SpVg. Bönen muss die Tabellenführung abgeben

298

Fußball-Kreisliga A1

Wechsel an der Tabellenspitze: Die Rehbusch-Kicker verloren in Lohauserholz und müssen jetzt ihrem Bezwinger den Platz ganz vorne überlassen. Trotz arger Personalnot behält die IG Bönen drei Punkte daheim. Mit 2:1 landet der VfK Rünthe einen wichtigen Erfolg. FC Overberge hatte zahlreiche Tormöglichkeiten, beim späten Ausgleich half Wiescherhöfen noch mit. Klare Sache für TIU Rünthe beim 4:1 gegen Herringen.

TuS Lohauserholz II – SpVg. Bönen 4:2 (2:1). Zum Gipfeltreffen empfing der TuS Lohauserholz II die SpVg. Bönen. Vor dem Spiel war die Ausgangslage klar: Mit einem Sieg hätte die SpVg. den Platz an der Sonne verteidigen und ein Punktepolster aufbauen können. Jedoch unterlag die Maurischat-Elf am „Hölzken“ und musste die Tabellenführung folglich an den TuS abtreten.  Dabei deutete zunächst nichts auf eine Niederlage im Spitzenspiel hin. Bereits in der ersten Minute schoss Gözütok seine Farben in Front. Danach verpasste es die SpVg. den zweiten Treffer nachzulegen. Die Gastgeber kamen nun besser in das Spiel und drehten die Partie durch zwei Konter innerhalb von zehn Minuten (31. und 41.) zu ihren Gunsten. Darüber hinaus musste SpVg.-Trainer Axel Maurischat bereits vor der Halbzeitpause zwei Mal wechseln: Die beiden Innenverteidiger Dördelmann und Holtbrügger wurden verletzungsbedingt ausgewechselt. Auch nach dem Seitenwechsel fehlte der SpVg. das Glück, um das Tor des Gastgebers ernsthaft in Gefahr zu bringen. Erst fing sich die Maurischat-Elf nach einem Konter den dritten Gegentreffer. Danach zirkelte Wittwer den Ball nach einem Freistoß nur gegen den Innenpfosten und postwendend kassierte der Gast auch noch das vierte Gegentor (73.). Zwei Minuten vor Schluss betrieb Wittwer noch etwas Ergebniskosmetik und erzielte den zweiten Treffer der SpVg. (88.).
Trainer Axel Maurischat: „Das war kein gutes Spiel von beiden Mannschaften und auch nicht das zu erwartende Spitzenspiel. Trotzdem hat Hölzken verdient gewonnen. Wir haben Fehler gemacht und wurden dafür bestraft.“
SpVg.: Behrend, Sorge, Karahan, Dördelmann (35. Klinowski), Öncül, Gözütok, Wittwer, Holtbrügger (42. Solakis), Scheibke, Arenz (57. Gniatkowski), Renk.
Tore: 0:1 (1.) Gözütok, 1:1 (31.), 2:1 (41.), 3:1 (49.), 4:1 (73.), 4:2 (88.) Wittwer.
Bester Spieler: Wittwer.

I.G. Bönen – Westfalia Bockum-Hövel 2:1 (2:1). Die I.G. Bönen (Bild) geht derzeit am Stock. Nur zwölf Spieler standen Trainer Gültekin Ciftci vor dem Spiel gegen Bockum-Hövel zur Verfügung, so dass der Linienchef selbst die Fußballschuhe schnüren musste. Dennoch gelang es den ersatzgeschwächten Bönenern die drei Punkte zu Hause zu behalten. Bereits nach vier Minuten erzielte Riefer den ersten Treffer des Spiels. Nach einem Solo hämmerte der Mittelfeldmann die Kugel aus 16 Metern direkt in den „Knick“. Nur zehn Minuten später legte Cakir zum 2:0 nach. Der Stürmer setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und schob den Ball am Gästekeeper vorbei ins Tor. Danach verpasste es die I.G. den Sack zuzumachen. Entweder entschärfte der Schlussmann der Gäste (28.) oder die Latte verhinderte einen weiteren I.G.-Treffer. Kurz vor der Pause fing sich der Gastgeber nach einem „Sonntagsschuss“ den 2:1-Gegentreffer. Nach dem Seitenwechsel machte der Gast aus dem Hammer Norden hinten auf und suchte sein Glück in der Offensive. Jedoch hielten die Ciftci-Mannen dem Druck stand und retteten die Führung über die Zeit. Der einzige Wehrmutstropfen ist die Ampelkarte für Cakir. Er sah das zweite Mal die Gelbe Karte wegen Meckerns (73.).
Trainer Gültekin Ciftci: „Das war ein gutes Spiel. Besonders in der ersten Hälfte haben wir einen guten Fußball gespielt. Wir hätten den Sack nur eher zu machen müssen.“
I.G.: Gökce, Evren, Dogan, Kocaman, Riefer, Yagci, Cakir, Öncül, Ciftci, Acar (56. Duman), Isik.
Tore: 1:0 (4.) Riefer, 2:0 (15.) Cakir, 2:1 (41.).
Beste Spieler: Riefer.

VfK Nordbögge – VfL Mark 2:1 (0:1). Ein Befreiungsschlag ist dem VfK Nordbögge gelungen. Die Juraschuk-Mannen bezwangen den VfL Mark mit 2:1 und konnten so den Abstand zu den Abstiegsrängen vergrößern. Jedoch lief der VfK zunächst einem Rückstand hinterher. Nach einem langen Abstoß des gegnerischen Torhüters kam es zu Abstimmungsproblemen in der VfK-Hintermannschaft. Mark bedankte sich und markierte das 0:1 (22.). Dies war die erste und gleichzeitig auch letzte Torchance der Gäste, die von der ansonsten sehr gut stehenden VfK-Defensive zugelassen wurde. Im Folgenden nahmen die Hausherren das Heft in die Hand bestimmen zunehmend das Spiel. Einzig klare Torchancen konnte sich der VfK nicht herausspielen. In der 85. Minute wurde dann VfK-Spieler Thomas Kuhl zur Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Pannek sicher. Folglich witterte der VfK Morgenluft und drängte auf den Sieg. Mit Erfolg: In der 94. Minute schlägt VfK-Schlussmann Andre Juraschuk einen Freistoß in den Marker Strafraum. Seine Mitspieler behaupten den Ball und Aschmoneit netzt aus kurzer Distanz zum 2:1-Siegtreffer ein.
Trainer Dennis Juraschuk: „Letztlich war der Sieg verdient, auch wenn wir Glück gehabt haben. Wir haben uns den Sieg erzwungen und gute Abwehrarbeit geleistet. Wir wissen, dass wenn wir in Fahrt kommen, schwierig zu spielen sind. Das haben wir gezeigt.“
VfK: A. Juraschuk, Pannek, Kloda, Kromke, Von Glahn, Schneck, Hoffmann (71. Hermyt), Kul, Gronowski (46. Hein), Aschmoneit, Poljsak (46. Lenser).
Tore: 0:1 (22.), 1:1 (85.) Pannek per Strafstoß, 1:2 (90.) Aschmoneit.
Bester Spieler: Pannek.

TuS Wiescherhöfen II – FC Overberge 1:1 (0:0). Ein sehr einseitiges Spiel sahen die Zuschauer. Mit einem Sieg hätte der FCO bis auf Platz drei vorstürmen können. Die Bergkamener waren spielbestimmend,  jedoch fehlte den Pannicke-Schützlingen vor dem Tor das nötige Glück.
Das Spielgeschehen fand von Beginn überwiegend in der Hälfte der Gastgeber statt. Nach einer Kombination von O. Tobio Lemos und Osmanski im Mittelfeld erhielt Brügmann freistehend vor dem Tor den Ball, er schoss jedoch nur den Torwart an. Nur wenig später parierte Wiescherhöfens Schlussmann einen Brügmann-Freistoß glänzend.  Zwar verzeichnete Overberge auch nach dem Seitenwechsel ein deutliches Chancenplus, jedoch ging Wiescherhöfen in Front. Nach einem FCO-Angriff startete man einen Konter und erzielte mit der einzigen Möglichkeit des Spiels den Führungstreffer (75.). Weil auch nach dem Gegentreffer den Bergkamenern das Tore schießen schwer fiel, musste der Gastgeber aushelfen. Ein Eigentor rettete dem FC Overberge zumindest noch einen Punkt (80.).
Trainer Michael Pannicke: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben ein richtig gutes Spiel gezeigt. Es haben nur die Tore gefehlt und die sind halt im Fußball entscheidend.“
FCO: Pelka, Tolga Akbulut, C. Tobio Lemos, Talat Akbulut (80. Goslawski), O. Tobio Lemos, L. Manka, Osmanski (85. Hasan), M. Manka, Berndt, Brügmann, Padurek.
Tore: 1:0 (75.), 1:1 (80.) Eigentor.
Beste Spieler: O. Tobio-Lemos.

TIU Rünthe – SVF Herringen II 4:1 (3:0). Die TIU Rünthe fuhr gegen den SVF Herringen II einen klaren Sieg ein. Bereits nach sieben Minuten brachte Emre Akpinar seine Farben auf die Siegerstraße. Vor der Pause legten jeweils Yussuf Güney (41.) und Ali Bekmezci (44.) noch einen Treffer nach. Auch nach dem Seitenwechsel setzte der Gastgeber seinen Offensivfußball fort. Yussuf Güney machte mit dem 4:0 seinen Doppelpack perfekt (49.). Danach nahm die spielbestimmende TIU den Fuß vom Gaspedal und ließ den Ball viel in den eigenen Reihen laufen. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff erzielte der Gast aus Herringen noch den Ehrentreffer (88.).
Ferdi Ergün (Geschäftsführer): „Ich hätte von Herringen mehr erwartet. Trotzdem haben wir sehr gut gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen. Es waren sehr gute Kombinationen und eine tolle Mannschaftsleistung zu sehen.“
TIU: Rafalski, Sahin, Isiktekin, Kodaman, Karakaya, Bekmezci, Güney (56. Kansu), Kocapinar, Müller (66. Aytekin), Akpinar (72. Halatci), Aydin.
Tore: 1:0 (7.) Akpinar, 2:0 (41.) Güney, 3:0 (44.) Bekmezci, 4:0 (49.) Güney, 4:1 (88.).
Beste Spieler: Güney, Bekmezci. (LS)

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.