Sechs RSV-Tourenfahrer „auf alten Schmuggelpfaden“

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Radsport: Ein radsportliches Wochenende verbrachte eine Gruppe der Radtourenfahrer des RSV Unna im niederrheinischen Bocholt. Bei der Ankunft wurde zunächst einmal das Radsportartikel-Versandhaus ROSE (eines mit der größten Häuser dieser Art in Deutschlands) aufgesucht. Nach einem kurzen Einkauf ging es dann auch gleich auf die erste Tour des RC 77 Bocholt. Der Veranstalter hatte für diese Tour verkehrsarme Straßen ausgesucht und der Tour auch „Auf alten Schmuggelpfaden“ den richtigen Namen gegeben.

So ging es im flotten Tempo in Richtung Holland, hinweg über die „grüne Grenze“ nach Winterswijk und Lichtenvoorde. Ganz in der Nähe von Lichtenvoorde, im Dörfchen Lievelde, auf einem alten, zu einem Restaurant umgebauten Bauernhof, war die Kontrollstelle. Gut 40 km waren schon gefahren und ein Pfannekuchen und Kaffee war da die richtige Stärkung. Die zweite Hälfte der Tour, 37 km, war schnell zurückgelegt und so konnten sich die sechs RSVer in aller Ruhe auf die Tour am Sonntag vorbereiten, denn da standen 152 km auf dem Programm.

Der Sonntagmorgen war nicht gerade einladend. 13 Grad warm, starker Wind und dunkele Wolken am Himmel ließen nichts Gutes ahnen. Trotzdem stellten sich 1153 Fahrerinnen und Fahrer dem Starter. Unter ihnen auch die sechs RSVer. Schon 13 km nach dem Start wurde die Grenze nach Holland erreicht, die man hier lediglich an den Straßenmarkierungen erkennt. Ständig blies der Wind mal von vorn und mal von der Seite. Von einer Sonntagtour konnte man nicht gerade sprechen. An der Muur (Mauer) van Zeddam, das muss dort wohl ein berüchtigtes Straßenstück im Örtchen Zeddam sein, nicht lang aber steil, wurde die Tour noch durch das Ziegelsteinpflaster erschwert. Dafür wurden die Fahrer aber kurze Zeit später im Nationalpark „Veluwezoom“ belohnt. Hier befindet sich das zweitgrößte Heidegebiet in Mitteleuropa. Über 25 km führte die Tour über asphaltierte Radwege durch Laubwälder und blühende Heideflächen.

Gegen Mittag kamen zum starken Wind noch Böen hinzu, sodass die Rückfahrt auch keine Vergnügen war. Über Bronkhorst, der kleinsten Stadt Hollands, ging es zurück nach Bocholt. Die sechs RSVer waren sich im Ziel einig, dass, obwohl es an beiden Tagen flache Strecken waren, der Wind die Touren doch erschwert hatte.

Bild:  Vor der 152 km langen Interland-Tour (v.l.n.r.): Dieter Hartig, Olaf Kastl, Carsten Peitscher, Guido Pohlschmidt, Horst Rüthing und Karl Westerhoff

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