Stina Kissing: Erfolgreicher Ausflug auf die 2000 Meter – Härtetest bestanden

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Leichtathletik: Was geht über 2000 Meter? Die 15-jährige Stina Kissing vom VfL Kamen, bereits dreimal Westfalenmeisterin über 800 Meter, hätte diese Frage fast mit einem Paukenschlag beantwortet und erneut ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Bei den Westfälischen Langstrecken-Meisterschaften im Dortmunder Stadion Rote Erde wurde sie aber noch unmittelbar vor der Ziellinie abgefangen und in dem dramatischen Finish Zweite.

Stina trainiert derzeit vor allem auf Schnelligkeit mit dem Ziel, Anfang August bei den Deutschen Meisterschaften über 800m vorn mitzumischen. Der Ausflug auf die 2000 Meter war mehr ein Härtetest und der 15-Jährigen war der Respekt vor der langen Strecken auf den ersten Runden im Stadion Rote Erde auch anzumerken: Sie ließ die Paderbornerin Kea Wagemann erst einmal davon ziehen… bis die letzte Runde eingeläutet wurde. Dann zog die VfL-Läuferin plötzlich mächtig an und holte mit einem beeindruckenden Zwischenspurt den 25-m-Rückstand auf. Und einmal in Schwung und mit ein bisschen Übermut übernahm sie sogar 150 Meter vor dem Ziel die Führung. Auf der langen Zielgeraden wurden dann aber doch die Beine schwer und die Paderbornerin kämpfte sich noch einmal heran und gewann schließlich ganz knapp mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung.

Unzufrieden waren Stina Kissing und Trainer Thomas Wilking aber gleichwohl nicht, hatten sie doch gar nicht damit gerechnet, dass sogar der Meistertitel in Reichweite war. Auch die Zeit von 7:02,77 Minuten, das sind 17 Sekunden schneller als im Vorjahr, verweist auf einen gelungenen Härtetest. Weiter geht es jetzt mit Wettkämpfen über 100 und 800 Meter.

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