Rot-Weiß und Westfalia Unna kicken zukünftig als Spielgemeinschaft

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Fußball:  Nein, nein, nicht Blau-Rot Billmerich und Rot-Weiß Unna gehen eine sportliche Ehe in der Kreisstadt ein, sondern  RWU und Westfalia Unna. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sicherlich eine überraschend Entwicklung, die bei der Pressekonferenz am Freitag im Unnaer Rathaus von den beiden Vorsitzenden, hier Jörg Schmidt (RWU) und dort Martin Klüting (Westfalia), verkündet wurde. Bereits in der kommenden Spielzeit 2014/2015 wird sich die neue Spielgemeinschaft mit Billigung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes mit vier Mannschaften am Spielbetrieb beteiligen. Gekickt werden soll vorerst „Am Hertinger Tor“ und im Herbst will man auf der neuen Sportanlage Unna Süd gemeinsam auf Punktejagd gehen. Die beiden Vorsitzenden, die auch als geschäftsführende Vorsitzende der Spielgemeinschaft fungieren, erklärten übereinstimmend, dass man in Gesprächen sehr schnell gleiche Ideen und Visionen festgestellt und erkannt habe, nur gemeinsam „was vernünftiges  zu Wege zu bringen“, wie es Martin Klüting zum Ausdruck brachte. E räumte ein, dass vor drei bis vier Monaten eine solche Spielgemeinschaft noch schwerlich vorstellbar gewesen sei. Doch nach dem vorläufigen Scheitern der ursprünglich angedachten Fusion zwischen RW Unna und BR Billmerich sei die Zeit reif gewesen, über den Fußball in der Oberstadt neu nachzudenken. Eine Mitgliederbefragung habe den Westfalia-Vorstand einstimmig dazu ermuntert. Zum einen habe man nur ein Gastspielrecht auf der Sportanlage des TuS Alteheide gehabt, führte Klüting weitere Argumente an, die Jugend als Unterbau fehle, was auch zu zusätzlichen Strafgeldern beim Verband geführt habe und immer noch führen würde und auf der neuen Sportanlage Unna Süd wäre man nur Partner von RW Unna geworden. „Vergangenheit spielt keine Rolle mehr“ – Zukünftig SG RW Unna RWU-Chef Jörg Schmidt begrüßte die „Wiedervereinigung“ und tat kund, das man sehr schnell zusammen gefunden habe und sich jetzt neue sportliche Perspektiven auftun können. „Die Vergangenheit spielt jetzt keine Rolle mehr“, spielte er auf die Zeit vor knapp vier Jahren an, wo sich Mitglieder unter der Führung von Martin Klüting von RW Unna abwandten und den neuen Vereine Westfalia Unna gründeten. Jetzt geht man sportlich wieder einen gemeinsamen Weg, erst einmal drei Jahre währt eine Spielgemeinschaft nach den Statuten. Gut möglich, dass sich daraus wieder ein Verein bildet. Heißen wird die Spielgemeinschaft erst einmal SG Rot-Weiß Unna. „Vielleicht können wir bei einer späteren Fusion noch das W (für Westfalia) mit einbringen, dann SGW RW Unna“, ergänzte dazu Martin Klüting. „Schließlich wollen sich die Westfalia-Mitglieder ja auch irgendwie in dem Verein so wiederfinden.“ Geplant ist, dass die aktuelle RWU-Mannschaft, die kurz vor dem Aufstieg in die Kreisliga B steht, so erst einmal weiter spielt. Westfalia wird die zweite Mannschaft weiter in der Kreisliga C stellen und die beiden anderen Teams sollen gemischt in der Kreisliga D kicken.  „Ausgeschlossen ist aber nicht“, berichtete Andreas Heyn, der Sportliche Leiter von RWU, „dass Spieler zwischen erster und zweiter Mannschaft ausgetauscht werden können.“  Für ihn sei wichtig, dass der Name der Kreisstadt Unna in absehbarer Zeit wieder einen gewissen Stellenwert im westfälischen Fußball bekommen soll. Jugendspielgemeinschaft bleibt – BRB will vorerst weiter im Waldstadion spielen Fest steht, dass die Jugendspielgemeinschaft Unna/Billmerich weiter Bestand haben und den Spielbetrieb auf der neuen Sportanlage absolvieren wird. Der Verein Blau-Rot Billmerich hat für den Seniorenbereich beschlossen, zunächst für sich eigenständig zu bleiben und weiter im Waldstadion zu spielen. Unnaer Sportverwaltung und Sportpolitik begrüßen Zusammenschluss Sportverwaltung und Sportpolitik der Stadt begrüßen die Spielgemeinschaft in der Oberstadt. Das betonten Paul Raupach, Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt, Bodo Micheel, Vorsitzendes Stadtsportverbandes, und Ulrich Seliger, Leiter Sportservice, bei der Pressekonferenz. „Eine gute Nachricht“, so Paul Raupach, „die neue Anlage bringt Synergieeffekte für beide Clubs“, und hofft, „dass Kompetenzprobleme zukünftig keine Rolle spielen werden.“ Für Bodo Michel ist der Zusammenschluss „der richtige Schritt in die richtige Richtung und setzt ein Signal für andere Unnaer Vereine.“ Und Uli Seliger freut sich, dass RWU und Westfalia „das Potenzial der neuen Sportanlage erkannt haben.“ Bild: Gestalteten die Pressekonferenz zur Bekanntgabe Spielgemeinschaft RW Unna – Westfalia – (v.li.) Uli Seliger (Sportservice), Bodo Micheel (Stadtsportverband), Jörg Schmidt (RWU), Paul Raupach (Sportausschuss), Martin Klüting (Westfalia), Andreas Heyn (RWU) und Daniel Bittermann (Westfalia).

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