SSV verschafft sich mehr Luft im Abstiegskampf

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Fußball-Landesliga: Helle Freude herrschte beim SSV Mühlhausen-Uelzen nicht nur bei den drei Toren im Heimspiel gegen den Tabellendritten Sodingen, sondern vor allem nach dem Schlusspfiff. Ein ganz wichtiger Dreier war unter Dach und Fach, der den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf sechs Zähler anwachsen ließ. SSV-Coach Hartmut Sinnigen hatte seine Mannen angesichts der (noch) prekären Tabellenlage zum Siegen verdammt. Er wählte eine etwas defensivere Taktik mit zwei Viererketten, überraschte damit Sodingen. So ging die erste Hälfte an Mühlhausen mit einer 2:0-Führung. Nach der Pause wurde der Gast stärker, kam auf 1:2 heran und nach dem dritten SSV-Tor (83.), erneut durch Stephen Hutmacher, auch noch einmal auf 2:3. So musste um den Sieg noch einmal gezittert werden. Es ging aber gut.

Hartmut Sinnigen musste kurzfristig umdisponieren. Jan Pfeffer durfte nicht ran, weil sich heraus stellte, dass er in Wanne seine fünften Gelbe Karte erhalten hatte. Spielen durfte dagegen Patrick Szymaniak. Anfänglich glaubte man, dass er mit seiner zehnten Gelben Karte hätte pausieren müssen. Denkste, erst neun Gelbe hatte er auf seinem Kartenkonto. Er konnte auflaufen. Doch „Patti“ handelte sich gegen Sodingen dann doch zum zehnten Mal den gelben Karton ein und fehlt am Sonntag in Haspe. Fehlen wird am kommenden Spieltag auch Phlipp Hoffmann, der in der Schlussminute die Ampelkarte sah. Zeitspiel warf ihm der Unparteiische vor. Sinnigen wollte ihn gegen Tim Kloeter auswechseln, doch das ging dann nicht mehr. Wieder im Lauftraining sind Hakan Sezer und Dennis Tost. Möglicherweise können sie dem SSV in den letzten vier Saisonspielen – Haspe (A), Herbede (H), B.-Liunden (A) und Schüren (H) – noch einmal helfen.

Enttäuschung nach dem Schlusspfiff im Sodinger Lager. „Jetzt brauchen wir uns keine Illusionen mehr zu machen. Hedefspor hat drei Punkte mehr und das bessere Torverhältnis“, hakte SVS-Trainer Franko Pepe das Thema Relegationsrunde zumindest vorerst ab.

Am Sonntag schaffte der SV Brackel die Meisterschaft und damit den ‚Aufstieg in die Westfalenliga. mit einem 4:0-Heimerfolg gegen Wanne. Seit nunmehr 24 Spielen ist Brackel unbesiegt. Das Trainergespann Schmeing/Niedzialkowski  macht weiter, während Torjäger Ambacher zum Oberligisten ASC Dortmund wechselt.

Bild: Ergeben wollte sich in dieser Szene SSV-Keeper Jan Robin Stiepermann (li.) auf keinen Fall gegen Sodingen – er gehörte wieder mit zu den Aktivposten seines Teams.

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