SSV startet endlich mit einem Dreier in die Saison

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Fußball, Landesliga: SSV Mühlhausen-Uelzen – SW Wattenscheid 2:1 (1:0). War das ein Jubel nach dem Schlusspfiff. SSV-Trainer Hartmut Sinnigen ballte die Fäuste, fiel seinem Co-Trainer Martin Bachmann freudestrahlend um den Hals. Die SSV-Spieler jubelten ebenfalls ausgelassen. Ein Saisonstart nach Maß. Der SSV schlägt den starken Westfalenliga-Absteiger Wattenscheid 2:1. Die Tore machten Manuel Stiepermann vor und Nick Kwiotek nach der Pause. Die junge Mühlhausener Abwehr ließ dagegen nur einen Treffer zu. Das reichte in der Endabrechung. In der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften im Mittelfeld zwar ansehnlich, ließen auch den Ball laufen, aber nur bis zum gegnerischen ‚Strafraum. So blieben Strafraum-, sprich torgefährliche Szenen, bis zur 40 Minute aus. Just in dieser Minute verzeichnete der SSV die erste Chance: Ein langer Ball kommt auf Manuel Stiepermann, der nimmt die Lederkugel gekonnt an, legt sie sich von rechts auf links, zieht halbrechts aus etwa zwölf Meter ab – und der Ball fliegt ins lange Eck. 1:0, die Führung.

In Minute 52 hat Nick Kwiotek die Riesenmöglichkeit auf 2:0 zu erhöhen – freistehend schießt er den Wattenscheider Keeper an. Im Gegenzug passiert es. Die Gäste kommen nach vorne, die SSV-Abwehr kann nicht entscheiden stören, sodass Dücker den Ausgleich besorgt. Mühlhausen schüttelt sich, zeigt sich nicht beeindruckt. Nur vier Minuten später ist es erneut Kwiotek, der wieder freistehend auf das gegnerische Tor zuläuft und dieses Mal nutzt er seine Chance besser. 2:1. Und als M. Stiepermann in der Schlussphase eine weitere Hundertprozentige nicht verwerten kann, müssen die Hausherren bis zum Schlusspfiff zittern. Wattenscheid drängt, drückt, aber der sichere Jan-Robin Stiepermann kann seinen Kasten sauber halten. Dann der erlösende Schlusspiff. 2:1 gewonnen. Der erste Dreier der Saison und gleich die Tabellenführung. Das war in den vergangenen Spielzeiten anders: Da musste man sich zum Auftakt stets geschlagen geben. Insofern ein Novum. Grund genug, abends bei der 65-Jahrfeier das eine oder Siegerbierchen zu trinken.

Trainerstimmen
Hartmut Sinnigen (SSV)): „Ich bin natürlich happy über den Heimerfolg. Wir gingen in den letzten 15 Minuten auf dem Zahnfleisch. Den Sack mussten wir eher zumachen. Wir lassen das 2:0 aus und werden im Gegenzug ausgekontert. Auch nach dem 2:1 mussten wir nachlegen. Chancen waren dazu da. Insgesamt war es ein gutes Spiel meiner jungen Truppe, sie hat gut gekämpft. Endlich mal ein Dreier zum Auftakt der Saison. Das war in den letzten Jahren nicht so der Fall.“
Sergio Alievi (SWW): „Die Mannschaft war nicht schlechter als Mühlhausen. Durch zwei individuelle Fehler haben wir es dem Gegner leicht gemacht, zu Toren zu kommen. Da fehlte die Zuordnung. Wir haben alles versucht, das mögliche 2:2 aber nicht mehr geschafft. Wir haben eine neue Elf, die braucht noch ein bisschen Zeit.“

SSV Mühlausen: Jan Robin Stiepermann, Tom Wycisk (87. Mark), Kruse, Rosemeyer, Szymaniak, Kwiotek, Manuel Stiepermann, Hoffmann, Rentsch (70. Pannek), Moussa (67.) Rene-Pascal Stiepermann), Krahn.
SW Wattenscheid: Möller, Dücker, Grabienski, Majid, Strehlau, Dede (46. Karatas), Seniecel Bachari (74. Bingker), Wieck, Balep Hateke, Sari, Beimborb (65. Tasbas).
Tore: 1:0 (40.) M. Stiepermann, 1:1 (52.) Dücker, 2:1 (56.) Kwiotek.

Bild: Wieder ein Aktivposten beim SSV – Pascal Krahn (li.)

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