Sturz nach Startrekord für Laura Nolte zum Weltcup-Auftakt in Sigulda

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Unnaer Bobpilotin kippt im ersten Lauf in der Ausfahrt Kurve 13

Bobsport: Es ist wieder passiert – und wieder in Kurve 13. Der Weltcup-Auftakt in Sigulda/Lettland verlief mehr als ärgerlich für Bobpilotin Laura Nolte (BSC Winterberg). Ein Sturz im ersten Lauf verhinderte eine gute Platzierung im Corona bedingt schmalen Feld von neun Zweierbobs in Sigulda. Erinnerungen aus dem Vorjahr, wo Nolte ebenfalls in Sigulda stürzte, kamen auf.

Dabei sah es zunächst sehr gut aus. Zusammen mit Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) legte Nolte eine unglaubliche Startbestzeit im ersten Lauf von 4,21 Sekunden hin, lag damit um 15 Hundertstel vor der späteren Siegerin Mariama Jamanka und unterbot nebenbei den bisherigen Startrekord der Rumänin Andreea Grecu um eine Hundertstel. Mit viel Tempo ging es weiter in die enge lettische Bahn. Doch bei der Ausfahrt von Kurve 13 zu 14 ging es zu hoch hinaus. Ein Sturz folgte und der Bob rutschte auf der Seite bis ins Ziel. Dieser erste Lauf wurde zwar gewertet, aber mit einem Rückstand von über 11 Sekunden auf die Führenden hatten Nolte/Levi mit dem Rennausgang naturgemäß nichts mehr zu tun. Auf den zweiten Durchgang verzichtete das unverletzte Bobduo.

Olympiasiegerin Mariama Jamanka fährt auf Platz eins

„Das ist natürlich nicht das, was ich sehen möchte. Aber die Bahn in Sigulda ist sehr selektiv. Da hat es in der Trainingswoche schon jede Menge Stürze gegeben“, sagte NWBSV-Landestrainer Andreas Neagu. Nolte war die einzige aktuelle Athletin aus dem NWBSV bei diesem ersten Weltcuprennen. Siegerin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) ging erstmals in diesem Winter mit Anschieberin Vanessa Mark (TuS Eintracht Wiesbaden) auf die Bahn. Annika Drazek(TV Gladbeck) setzte dieses Mal aus. „Weil die eigentliche zweite Anschieberin von Jamanka, Kira Lipperheide (ebenfalls TV Gladbeck), derzeit verletzungsbedingt ausfällt, war die Belastung im Vorfeld für Annika Drazek sehr hoch. Die Entscheidung auszusetzen und die Akkus aufzuladen ist vernünftig“, erklärte NWBSV-Landesathletiktrainer Heiner Preute.

Hinter Jamanka landeten Kathrin Beierl (Österreich) und Kim Kalicki (TuS Wiesbaden) auf den Plätzen zwei und drei. Der sportliche Wert des Rennens war schon vor dem Start fraglich. Mit neun Schlitten aus den Nationen Schweiz, Polen, Rumänien, Österreich und Polen war es eher ein Europacup-Rennen. Die Topnationen aus den USA, Kanada und Russland fehlten allesamt. Nächste Woche steht erneut in Sigulda der zweite Weltcup des Winters an (pst).

Bildzeile: Laura Nolte im Pech – sie stürzte zum Weltcup-Auftakt in Sigulda.

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