SSV: Zu viele Baustellen

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Fußball-Landesliga: Die Talfahrt beim SSV Mühlhausen-Uelzen hält an. Gegen Tabellennachbar Stockum gab es am Sonntag nach einer äußerst schwachen Leistung die nächste Niederlage. Das heißt: Der SSV muss jetzt den Abstiegskampf annehmen. Nur noch sieben Zähler beträgt der Abstand zum ersten Abstiegsplatz. „Bei uns gibt es einiges zu tun“, weiß das SSV-Coach Hartmut Sinnigen nicht erst seit Sonntag.

Zwar ist die personelle Situation weiterhin alles andere als gut, aber der  desolate Auftritt gegen Stockum, auch spielerisch, gibt doch zu denken.“ Außer Rand und Band ist derzeit die Abwehr, die durch die Verletztenmisere immer wieder umgebaut werden muss. „Ich habe sie noch nie so schlecht gesehen“, haderte nicht nur das Trainerteam. Die Krönung dessen waren zwei Eigentore. Aber auch mit der Offensive ist derzeit nicht viel Staat zu machen. Seit Wochen ist sie abschlussschwach. Bezeichnend, dass ein Abwehrspieler, nämlich Dennis Tost, beide Treffer erzielte. Hartmut Sinnigen wechselte ihn zur Halbzeit ein, nachdem Tost vorher signalisiert hatte, nach ersten Trainingsversuchen nicht über die volle Spielzeit fit zu sein. Verständlich. Auch Sebastian Held (Bild li.) biss auf die Zähne, stellte sich trotz Schmerzen zur Verfügung. „Lobenswert ihre Einstellung“, zieht Sinnigen den Hut vor ihrem Engagement. Patrick Szymaniak kann derzeit berufsbedingt nicht voll trainieren. Oliver Nink erhielt nach seinem Autounfall vom Arzt kein „grünes Licht“ für einen Einsatz. Das Mittelfeld war gegen Stockum nicht präsent und ließ den beileibe nicht so starken Gegner – Sinnigen: „Gegen die darfst du normal keinen Punkt abgeben“ – spielen. Viele Baustellen beim SSV.

Das einzige Positive, was Mühlhausen aus diesem verkorksten Spiel gegen Stockum mitnehmen kann, ist die Tatsache, dass man sich auch nach dem 0:3 nicht aufgegeben hat. Am Mittwoch müssen die SSV-Kicker schon wieder ran. Dann steht das Halbfinale im Kreispokal im Mühlbachstadion gegen Nachbar SV Holzwickede an.

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