SSV bäumt sich nicht gegen die Niederlage auf

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Fußball-Landesliga: Tiefer geht der Fall eigentlich gar nicht. Der SSV Mühlhausen-Uelzen ist Vorletzter, Abstiegsplatz. Eigentlich ist man schon Dauergast dort unten. Doch das scheint bei einigen Kickern noch nicht so recht in das Bewusstsein gelangt zu sein. Wie anders kann man die Körpersprache, die Einstellung., erklären, die man vornehmlich in der 2. Halbzeit in Wattenscheid an den Tag gelegt hat. Kein Kampf, kein Aubäumen gegen die drohende Niederlage. Wie das geht, zeigten die Gastgeber. „Sie waren aggressiver““, das Urteil von SSV-Trainer Dirk Eitzert, „sie wollten mehr als wir, haben gezeigt, worum es geht.“

In diesem Kelleruell ging es nämlich um sehr viel. Ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel, richtungsweisend. Allein das hätte schon für die nötige Motivation sorgen müssen. Doch die Auswärtsschwäche bleibt dem SSV in dieser Saison treu. Am Ende stand wieder einmal eine deprimierende Niederlage in der Ergebnisliste. Und das gegen einen Gegner, der sicherlich nicht höchsten fußballerischen Ansprüchen genügt. So beschreibt es treffend der Kommentator in den SSV-News. Und weiter: Auch diesmal war die spielerische und kämpferische Leistung unserer Ersten nicht ausreichend. Der SSV-Coach setzte hinzu: „Wir haben zu wenig investiert.“

In der ersten Halbzeit hatte Mühlhausen auf dem tiefen Rasen im Wattenscheider Stadion an der Dickebankstraße spielerische Vorteile. Hinzu kam, dass man Chancen, zumeist nach Standards, nicht nutzen konnte. Umstritten die Aktion, die zum Rückstand führte. Abwehrspieler Sebastian Schnee geht statt mit dem Kopf mit einem hohen Bein in einen Zweikampf. Das ahndet der Schiri als Foul und gibt zur Überraschung vieler Elfmeter. Der sitzt und der SSV liegt hinten. Das war die einzige Szene von Wattenscheid vor dem Mühlhausener Tor bis dahin, aber am Ende auch die entscheidende. Danach kam der SSV zwar noch zu weiteren Chancen, so durch Braun, der das 1:1 auf dem Fuß hatte, aber Kampf und Leidenscheid fehlten in den zweiten 45 Minuten. Da hätte mehr kommen müssen. Am Ende stand ein 0:3 und weiterhin Abstiegsnöte.

Am kommenden Sonntag geht der Abstiegskampf weiter. Dann kommt CSV SF Bochum-Linden ins Mühlbachstadion. Die Truppe vom Bochumer Ex-Profi Frank Benatelli verlor zuletzt 0:1 gegen den neuen Tabellenführer BSV Schüren und steht nur einen Zähler (11 Punkte) besser da als der SSV. Auch hier gilt – verlieren verboten.

Bild: Für das kommende Heimspiel gegen Bochum-Linden müssen sich Mustafa Akdeniz (li.) und Hakan Sezer mit ihren SSV-Mannschaftskollegen mehr motivieren, um die so wichtigen Punkte einzufahren.

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