Schiedsrichter Daniel Decker-Töro soll in dieser Saison keine Fußballspiele mehr pfeifen

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Fußball: Der „Fall Decker-Törö“ war ausschließich Tagesordnungspunkt für den Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) am Mittwochabend in der Kreisgeschäftsstelle in Kaiserau. Nach zweistündiger Beratung das Ergebnis: Schiedsrichter Daniel Decker-Törö soll bis zum Saisonende keine Spiele in den heimischen Fußball-Ligen leiten. KSA-Vorsitzender Torsten Perschke im Gespräch mit SKU: „Wir werden ihn anderweitig beschäftigten, ihn vielmehr in Qualifizierungsmaßnahmen einbinden und ihm so die Gelegenheit geben, seine Sichtweise über die Dinge auf dem Fußballplatz zu schärfen.“ Man wolle ihn auf jeden Fall weiter als Schiedsrichter beschäftigen.

Wie Perschke weiter ausführte gab es eine Bandbreite an Entscheidungsmöglichkeiten: Beispielsweise eine Schutzsperre für den Schiri vom VfK Nordbögge. Oder sein Aus im heimischen Fußballkreis. Oder man hätte ihm weiterhin das Vertrauen ausgesprochen. Letztlich votierte der Ausschuss einstimmig für eine Schutzsperre. Dabei diente das Vergleichen der vorliegenden Beobachtungsbögen – Decker-Törö wurde mehrfach beobachtet – mit als Entscheidungsgrundlage für das Gremium, dem auch Michael Allery und Karl-Friedrich Hoffmann vom Kreisvorstand angehörten. „Wir haben dabei wie bei Schulnoten von eins bis sechs gewertet“, klärte dazu Torsten Perschke auf.

Dabei galt auch für den Kreisschiedsrichterausschuss, die mehr und mehr aufkommende Unzufriedenheit der Vereine über die Spielleitungen von Schiri Decker-Töro zu berücksichtingen. Der Unparteiische pfiff in den vergangenen Jahren zahlreiche Partien, die für mächtiges Aufsehen sorgte. Zuletzt war die Situation beim B-Kreisliga-Spiel zwischen RW Unna II und SuS Oberaden II eskaliert. Wie berichtet hatte Decker-Törö die Begegnung beim Stande von 4:4 in der Nachspielzeit abgebrochen und insgesamt sechs Platzverweise ausgesprochen. Bei drei Spielern reduzierte das Sportgericht die Sperre anschließend auf ein Mindestmaß, was den Schluss zuließ, dass Decker-Töre überzogene Entscheidungen getroffen hatte.

Daniel Decker-Törö wurde laut Torsten Perschke über das Ergebnis der KSA-Sitzung informiert. „Er hat sich eine Bedenkzeit ausgebeten.“

Bild: Torsten Perschke, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses.

 

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