Spiel des Jahres in Oberaden

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Handball-Landesliga: SuS Oberaden – HTV Sundwig-Westig (Samstag, 19.30 Uhr). Es ist wohl für beide Teams das Spiel des Jahres. Der Sieger der Partie wird höchstwahrscheinlich am Ende der Saison die Landesliga in Richtung Verbandsliga verlassen. Davon gehen auch die Trainer der beiden Lager aus. Dementsprechend viel steht auf dem Spiel, dementsprechend groß ist das Interesse an der Partie: Bereits 1000 Vorverkaufskarten wurden unter die Handballfans gebracht, 1200 Zuschauer fasst die Oberadener Römerberghalle. Ein ausverkauftes Haus dürfte sicher sein.

Doch was macht diese Partie zum „Landesliga-Kracher des Jahres“?

Die Ausgangslage vor der Partie: Die „Cobras“ stehen mit zwei Verlustpunkten (durch die Niederlage in Hohenlimburg) an der Tabellenspitze, Sundwig punktgleich auf dem zweiten Rang (die beiden „Miesen“ durch die Hinspielniederlage gegen Oberaden). Demnach weist der SuS im Vorfeld die Oberhand im direkten Vergleich auf, würde also auch bei einem Unentschieden als gefühlter Sieger vom Platz gehen und dürfte sich im Falle eines Sieges sogar noch einen Ausrutscher in den verbleibenden Partien erlauben. Diesen Luxus hätte Sundwig ebenfalls im Falle eines Sieges mit mindestens fünf Toren Differenz (da nach der 29:33-Hinspielniederlage nur so der direkte Vergleich gewonnen wäre).

Die Mannschaften: Mit den Spaniern Esteban Santonja und Jorge Sanchez Simon hat der HTV Sundwig-Westig zwei Spieler mit Erfahrung aus der spanischen ersten Liga in seinen Reihen. Vor allem Santonja zeigt in dieser Saison regelmäßig herausragende Leistungen. Doch auch der Rest des Kaders weist große Qualität auf: Einige oberligaerfahrene Akteure stehen im Kader Sundwigs.

Auch im Kader der „Cobras“ waren viele Spieler schon in höheren Ligen aktiv. Die Mannschaft ist relativ ausgeglichen, jedoch stachen in diesem Spieljahr oft Torhüter Stefan Vogel, Linksaußen Björn Grüter und Rückraumspieler Sebastian „Kalle“ Pohl heraus, die alle drei letzte Saison noch in der Oberliga aktiv waren. Vogel war es auch, der viele Spieler Sundwigs mit seinen Paraden im Hinspiel zur Verzweiflung trieb.

Fazit: Die zahlreichen Zuschauer dürfen ein spannendes Handballspiel mit allem was dazu gehört erwarten. Es treffen zwei Teams aufeinander, die beide sicherlich Verbandsliga-Niveau haben. Am Samstag wird es wohl vor allem auf die Tagesform ankommen, wie auch SuS-Coach Ralf Weinberger (Bild) verlauten ließ. Ebenfalls waren sich im selben Interview sowohl Weinberger, als auch Sundwigs Trainer „HaPe“ Müller einig, dass entscheidend sein könnte, welches Team weniger Nervosität an den Tag legt. Fakt ist: Der Sieger dieses Spiels macht mehr als nur einen großen Schritt in Richtung Verbandsliga, während sich der Verlierer wohl mit mindestens einem zusätzlichen Jahr in der Landesliga abfinden muss. SV

 

 

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