Rennrollstuhl-Athleten vom Team „Go for Tokyo“ glänzen im Schweizer Nottwil – im Team Denis Schmitz

214

Behindertensport: Ihr erster Wettkampf im Corona-Jahr 2020 ist gekrönt von vielen Erfolgen: Sieben junge Rennrollstuhl-Athleten vom Team „Go for Tokyo!“ – mit dabei der Unnaer Denis Schmitz – wuchsen in der Schweiz über sich hinaus. Im Rennen gegen internationale Rennrollstuhltalente glänzten die Nachwuchssportler durch Teamgeist, Fokus und absolute Bestleistungen. Das Ergebnis: zahlreiche Siegertreppchen-Platzierungen für das Team und gleich drei deutsche Rekorde.

Optimale Bedingungen für einen erfolgreichen Wettkampf

Das international bekannte Schweizer Paraplegiker Zentrum in Nottwil ist eine der weltweit größten und bedeutendsten Spezialkliniken für die Versorgung und Rehabilitation querschnittsgelähmter Menschen – und ein Hotspot des paralympischen Sports. Im Rahmen der Schweizer Junioren Meisterschaft trafen sich die jungen Rennrollstuhlathleten des Teams „Go for Tokyo!“ schon drei Tage vor dem Wettkampftag zum gemeinsamen Training in Nottwil: „Wir freuen uns riesig, dass wir endlich wieder im Team trainieren können und an den Schweizer Juniorenmeisterschaften teilnehmen dürfen. Die super Rennbahn, die ganze Anlage und der Spirit sind einfach beeindruckend – ein absolutes Highlight!“ schwärmt Teammitglied Julia Würthen voller Vorfreude auf das Kräftemessen. Im Rahmen des Jun-SM/Orthotec Swiss Wheelchair Cup kamen am 9. August 2020 internationale Sportler zusammen, um gegeneinander anzutreten. Die „Go for Tokyo!“-Athleten riefen mit ihren schnellen Rennrollstühlen in den Distanzen von 100 m Sprint bis zu 1500 m Mittelstrecke Höchstleistungen ab. Besonders freute sich Teammitglied Merle Menje über drei deutsche Rekorde auf 200 m-, 400 m- und 1500 m – weitere Spitzenleistung inmitten einer Hitzewelle mit Temperaturen um die 30 Grad.

Stark im Team – Gegner im Wettkampf

„Selbst, wenn sie im Wettkampf gegeneinander antreten, ist es uns wichtig, dass der Teamgedanke an erster Stelle steht. Das zeichnet echte Sportler aus“, berichtet „Go for Tokyo!“-Trainer und Motivator Heinrich „Heini“ Köberle. „Im Team kommt es auf Fairness, Sportsgeist und Zusammenhalt an. Das ist entscheidend für die Entwicklung und den Erfolg jedes einzelnen. Wir sind sehr froh, dass wir nach dem Corona Lockdown endlich die Arbeit mit diesen jungen, sportbegeisterten Sportlern wieder aufnehmen konnten. Das motiviert uns ungemein.“

Während den Einschränkungen der Pandemie organisierte sich das Team selbstständig mit virtuellen Läufen. Jeder trainierte für sich, aber digital vernetzt doch gemeinsam, wo er nur konnte. Die Sportler wurden kreativ und nutzen Feldwege, Indoor-Trainingsrollen oder den Schulsportplatz. Die gute Vorbereitung und der Trainingsfleiß wurden durch persönliche Bestleistungen und gute Ergebnisse belohnt.

Bildzeile: Das Team “Go for Tokyo!” mit sieben hochmotivierten Rennrollstuhl-Athleten und dem Trainer und Motivator Heini Köberle – (v.l.) Julia Würthen, Jannes Günther, Florian Wehmeier, Jakob Seidel, Merle Menje, Denis Schmitz, Simon Snieders, Heini Köberle / Foto DRS Tobias Lackner

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.