SSV trägt nach 20 verhängnisvollen Minuten die Rote Laterne

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Fußball-Landesliga: Die Vorzeichen vor dem Heimspiel des SSV Mühlhausen-Uelzen gegen Obersprockhövek waren schon nicht besonders gut. Wichtige Spieler fehlten oder waren noch nicht richtig fit. Und dann die bisher schlechte Bilanz. Keines der letzten vier Spiele konnte der SSV gewinnen. Auch das fünfte ging „in die Hose“. 2:5 hieß es am letzten Freitag im Mühlbchstadion. Die sechste Saison-Niederlage, eine vermeidbare zudem. Denn: Der SSV führte zur Pause 2:0 und gab den Dreier nach der Pause binnen 20 Minuten wieder aus der Hand.

Ausschlaggebend war wohl der Elfer in Minute 53, der auch vermeidbar war. Denn: SSV-Keeper Schiffer kam zu spät aus seinem Kasten, rasselte mit dem Obersprockhöveler Diaby zusammen und der Schiri zeigte auf den Punkt. Eine äußerst umstrittene Entscheidung. Danach war die Mühlhausener Abwehr außer Rand und Band, kassierte bis zur 73 Minute noch vier weitere Gegentreffer. Unerklärlich. Statt angesichts des Vorsprungs hinten „den Laden dicht zu machen“, spielte man weiter nach vorne, so unter dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“, und war bei den Gegenangriffen des Gegners völlig ungeordnet, wurde ausgespielt. Das hätte man taktisch anders lösen können, ja müssen. Eine böse Schlappe, und die Mannschaft musste damit die Rote Laterne übernehmen. Da werden Erinnerungen an die letzte Saison wach.

Cheftrainer Dirk Eitzert hat sich für 14 Tage in den Herbsturlaub verabschiedet, übernehmen wird wieder Daniel Frieg für zwei Spiele. Sonntag geht es zum SV Hilbeck und dann muss am 19. Oktober das Kreispokal-Viertelfinalspiel beim Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz-Daberg bestritten werden. Einzig erfreulich, dass sich der Kader wieder füllt. Sezer ist entsperrt, Pfeffer aus dem Urlaub zurück und Kücüyaggci sowie Blume, die beide gegen Obersprockhövel kurzfristig ausfielen, stehen auch wieder zur Verfügung. Hoppe, der sechs Wochen wegen Zahnproblemen nicht trainiert hat, musste am Freitag wegen der akuten Personalnot „ins kalte Wasser geworfen“ werden, kam nach 25 Minuten für den verletzten Boeven ins Spiel. Verständlicherweise konnte er noch nichts Entscheidendes bewegen.

Bild: Enttäuschung bei den Spielern des SSV Mühlhausen-Uelzen nach der 2:5-Heimniederlage gegen Obersprocklhövel.

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