Remis gegen Aue – ASV springt auf den elften Rang

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Handball Bundesliga ASV Hamm Rimpar Lars Gudat

Handball: Ein Punktgewinn gegen den EHV Aue hat dem ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend gereicht, um in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga von Platz 15 auf den elften Rang zu springen. Und weiterhin haben die Westfalen die wenigsten Spiele der ganzen Liga absolviert.

„Wie immer stellt sich danach die Gretchenfrage: gewonnener oder verlorener Punkt“, meinte ASV-Trainer Michael Lerscht. Nach dem gesamten Spielverlauf zu urteilen war es für die Westfalen auf jeden Fall ein gewonnener Punkt. Denn gegen den sechstplatzierten EHV lagen die Gastgeber in der möglicherweise letztmalig zuschauerfreien WESTPRESS arena in der ersten Halbzeit nicht einmal vorne. Im Gegenteil, die Gäste erarbeiteten sich sogar eine 6:10-Führung. Micheal Lerscht suchte lange nach der richtigen Formation. Mit der Hereinnahme von Torwart Jan Wesemann, der Einwechselung des nach über sechs Wochen Pause wieder einsatzbereiten Abwehrchefs Markus Fuchs und dem Einsatz der umtriebigen rechten Seite mit Jan von Boenigk und Lars Gudat drehte der Coach im Spielverlauf die richtigen Stellschrauben. Mit zunehmender Spieldauer stand die Abwehr sicherer, im Angriff fanden die Westfalen gegen die erwartet unbequeme 5:1-Deckung des EHV bessere Lösungen. Einzig die eigener Fehlerquote war während des gesamten Spiels zu hoch, um beide Punkte in Hamm behalten zu können.

So gingen die Mannschaften leistungsgerecht mit 13:14 in die Pause. Der positive Trend setzte sich aus Sicht der Gastgeber in der zweiten Halbzeit fort. In der 38. Minute warf Merten Krings den ASV mit 17:16 erstmalig in Führung. Die Partie war nun völlig ausgeglichen. Bis zum 27:26 genau 49 Sekunden vor dem Ende durch den erneut starken Lars Gudat, der für den verletzten Jan Pretzewofsky aktiviert wurde, legten die Westfalen immer wieder vor – allerdings wegen zu vieler technischer Fehler nie auf zwei Tore, auch wenn sich mehrfach die Chance bot. Nach einer Zeitstrafe 19 Sekunden vor dem Ende gegen Jan Brosch nutzte der EHV seine Überzahl, Adrian Kammlodt überwand den starken Wesemann, der es erneut auf fast 39 Prozent Paraden brachte, zum unter dem Strich leistungsgerechten Unentschieden.

Sonntag tritt der ASV beim Dessau-Roßlauer HV an

Bereits am Sonntag steht die nächste Aufgabe für den ASV an, dann treten die Westfalen um 17 Uhr beim Dessau-Roßlauer HV an. Besondere Vorfreude dürfte anschließend auf das vorletzte Heimspiel der Saison herrschen: Am Mittwoch nächster Woche empfängt der ASV die SG BBM Bietigheim in der WESTPRESS arena, nach jetzigem Stand vor bis zu 500 Zuschauern. „Wir hoffen, dass der aktuell gute Trend in Sachen Corona anhält. Das wäre noch einmal ein toller Abschluss für alle Beteiligten zumindest vor einer begrenzten Anzahl von Zuschauern antreten zu dürfen“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers.

ASV Hamm-Westfalen – EHV Aue 27:27 (13:14)
ASV: Wesemann, Storbeck – Genz (2), Huesmann (5/3), Brosch (1), Fuchs, Spiekermann, Fernenadez, Schwabe (1), Engelhardt, Gudat (4), Krings (5), Orlowski, Schöße (2), Franke (1), von Boenigk (6).
EHV: Töpfer, Petursson, Bochmann – Roch (3), Ebert, Bornhon (7/1), Lux (2), Schneider, Bomnbelka, Dutschke, Slachta, Schauer, Kammlodt (7), Paraschiv (3), Halfdansson (5).
Schiedsrichterinnen: Daniela Kuschel und Sandra Senk
Zeitstrafen: ASV 8 min, EHV 8 min

Bildzeile: Lars Gudat war gegen Aue vierfacher Torschütze / Foto Wegener/ASV.

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