Reinhard Kellermann macht Schluss

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Handball:Am 31. Mai ist für mich Schluss. Dann gebe ich alle Aufgaben und Ämter ab“ kündigte Reinhard Kellermann in der letzten Vorstandssitzung des Handballbezirks Süd im April an. Damit ist jetzt eine beispiellose „Handballer-Karriere“ zu Ende gegangen. „Ich danke allen für die gemeinsame Zeit und Zusammenarbeit“ verabschiedete sich der in Kamen-Heeren wohnende Handballer jetzt mit einer Mail.

Seine aktive Zeit als Handballer dauerte von 1957 bis 1972, in der der Feldhandball noch eine große Rolle spielte. Der langjährige Kreisschiedsrichterwart des damaligen Handballkreises Unna, Heinz Lilge (PSV Bork) „entdeckte“ den im Juli 73 Jahre alt werdenden Kamener als Schiedsrichter und förderte ihn. Sowohl im Feldhandball als auch im Hallenhandball legte Reinhard Kellermann eine beachtliche Karriere hin. Auf dem Großfeld begann er als Schiedsrichter 1960 in der Kreisliga und schaffte es bis 1975 über Bezirks- Landes- Verbands-, Ober- und Regionalliga bis in die Bundesliga, wo er noch zwei Jahre in der Bundesliga tätig war.

Ähnlich verlief Reinhard Kellermanns Zeit als Schiedsrichter im Hallenhandball, die im September 1966 in der Kreisliga Unna begann und jetzt endete. Dazwischen lagen viele Jahre von der Bezirks- bis in die Bundesliga. 17 Jahre in der Regionalliga, 29 Jahre in der Oberliga und 26 Jahre in der Verbandsliga kommen zusammen. Fünfzig Jahre die Leistung für die Landesliga zu halten, ist beachtenswert. In Deutschland bekannt wurde Kellermann als Schiedsrichter in der Bundesliga und das immerhin fünfzehn Jahre bis 1988.

Reinhard Kellermanns Funktionärstätigkeit begann 1968 als stellvertretende Kreisschiedsrichterwart und vier Jahre bis 1979 als Kreisschiedsrichterwart im alten Kreis Unna. 1979 ging dann die Arbeit auf Verbandsebene weiter, fünfzehn Jahre als Bezirksschiedsrichterwart im früheren Handballbezirk Nordwestfalen bis 1994, dem er nach danach noch zwei Jahre als Koordinator zur Verfügung stand. Seine Arbeit im Handballverband Westfalen begann 1996 als Beobachtungskoordinator für das Schiedsrichterwesen. Ein Jahr nach der Gründung des Handballkreises Hellweg übernahm Reinhard Kellermann, der auch in seinem früheren Heimatverein HC Heeren-Herve tätig war, zunächst das Amt des stellvertretenden Schiedsrichterwartes und des Schiedsrichterwartes bis 2008. Im neuen Handballbezirk Süd setzte er seine Arbeit danach als stellvertretender Bezirksschiedsrichterwart fort und gehört bis zum Schluss dem Schiedsrichterausschusses des Bezirks Süd.

Als langjähriger Schiedsrichter wollte man in den Verbänden nicht auf die Erfahrung von Reinhard Kellermann verzichten. Von 1988 bis 2003 war er im Handballverband Westfalen und Westdeutschen Handballverband als Beobachter tätig. Immerhin zehn Jahre von 1993 bis 2003 oblag ihm auch die Beobachter-Aufgabe im Deutschen Handballbund. Wer so viel Arbeit im Handball leistet, hat auch Auszeichnungen verdient und bekommen und zwar Goldene und Silberne des Verbandes Westfalen, Westdeutschen Handballverbandes und Silberne Ehrennadel des Deutschen Handballbundes. Der Kreis Hellweg ehrte Reinhard Kellermann mit dem Ehrenbrief. Zuletzt war Reinhard Kellermann im Kreis Dortmund aktiv.

Bild: Reinhard Kellermann (links) bei einer Auszeichnung durch den Verbandsschiedsrichterwart Bernd Steinebach

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