Strafstoß in der 80. Minute beendet Holzwickeder Erfolgsserie in Herne

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Fußball-Westfalenliga 2: Westf. Herne – Holzwickeder SC 1:0 (0:0). Dass eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage irgendwann mal reißen kann und noch dazu beim Spitzenreiter, ist nichts Ungewöhnliches. Und doch: Kaum jemand hätte sich darüber geschweren können, wenn der HSC einen Punkt aus Herne entführt hätte, statt durch einen Foulelfmeter zehn Minuten vor Spielende zu verlieren. „Wir fahren erhobenen Hauptes nach Holzwickede“, erklärte HSC-Coach Axel Schmeing in der abschließenden Pressekonferenz, sein Herner Antipode Christian Knappmann ergänzte: „Der HSC steht zu Recht im oberen Tabellendrittel!“

Diesem Urteil des Herner Linienchefs wurden die Holzwickeder vor allem im ersten Abschnitt gerecht, der größtenteis von den Blau-Grünen bestimmt wurde – leider aus ihrer Sicht nicht mit dem erforderlichen (und möglichen) Erfolg. In der 13. Minute konnte sich Mike Hibbeln aber ebenso wenig gegen SCW-Keeper Carpentier durchsetzen wie zwölf Minuten später auch Marcel Duwe, und ein Schuss von Robin Schultze in der 31. Minute wurde noch entscheidend abgeblockt. Da waren die Möglichkeiten der Gastgeber schon zahlenmäßig geringer. In der 26. Minute hämmerte Marco Onucka am HSC-Tor vorbei, und in der 35. Minute scheiterte Fatmir Ferati mit einem Foulelfmeter am glänzend reagierenden Kevin Beinsen. Hier hatte der Unparteiische Philipp Holzenkämpfer (Wallenhorst) auf den Punkt gezeigt, als Dennis Schultze-Adler Hernes Sebastian Mützel attackierte und dieser dankbar „abhob“.

Im zweiten Abschnitt ging die Westfalia ernergischer zu Werke, kam aber kaum zum Zuge. Im Gegenteil: Die erste klare Möglichkeit gehörte in der 57. Minute erneut den Gästen, doch Alihan Kurgans Schlenzer ging um Zentimeter am Herner Gehäuse vorbei, Auch bei einem Gewaltschuss von Zé Mertens in der 76. Minute fehlte nicht viel. Dazwischen lag in der 66. Minute allerdings eine hundertprozentige Chance der Hausherren, die von Karim Bouasker auf der Torlinie  vereitelt wurde. Und dann die 80. Minute, in der Holzwickedes Yannis Schwarze wohl etwas zu ungestüm in ein Luftduell mit Onucka ging, Ferati diesmal die Nerven behielt und Beinsen beim Strafstoß verlud. Allerdings räumte SCW-Trainer Knappmann ein: „Den Elfer hätte ich nicht gepfiffen!“ Wie dem auch sei: Es blieb beim knappen Herner Suieg, zumal ein Schuss von Mertens in der 87. Minute übers Tor gelenkt wurde.

Die Partie im Stadion am Schloss Strünkede begann für die Gäste im Übrigen recht frustierend, denn die Herner quartierten sie aus einer freien und geräumigen Gästekabine im Hauptgebäude vor allem auf Grund  einer lautstarken und von Türenknallen begleiteten Anweisung des Westfalia-Coaches kurzerhand in eine andere Kabine im Nebengebäude um, die selbst von E-Junioren als äußerst knapp bemessen empfunden worden wäre…

Trainerstimmen
Axel Schmeing (HSC):
Am Ende war der Herner Sieg sicherlich nicht ganz unverdient, auch wenn es ärgerlich ist, gegen den Spitzenreiter 80 Minuten mitgehalten zu haben und dann durch ein Elfmetergeschenk unsererseits zu verlieren. In der 1. Halbzeit hatten wir Vorteile.
Christian Knappmann (Westf.): Die ersten 25 Minuten gingen klar an den HSC. Später hat Holzwickede brutal gut verteidigt. Den Elfmeter zum 1:0 hätte ich nicht gepfiffen. Insgesamt war der HSC die Mannschaft, gegen die wir uns bisher am schwersten getan haben.
SCW: Carpentier – Temme, Klaas (46. Kaya), Strteit (28. Gumpert), Kühn, Onucka, Trisic, Mützel, Zaskoku, Rieker, Ferati
HSC: Beinsen – Schwarze (86. Üstün), Bouasker, Kaiser, Schultze-Adler, Schultze, Grasteit (80. Hahne), Duwe, Hibbeln (83. Pfaff), Kurgan.
Tor: 1:0 (80.) Foulelfmeter Ferati

Bild: Die HSC-Abwehrspieler Karim Bouasker und Christopher Kaiser bedrängen hir einen Herner Spieler.

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