Sölde legt Einspruch ein gegen den 2:0-Sieg von Mühlhausen

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Fußball: Der SSV Mühlhausen-Uelzen hatte sein Heimspiel am Sonntag gegen den selbsternannten Meisterschaftsfavoriten VfR Sölde 2:0 gewonnen. Keine 24 Stunden später haben die Sölder Einspruch gegen die Wertung der Partie eingelegt. So war es auf der Homepage des Dortmunder Bezirksligisten nachzulesen.

Der Grund: Die Vorkommnisse nach 36 Spielminuten, wo bekanntlich ein Sölder Spieler telefonisch Kenntnis erhielt vom Gesundheitsamt, wonach er Kontakt hatte mit jemandem, der sich mit Corona infiziert hat. Der Sölder Trainer wechselte seinen Spieler vorsichtshalber sofort aus, was er nach Ansicht der Schiri nicht hätte machen müssen. Schiedsrichter und Assistenten unterbrachen das Spiel, berieten sich und entschieden dann, entgegen aller möglichen Konsequenzen bezüglich der Ansteckungsgefahr weiterspielen zu lassen. Sie hatten dem Vernehmen nach versucht, bei der Spielunterbrechung mit Staffelleiter Lothar König telefonisch Kontakt aufzunehmen, ihn aber nicht erreicht. Wohl aber den Schiedsrichter-Obmann, der keine Bedenken gehabt haben soll, weiterspielen zu lassen.

Und genau das wollte der Staffelleiter nicht gelten lassen, den man nach Spielschluss dann doch noch erreichen konnte. König habe gesagt, dass er das Spiel unter keinen Umständen hätte fortsetzen lassen, weil ein viel zu hohes Ansteckungsrisiko für alle Aktere bestand. Das war der Anlass für Sölde, fristgerecht und formgerecht Einspruch gegen die Wertung  einzulegen.

Jetzt muss man die weitere Entwicklung abwarten.

Bildzeile: Mühlhausens Jona Deifuß auf dem Weg zum 2:0 gegen Sölde.

1 Kommentar

  1. Das ist ja Wahnsinn! Warum spielt man denn überhaupt weiter? Muss man dem Schiedsrichter nicht zustimmen bzw. den Spielbericht “freigeben”? Man hätte doch aufhören können zu spielen? Nun.. so wurden 90 Minuten gespielt und das Ding ist doch durch?!
    In welchem Punkt liegt denn nun die genaue Begründung der Sölder Verantwortlichen? Der Spieler hätte doch weiter spielen dürfen. Ein Urteil , welches auf ein Wiederholungsspiel (?) hinausläuft (möglicherweise mit Zuschauern), ist doch bzgl. Infektionsrisikos nur für Scheinheilige begründbar. Oder was für ein Urteil erwartet man?

    VG
    Martin

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