Sportpark am Bönener Förderturm nimmt konkretere Formen an – „Drei-Millionen-Spritze“vom Bund

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Fußball: Der geplante Sportpark am Bönener Förderturm nimmt immer mehr konkretere Formen an, ja, er kann Wirklichkeit werden. Anlass dazu gab es kürzlich aus dem Haushaltsausschuss  des Bundesstages in Berlin. Der hat beschlossen, für die Erweiterung des Sportparks die Höchstsumme von drei Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Damit trägt der Bund einen Großteil der Kosten für das wichtige Bönener Sportprojekt, das mit insgesamt 5,27 Millionen kalkuliert wird.

Zwei Kunstrasenplätze mit Sandeinlage sollen im Schatten des Förderturms entstehen. Einer in Ost-West-, einer in Nord-Süd-Ausrichtung. Zwei Bönener Fußballclubs, nämlich IG und die SpVg, sollen dort in einem gemeinsam zu nutzenden Gebäude ihre neue Heimat finden. Die funktionalen Räume sind jedoch voneinander getrennt sind. Im Erdgeschoss sind Büros, Küche Ball-, Lager-, Schiedsrichter- und Versammlungsräume vorgesehen. Über zwei getrennte Treppenhäuser sind Umkleiden und Duschräume zu erreichen. Toiletten gibt es auf beiden Etagen.
Sechs, 16 Meter hohe, einzeln steuerbare Flutlichtmasten mit acht LED-Leuchten (rund 130 Lux pro Platz) sollen für die Beleuchtung sorgen.
Ein 2,50 Meter breiter Umgehungsweg soll in unmittelbarer Nähe zu den Sportplätzen Raum zur Unterbringung von Jugendtoren und Garagen für Material schaffen.
85 Stellplätze für Pkw, Behindertenstellplätze und ein überdachter Fahrradunterstand sind für Besucher eingeplant. Dazu kommt ein Areal für Wohnmobile.

Auf dem Sportpark sollen auch die Stockschießbahnen der SpVg-Abteilung im Randbereich der Anlage untergebracht werden. Außerdem ist eine 250 bis 300 Quadratmeter große Fläche vorgesehen, ein „Calisthenics Park“. Dabei handelt sich um metallene Fitnessgeräte im Freien, an denen mit Hilfe des eigenen Körpergewichts trainiert werden kann. Ein Kunststoffuntergrund dient als Fallschutz. Ebenso soll eine Mountainbikestrecke entstehen.

Neben den drei Millionen vom Bund hat die Gemeinde Bönen zudem aus dem Sofortpakt für Sportstätten schon die Zusage vom Land über 365 000 Euro für die Mountainbikestrecke und die Calisthenicsanlage erhalten. Aus dem Gemeinde-Haushalt sind 2,25 Millionen Eigenanteil für den schlechtesten Fall bereits eingeplant.

Im Rathaus der Gemeinde ist man jetzt sicher, dass man mit den drei Millionen vom Bund jetzt tatsächlich das Gesamtprojekt auf dem ehemaligen Zechengelände umsetzen kann. Nach den ersten Planungsentwürfen laufen derzeit Gespräche mit allen Beteiligten. Die finanziellen Hürden indes dürften genommen worden sein. Konkrete Termine für das weitere Vorgehen stehen jetzt an.

Bildzeile: Zwei Fußballfelder nebst Vereinsgebäude, eine Stockschießbahn, eine Mountainbikestrecke und ein Calisthenics Park sollen in Bönen zwischen Zechenturm und Goetheschule entstehen / Foto Gemeinde Bönen.

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