Schwaches Kamener Stadtduell ohne Sieger

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Fußball-Bezirksliga 8: VfL Kamen – SuS Kaiserau 0:0. Die Wertung vorweg: Es war ein schwaches Stadtderby und hatte am Ende auch keinen Sieger verdient. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend. In 88 Minuten gab es hüben wie drüben kaum eine Torchance. Fehlanzeige bei Kaiserau. Ein Kopfball von Lindner geht über das Tor (74.) und einen Distanzschuss von M. Rothe pariert Kaiseraus Schlussmann Niesewicz (85.). Mehr war nicht zu notieren. Richtig hektisch wurde es dann aber doch noch in den Schlussminuten. In einer unübersichtlichen Situation nach einer Ecke holt Niesewicz den VfLer Lindner im Fünfmeterraum von den Beinen. Schiri Paul Lyko pfeift Strafstoß. Proteste, Diskussionen, Schubsereien, Rudelbildung. VfL-Ordner müssen auf den Platz. Die Situation beruhigt sich nicht so richtig. Der gefoulte Spieler legt sich den Ball auf den Punkt – scheitert mit dem Elfer, Niesewicz hält. Danach wieder Rudelbildung. Niesewicz schubst und fliegt per Ampelkarte runter. Eratzkeeper Beßmann muss ins Tor, Aktas weicht. In doppelter Unterzahl rettet Schwarz-Gelb in der Nachspielzeit den Punktgewinn. Danach beruhigen sich die Gemüter weitgehend, wenngleich es noch reichlich Redebedarf unter den Spielern und Zuschauern gibt.

Trainerstimmen
Marko Barwig (VfL): „Wir waren vor allem in der 2. Halbzeit überlegen, haben aber zu wenig daraus gemacht. Wir haben uns kaum klare Torchancen heraus gespielt. Die Aggressivität vor allem im Mittelfeld fehlte. Das war kein Glanzstück. Da hatte ich mehr erwartet. Wenn du da unten stehst, klappt selbst ein Elfer nicht. Ein Punkt ist in unserer Situation zu wenig.“
Tom Schulz (SuS): „Ich finde, dass das 0:0 am Ende ein gerechtes Ergebnis ist. Der VfL hat uns mit seiner bissigeren Spielweise versucht, den Schneid abzukaufen. Die Ampelkarte für Herrmann war aus meiner Sicht unberechtigt. Das hat uns den Rhythmus genommen. Wir mussten dann umstellen und auf dem schweren Geläuf auf Konter spielen, haben aber hinten sicher gestanden. Zum Schluss wurde es hektisch mit Rudelbildung.“

VfL: Lassak, Hülsmann (29. Krucinski), Pötter, Lindner. M. Priemer (81. A. Hennig), Milk, M. Hennig, M. Rothe, Rumpf, Poitthoff, Sudhaus (63. Franke).
SuS: Niesewicz, Gollan, Steffen, Schuster, Nagel, Prüfel (75. Pfahl), Kupfer (46. Schriefer), Weiß, Herrmann, Aktas, Stender, Kupfer (
Tore: keine
Bes. Vork.: Niesewicz hält Strafstoß von Lindner (88.);  Gelb/Rot für Herrmann (33,)  Foulspiel: Gelb/Rot für Niesewicz Foulspiel (90.)

Bild: In dieser Szene versucht sich der Kaiserauer Marc-Simon Stender gegen die Kamener Gegenspieler Patrick Krucinski und Philipp Pötter durchzusetzen.

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