 2018 zuhause ein 3:0. Gütersloh siegte am 15. Mai 2019 im heimischen Heidewaldstadion mit 2:0.

„Konzentration endlich einmal über 90 Minuten hochhalten und nicht in Rückstand geraten“

Wie man die Ostwestfalen bezwingen kann, zeigt HSC-Co-Trainer Daniel Frieg gegenüber sku auf. „Wenn wir 90 Minuten konzentriert und ohne individuelle Böcke durchspielen, werden wir auch wieder Punkte holen, da bin ich überzeugt“, sagt er. Wichtig sei auch, einmal nicht wie in den bisherigen Spielen mit 0:1 in Rückstand zu geraten. Und Situationen, bei denen man sich den Ball förmlich selber ins Netz lege dürfe es auch nicht mehr geben.

Personell sieht es beim HSC weiter angespannt aus. Allerdings ist Abhilfe in Sicht, denn Philipp Schmidt und Leon Gensicke sind nach ihren Verletzungen wieder im verschärften Training.

FCG: Manstein mit dem starken Linken und Yahkem als Unruheherd in der Offensive

Im Viertelfinale des Kreispokals unterlag der FCG vor kurzem dem Landesliga-Tabellenführer FC Kaunitz mit 1:2. Besserung gelang dann wenige Tage später – wenn auch etwas glücklich. Gütersloh siegte mit 2:1 am vergangenen Sonntag vor 678 Zuschauern gegen ein starkes Rhynern. In der letzten Minute des Spiels verschoss Rhynern gar noch einen Elfmeter.  Auf einige Spieler wird der HSC besonders aufpassen müssen. Tim Bannink (Nummer 16) mit einem starken linken Fuß schießt brandgefährliche Diagonalpässe, die zielsicher ankommen. So entstand auch das 1:0 gegen Rhynern durch Alexander Bannink (Nummer 39), einen ebenfalls begnadeten Kicker. Eine richtige Entscheidung von Trainer Julian Hesse war es auch, Eric Yahkem (Nummer 8) in die Sturmspitze zu stellen. Auffallend bei ihm ist, neben einer ausgezeichneten Technik, das ständige „Rudern“ mit den Armen, das die Verteidiger sichtlich irritieren. Auffallend aber war auch beim FCG, dass es in der zweiten Hälfte gegen Rhynern einen deutlichen Leistungsabfall gab und Bälle immer wieder zurück Richtung eigener Viererkette gingen und nach vorne recht wenig ging. „Insgesamt sind wir stabil in die Saison gekommen. Wir bleiben bescheiden, arbeiten hart und wollen in jedem Spiel die große vorhandene Qualität unserer Spieler auf den Platz bringen“, sagt Julian Hesse.

Gütersloh setzt Fanbus nach Holzwickede ein

Auf die Anfeuerungen der eigenen Fans kann er sich verlassen: Die 3. Mannschaft des FC Gütersloh setzt einen Fanbus ein und wirbt mit „einer zusätzlichen Stunde durch die Zeitumstellung“ und die Aussicht auf einen Feiertag (Allerheiligen) am darauffolgenden Montag, 1. November.

Schiri Exner mit Dissertation zur rechtlichen Relevanz von Foulspielen im Fußball

Florian Exner, der vom Verband eingesetzte Unparteiische für die Begegnung in Holzwickede, kennt sich mit Recht und Ordnung bestens aus. Hauptberuflich arbeitet der Drittliga-Referee als Rechtsanwalt. Bald darf er, wenn alles gut geht, den Doktor-Titel tragen. Er arbeitet an einer Dissertation mit dem spannenden Sportrechtsthema „Foulspiele auf dem Fußballfeld – ein strafrechtsfreier Raum?“ In diesem Rahmen befragte er Schiedsrichter und wertete Spielberichtsbögen aus und schaute sich auch so manchen Fall insbesondere im Amateurbereich an, wo aus folgenschweren Foulspielen am Ende Zivil- und Strafrechts-Prozesse wurden. Exner, der für Blau-Weiß Beelen pfeift, ahndet selber zwischen 20 bis 40 Foulspiele pro Match – die aber in aller Regel keine Folgen für den Foulspielenden vor einem ordentlichen Gericht haben.

Bildzeile: Vor fast exakt zwei Jahren gab es das letzte Aufeinandertreffen des HSC und des FCG. Am 27. Oktober 2019 siegte der Holzwickeder SC mit 1:0 bei den Ostwestfalen. Anschließend gab es eine Ehrenrunde zu den Fans.

 

 

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