Schwache Torausbeute wird bestraft

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Handball: Nur 19 Tore in der Lübecker Hansehalle waren zu wenig für den ASV Hamm-Westfalen, um am Freitagabend im Spiel der 2. Bundesligaetwas Zählbares vom Tabellenvierten mit in die Heimat zu nehmen. Am Ende unterlagen die Gäste, die bei mehr als der Hälfte der Würfe an VfL-Torwart Dennis Klockmann scheiterten, in ihrem ersten Pflichtspiel des Jahres mit 23:19 (12:8).

Nach einer schwachen Anfangsviertelstunde waren die Westfalen, bei denen nur Mittelmann Sören Südmeier fehlte, bereits mit 8:3 ins Hintertreffen geraten. Trainer Michael Lerscht musste eingreifen, versuchte das Spiel seiner Mannschaft mit einer Auszeit in der zwölften Minute in die richtigen Bahnen zu lenken. Aber auch in den nächsten zweieinhalb Minuten nutzte der ASV seine Chance nicht, die Gastgeber schraubten den Vorsprung auf 10:3.

Erst jetzt wurde das Offensivspiel der Gäste besser, auch in der Defensive, in der Lerscht von 6:0- auf eine 5:1-Abwehr mit dem vorgezogenen David Spiekermann umstellte, ließen sie weniger zu. So lagen zwischen dem 11:5 durch VfL-Rückraum Niels Versteijnen und dem zwölften Tor für die Hausherren fast zehn Spielminuten. Aber auch die Gäste blieben abschlussschwach, trotz guter Möglichkeiten trafen nur Jan von Boenigk und Fabian Huesmann während dieser Phase. In den verbleibenden zwei Minuten traf anschließend nur noch Merten Krings, mit 12:8 für den VfL ging es in die Pause.

Die Gäste waren aber nun im Spiel. Auch im zweiten Abschnitt hatte der ASV zunächst leichte Vorteile für sich Alex Rubino, Krings und Jo Genz verkürzten durch drei Tore in Serie bis zur 39. Minute auf 14:12. Der Anschlusstreffer und eine Wende schienen möglich. Aber immer wieder verhinderte Klockmann aus Sicht des VfL Schlimmeres, der ASV kam auch bis zum 16:14 in der 44. Spielminute nicht näher als auf zwei Tore heran. Und wenn es nicht Klockmann war, der den Treffer der Gäste vereitelte, dann war es das Wurfpech wie beim Lattenwurf von Marian Orlowski oder dem Pfostentreffer von David Spiekermann in dieser Phase.

In der Folge waren es wieder die Gastgeber, die offensiv wieder konsequenter agierten – bis zur 49. Minuten stellten sie wieder eine komfortable 20:14-Führung her, die Partie war vorentschieden. Der ASV riskierte zwar in der Folge alles, kam aber nur noch auf 21:18 drei Minuten vor Schluss heran. VfL-Außen Finn Kretschmer, mit fünf Toren erfolgreichster Werfer aus dem Feld an diesem Abend, sorgte mit seinem Tor zum 22:18 für die Entscheidung. Überragender Spieler des Abends war VfL-Torwart Dennis Klockmann mit 20 Paraden bei einer überragenden Quote gehaltener Bälle von fast 53 Prozent.

In der Tabelle bleiben die Westfalen somit weiterhin in der unteren Hälfte stecken. Bereits am Mittwoch steht um 19:15 Uhr das nächste Spiel an. Dann geht es gegen den Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbrück in der heimischen WESTPRESS arena darum, die Serie von nunmehr sieben sieglosen Partien zu brechen.

VfL Lübeck-Schwartau – ASV Hamm-Westfalen 23:19 (12:8)
VfL: Klockmann (20 Paraden), Conrad – Glabisch (2), Potratz (1), Gonschor (1), Raguse, Lindskog Andersson (3), Hansen (2), Löfström, Waschul  (1), Schult, Versteijnen (3), Schrader, Kretschmer (5), Hagen, Bruhn (4).
ASV: Storbeck (9 Paraden), Wesemann (1 7m) – Genz (1), Huesmann (5), Brosch (1), Fuchs, Spiekermann (1), Rubino Fernandez (3), Schwabe (1), Krings (4), Pretzewofsky, Orlowski, Franke (2), von Boenigk (1), Schoesse (n. e.).
Schiedsrichter: Matthias und Sebastian Klinke.
Zeitstrafen: VfL 6 min, ASV 4 Min.
Siebenmeter: VfL 2/3 (Lindskog), ASV 4/4 (Huesmann).

Bildzeile: Merten Krings war in Lübeck vierfacher ASV-Torschütze / Foto ASV..

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