Radsport-Star Ryszard Szurkowski verstorben – WM-Partner von Lucjan Liß

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Radsport: Im Alter von 75 Jahren verstarb in Polen mit Ryszard Szurkowski  der „Eddy Merckx des Ostens“. Als vierfacher Friedensfahrtsieger, Weltmeister und olympischer Silbermedaillengewinner war der gebürtige Breslauer in den 1970er Jahren der dominierende Fahrer der Amateurszene, der sogar zu den Profi-Rennen eingeladen wurde und sich mit dem damaligen Star dieses Metiers, Eddy Merckx, erfolgreich duellierte.

Ein bekannter heimischer Name wird stets mit Szurkowski in Verbindung gebracht: Lucjan Liß. Der über das Lager Unna-Massen in den Westen übergesiedelte Schlesier Liß wohnte danach in Bergkamen und war als Trainer viele Jahre allgemein für den RSV Unna tätig, bevor er sich ganz um seinen talentierten Sohn Lucas kümmerte und ihn bis zum Weltmeister im Bahnfahren führte. Lucjan Liß verstarb schon vor sechs Jahren. Er wurde zusammen mit Szurkowski Weltmeister 1971 und Silbermedaillengewinner in München 1972 im Straßenvierer.

Ryszard Szurkowski war der große Star und mehrfache Sieger der 23 Jahre lang mit großem Erfolg von Reinhold Böhm veranstalteten  „Osterrennen durch den Kreis Unna“. Im Jahr 1975 bot in diesem harten  Straßenrennen der heutige Vorsitzende des RSV Unna, Hans Kuhn, dem Weltstar des Radsports lange Paroli. Am Fröndenberger Eulenberg setzte sich Szurkowski als späterer Sieger zusammen mit dem Norweger Andresen von Kuhn ab, der aber noch den dritten Platz ins Ziel vor dem Kreishaus in Unna retten konnte. Danach gab es mehrere Treffen mit dem späteren Nationaltrainer und polnischen Verbandspräsidenten, zuletzt in Köln 2018. Im Jedermannrennen von „Rund um Köln“ ging Ryszard als „Prominenter“ an den Start und stürzte dann so schwer, dass er danach im Rollstuhl sitzen musste und an weiteren Beeinträchtigungen bis zu seinem jetzigen Tod litt.

Bildzeile: Bahn-Bundestrainer Gustav Kilian begrüßte 1978 Ryszard Szurkowski vor dem Start zum Osterrennen in Unna

 

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