RV Fröndenberg ist für den PV Westfalen erste Wahl für die Ausrichtung der Provinzialstandarte

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Reitsport: Das Lob kam aus berufenem Mund. „Die Anzahl der westfälischen Mannschaften, die für die Ausrichtung der Wettkämpfe um die Provinzialstandarte infrage kommt, ist überschaubar“, erklärte Klaus Ridder vom Vorstand des Pferdesportverbandes Westfalen (PV) bei der Pressekonferenz, „und da ist der RV Fritz Sümmermann Fröndenberg erste Wahl. Wir sind froh über diese Entscheidung.“ Und so werden die Fröndenberger den Höhepunkt der westfälischen Mannschaftsreiterei auf dem Hof Plaas-Beisemann im Ortsteil Strickherdicke vom 18. bis 20. September ausrichten. „Wir wollen gute Gastgeber sein“, freut sich Jürgen Möller, der 1. Vorsitzende, über das Vertrauen des PV, „wir sind vorbereitet.“

Schon im Jahr 2002 fand ein Provinzialturnier Jugend beim RV Fröndenberg statt und fast in jedem Jahr nahm eine Mannschaft des Vereins am traditionsreichen Wettkampf der westfälischen Mannschaften teil. Mit einem Sieg hatte es zuletzt 1977 geklappt. Ob die Mannschaft des Gastgebers auch wieder ganz vorne landen wird, ist von der Tagesform abhängig, wie die Experten meinen. „Im Springen und bei den Ponys sind die Aussichten gut“, glaubt Heinrich Plaas-Beisemann, der 2. Vorsitzende. Insgesamt bewerben sich 14 Teams um die Provinzialstandarte. Aus dem heimischen Kreisreiterverband Unna-Hamm ist auch noch der ZRFV Kamen und der RV Rhynern vertreten.

Teamgeist wird gestärkt

In den Jahren zuvor war Münster-Handorf stets Schauplatz der Wettbewerbe um die Provinzialstandarte. „Von den Vereinen kam die Anregung, doch mal in die Region zu gehen“, klärte Klaus Ridder  auf, „und diesem Wunsch haben wir Rechnung getragen. Jetzt wird in Fröndenberg geritten.“ Heinrich Plaas-Beisemann, der ebenso wie Jürgen Möller selbst einige Male für die Prüfungen um die Provinzialstandarte in den Sattel stieg, schätzt diesen Wettkampf sehr. „Er ist hervorragend dafür geeignet, den Teamgeist und den Zusammenhalt innerhalb der Vereine zu stärken und zu halten – vor allem in der heutigen Zeit“, findet er. Etwa 400 ausgewählte Reiterinnen und Reiter reiten im Parcours auf dem Hof Plaas-Beisemann.

„Damit wir möglichst viele Vereine hierher bekommen, die vielleicht auch einfach Mal in diesen Wettkampf hinein schnuppern und Spaß daran bekommen, hat der Pferdesportverband Westfalen gemeinsam mit den Mannschaftsführern etliche Veränderungen an der Ausschreibung vorgenommen, die es nun noch mehr Vereinen und Interessierten ermöglichen sollte, am Wettkampf teilzunehmen“, führt Klaus Ridder fort. Das gilt auch für den Mannschaftswettkampf der Ponyreiter. Hier wurden die Anforderungen der Geländeprüfung von der Klasse A auf die Klasse E gesenkt. Bei den „Großen“ gilt erstmals: Zu dem aus Dressur, Springen, Gelände und einer Kür bestehenden Wettkampf um die Provinzialstandarte dürfen künftig acht Pferde genannt werden, die variabler als bisher eingesetzt werden können. Die bisherigen Einschränkungen hinsichtlich der  Leistungsklassen und Erfolgen für Pferde und Reiter entfallen vollständig.

Ausgeschrieben sind die Wettbewerbe Dressur, Springreiten und die Westfälische Pony-Mannschafts-Meisterschaft. Starten kann und darf eigentlich jeder westfälische Verein, auch wenn er nicht an Geländeprüfungen teilnimmt. Eine Klausel, die nun ganz aus der Ausschreibung genommen wurde. „Wir haben die Prüfungen für die Dressur- und Springvereinsmeisterschaften jeweils auf einen Tag gelegt, so dass die Reiter nicht extra zwei Tage anreisen müssen“, klärt Heinrich Plaas-Beisemann weiter auf. Rund 60 Helfer des gastgebenden Vereins sind im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf der Prüfungen zu gewährleisten. Der Eintritt ist frei. Einige Vereine haben bereits die Gelegenheit genutzt und Trainingsstunden auf der Fröndenberger Reitanlage abgehalten.

Neue Anfahrt ist ausgeschildert

Einziges Problem, was die Verantwortlichen derzeit befürchten, ist die Zufahrt zum Hof Plaas-Beisemann. Der normale Weg über die B233 Richtung Fröndenberg ist an der Kreuzung Wilhelmshöhe durch Straßenbauarbeiten gesperrt. Stattdessen muss über den Wirtschaftsweg entlang der Erdbeerfelder gefahren werden. Die Umleitungsstrecke wird jedoch gut sichtbar ausgeschildert.

Bild: Freuen sich auf die Wettbewerbe der Provinzialstandarte (v.li.) Daniel Stegemann (PV), Heinrich Plaas-Beisemann, Jürgen Möller, Renate Wegener (alle RV Fröndenberg) und Klaus Ridde (PV).

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