SSVer Kloeter und Nink haben 3:3 auf dem Fuß – HSV steht im Finale

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Fußball- Kreispokal, Halbfinale: SSV Mühlhausen-Uelzen  – SV Holzwickede 2:3 n. Verl. (2:2). Die 120. Minute: SSV-Stürmer Tim Kloeter läuft auf das Holzwickeder Tor, wird abgedrängt und von dem herauslaufenden HSV-Schlussmann Kevin Loke im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter  Michael Wellmann (SuS Kaiserau) zögert keine Sekunde. Ein klares Foul, Pfiff – Strafstoß. Tim Kloeter läuft an, schießt, Loke pariert. Der Ball kommt zu Olli Nink, der setzt die Lederkugel aus acht Meter freistehend neben das Tor. Vorbei die dicke Chance für Mühlhausen zum 3:3-Ausgleich und zum möglichen Elfmeterschießen.

„Ich habe zu lange überlegt, wie ich den Ball rein schießen wollte“, erklärte nach dem Abpfiff Olli Nink zu seiner unglücklichen Szene in der Schlussminute der Verlängerung. Die rund  200 Zuschauer im Mühlbachstadion hatten sich bereits auf ein alles entscheidendes Elfmeterschießen gefreut. 90 Minuten und auch in der Verlängerung  hatte der SSV  dem Favoriten Paroli geboten. Zwar hatte der Westfalenligist mehr Spielanteile zu verzeichnen,  doch mit guter Raumaufteilung und klugen  Konterangriffen blieb der Landesligist immer gefährlich.

Nach 13 Minuten brachte ein Freistoß-Tor von Fatih Dündar den HSV in Führung. Stephen Hutmacher nahm einen langen Pass von „Pele“ Seidler auf, lief ein paar Schritte und zieht aus 16m erfolgreich ab. 1:1 (32.), Und es kam noch besser für die Gastgeber: Holzwickedes Christopher Kaiser vertändelt den Ball, den angelt sich Sebastian Held, spielt sich auf rechts durch, läuft und läuft und schließt ab zum 2:1 (43.). Sitki Üstün stellt das 2:0 mit einem satten Distanzschuss her (58.) her. Dieses Ergebnis hatte bis zur 90. Minute und auch nach der ersten Verlängerung Bestand. Dann schießt  Than Tan Tran  aus halbrecher Postion zum 3:2 ein (114.).

Der HSV steht damit im Finale und muss nun auf den Sieger der Partie Westfalia Rhynern- IG Bönen (noch kein Termin) warten.  Dem SSV bleibt auch noch die Chance auf den Einzug in den Westfalenpokal. Dann muss er nämlich das Spiel um den dritten Platz siegreich gestalten. In diesem Jahr stellt der Fußballkreis Unna/Hamm drei Teilnehmer für den Westfalenpokal.

Trainerstimmen

Hartmut Sinnigen (SSV): „Wir haben uns gut verkauft und eine unglückliche Niederlage hinnehmen müssen.  Ein Sieg für uns wäre auch nicht unverdient gewesen. Wir haben nicht so viele Chancen zugelassen. Unsere Abwehr hat diesmal gut operiert. Wir sind zu unserem alten System zurückgekehrt. Das hat super geklappt. Patrick Szymaniak hat ein ganz starkes Spiel gemacht. Mit etwas mehr Glück hätte es auch noch zu mehr gereicht. Sebastian Seidler hatte ein gute Chance in der Schlussphase und der Elfer von Tim Kloeter hätte sitzen können wie auch der Nachschhuss von Olli Nink. Ich hoffe, dass die 120 Minuten nicht zu viel Substanz gekostet haben.“

Marc Woller (HSV):  „Das war eine schwere Geburt. Am Ende war der Sieg für uns verdient. Wir hatten mehr Spielanteile. Der SSV hat sehr gut gestanden und gut gekontert. Da war es sehr schwer für uns durchzukommen. In der 1. Halbzeit war unser Zweikampfverhalten kritikwürdig und wir haben individuelle Fehler gemacht.  Kevin Loke hat seinen Fehler, der zum Elfmeter führte, dann wieder ausbügeln können. Zum Schluss stand das Glück auf unserer Seite. Wir werden die 120 Minuten bis zum Sonntagspiel kompensieren können und mehr generieren.“

SSV: Müller, Hutmacher (83. Nink), Wenz, Kumor (79. Özgüc), Tost, Szymaniak, Kloeter, Held (67. Kwiotek, Seidler, Rentsch, Morch.
HSV: Loke, Haumer, Köhler, Dündar (82. Hesse), Tran, Kaczmarek, Ernst (74. Franz), Lenz, Üstün (116. Aktas), Hense, Kaiser.
Tore: 0:1 (13.) Dündar,1:1 (32.) Hutmacher, 2:1 (43.) Held, 2:2 (58.) Üstün, 2:3 (114.) Tran.
Bes. Vork.:  Loke hält Strafstoß von Kloeter (120.).

Bild: Marcel Stutter (li.), Fußball-Profi beim holländischen Ehrendivisionisten NEC Nijmegen, ließ sich  im Mühlbachstadion bei seinen alten HSV-Mannschaftskollegen – hier mit Semir Devoli – blicken.

 

 

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