„Sportliche Champions“ und auch „Alltagshelden“ in den Blickpunkt gerückt – 10. Champions Gala wieder ein Erfolg

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Allgemein: Die Champiosleague-Hymne erklingt. Quasi der Anpfiff zur 10. Champions Gala. Die Brüder Michael und Andreas Tracz fahren auf Star-Bikes ein – und schon geht es los. Zwei Stunden ein Mix aus Sport, Interviews und Unterhaltung prägen wie in den Jahren zuvor das Unnaer Topevent

Der Unterrnehmer Professor Dr. Michael Tracz mit seiner Familie hatte zur 10. Champions Gala eingeladen – und wiederum zahlreiche Gäste aus dem Sport, der Wirtschaft und der Politik fanden sich in der Unnaer Stadthalle ein. Natürlich standen Sportlerinnen und Sportler wie immer im Mittelpunkt. Große Beachtung fanden aber auch die sogenannten „Helden des Alltags“, deren Arbeit nicht so sehr das Licht in der Öffentlichkeit findet, aber in der Ehrenamtlichkeit bewundernswert, nachahmenswert und entsprechend zu würdigen ist.

Der Dortmunder Arjon Kamaj, Box-Westfalenmeister in der Gewichtsklasse bis 67kg, verriet im Interview mit den Brüdern Tracz, dass die Amateure eine höhere Schlagfrequenz haben als etwa im Profibereich. Sein Ziel ist die Bundesliga.
Dass Behindertertensportler/innen trotz ihrers Handicaps auch überragende Leistungen erbringen können, dass zeigen Claudia Schäfer und Andrea Heitmann vom BSC Bergkamen im Bogenschießen auf. Bei der Deutschen DBS-Meisterschaft unterstrich Claudia Schäfers vom BSC Bergkamen ihre Sonderstellung unter den deutschen Bogenschützen. In der Klasse Blankbogen Para wurde sie Deutsche Meisterin. Andrea Heitmann ist mehrfache Landesmeisterin im Recurve Para.
Auf der Bühne in der Stadthalle stand auch Leichtathlet Maximilian Feist- ohne Zwillingsbruder Constantin. Die Lieblingsstrecke des Unnaer Langstreckenläufers sind die 3000mHindernis, wo er in der U23Klasse bei den Deutschen Meisterschaften Platz acht belegte.

HSC strebt die Regionalliga an – KSV Handballdamen wollen 3. Liga halten

Dann schlug die Stunde der Mannschaftssportler/innen. Den Fußball-Oberligist Holzwickeder SC repräsentierten Vorsitzender Udo Speer, Trainer Marc Woller und Spieler Leon Gensicke. So war zu hören, dass ein Umbau im Montanhydraulikstadion in der Planung ist und als Fernziel der Aufstieg in die Regionalliga angetrebt wird. Dabei setzt der HSC vorwiegend auf die Jugend. Speer: „Nur so können wir auf Dauer existieren.“ Leon Gensicke zeigte seinen sportlichen Werdegang auf über den SuS Lünern, SuS Kaiserau, Preußen Münster und jetzt zum Holzwickeder SC. „Ich habe eine gute sportliche Ausbildung genossen“, tat er kund.

Bildzeile: Vom Holzwickeder SC standen Spieler Leon Gensicke, Vorsitzender Udo Speer und Trainer Marc Woller auf der Bühne.

Die Drittliga-Damen des Königsborner SV gehören zu den besten 36 deutschen Handball-Teams. „Vor zwei Jahren sind wir aufgestiegen“, zeigte KSV-Trainer Kai Harbach auf, „und die Klasse wollen wir halten.“ Corona mutete Trainer und Mannschaft – hier waren die Spielerinnen Hannah Wrede und Jona Krollmann vertreten – viel Organisationsgeschick zu unterschiedlichen Trainingszeiten zu. Harbach: „Hut ab vor dem Engagement der Mannschaft.“ KSV-Vorsitzender Bernd Kuropka wies auf die teilweise weiten Fahrten in der 3. Bundesliga hin, sucht Sponsoren, um das alles finanzieren zu können. Auch brauche die Mannschaft neue, vor allen Dingen junge Spielerinnen.

Bildzeile: Vorsitzender Bernd Kuropka, die Spielerinnen Hannah Wrede, Jona Krollmann und Trainer Kai Harbach repräsentierten den Königsborner SV Handball.

Gala wieder gut organisiert – Viel Gelegenheit zum Netzwerken und Kontakteknüpfen

Viel Lob erhielt Professor Dr. Michael Tracz für die professionelle Organisation und Ausrichtung. Anerkennung erhielt er auch dafür, dass er in diesem Jahr den Begriff „sportliche Champions“ auch auf „Alltagshelden“ ausgeweitet hatte. Angesichts der aktuellen Thematiken wie Corona, Umweltereignisse, Medizin und Krankheiten ganz im Allgemeinen zeichnete Tracz auch beispielsweise zwei Landwirte aus Billmerich, Berhard Albers und Tobias Clodt, aus. Neben ihrer Arbeit waren sie immer im Einsatz, als im Winter Fahrzeuge, auch der Stadt, steckengeblieben waren oder weitere Bergungs- und Reparaturarbeiten anstanden.

Beeindruckend der elfjährige Noah Ghiassi, der in der Schülermannschaft des CVJM Billmerich Tischtennis spielt. Er hat sich zum Ziel gesetzt, behinderte Kinder mit gesammelten Spendengeldern zu unterstützen. Dr. Ardeshir Ghiassi vom medizinischen Versorgungszentrum Dortmund/Berlin warb ebenfalls um Spenden, da dort am Limit gearbeit wird und die Zahl der Patienten derzeit auf 1000 begrenzt ist.
Toni Tuklan ist nicht nur als Sänger bekannt, sondern er versteht sich zusammen mit Dietmar Wurst vom SuS Rünthe auch als Helfer bei der Spendenaktion für Afrika, wo gesammelte Sportbekleidung in Nigeria verteilt wird.

Appell an die Politik für mehr Förderung des Sports und des Ehrenamts

Bis kurz nach Mitternacht konnten die Gäste die Gelegenheit nutzen, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke auszubauen – und abschließend ausgiebig zu tanzen mit der musikalischen Begleitung der Band Unlimeted. Und vielleicht kommt aus den Reihen der zahlreich anwesenden Wirtschafts- und Industrieunternehmer ja bald weitere Hilfe für ein Sponsoring oder eine Unterstützung des Sports und natürlich für die vielen unermüdlichen Helfer in Vereinen und Verbänden. Und auch die Politik ist da nicht ausgenommen. Geradezu leidenschaftlich appellierte Professor Dr. Michael Tracz an die anwesenden Landes-, Bundes- und Komunal-Politiker, so Oliver Kaczmarek, Hartmut Ganzke und auch Holzwickedes Bürgermeisterin Ulrike Drossel: „Setzen Sie sich bitte auf Ihren Ebenen für eine Förderung des Sports, des Ehrenamtes und der vielen, vielen Menschen, die für andere da sind, ein.“

Bildzeile: Gruppenbild aller geehrten Sportler/innen sowie „Champions des Alltags“ mit den Brüdern Michael und Andreas Tracz.

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