„Punktepolster nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“

737

Fußball-Westfalenliga 2: 1. FC Kaan-Marienborn – SV Holzwickede (So., 15 Uhr, Sportplatz Kaan-Marienborn, Breitenbacher Straßer 70, Siegen)Es gibt in der Westfalenliga mit Sicherheit keinen vermeintlich  leichten Gegner. Der nächste aber, zu dem der HSV am Sonntag ins Siegerland reist, zählt zu den allerschwersten. Seit Jahren gehört der 1. FC Kaan-Marienborn zumindest zum erweiterten Kreis der Meisterschaftsanwärter. Zwar scheint in dieser Saison der „Zug nach oben“ für die Schützlinge von Trainer Thorsten Nehrbauer als Tabellensechste und mit 14 Punkten Rückstand auf die Spitze bereits abgefahren zu sein, das ändert aber nichts daran, dass der 1. FC in der Endabrechnung möglichst weit oben angesiedelt sein will. Nun haben die Holzwickeder dem Club aus dem Siegener Vorort über all die Jahre hinweg ganz enge Spiele mit nur wenigen Toren geliefert und schon im Hinspiel das schon fast traditionelle 0:0 gegen die Käner geholt, das aber wird sich am Sonntagnachmittag auf dem Kunstrasenplatz im Breitenbachtal nur wiederholen lassen, wenn eine von A bis Z konzentrierte Leistung geboten wird und nicht – wie am vergangenen Sonntag – ein sechsminütiger Blackout die Punkte kostet. „Wir müssen das Spiel gegen Heven ganz schnell aus unseren Köpfen vertreiben“, setzt HSV-Coach Ingo Peter zwar nicht auf die Vergessens-Masche, wohl aber darauf, dass seine Mannschaft alles für eine Wiedergutmachung tun will. „Schließlich wollen wir das Punktepolster, das wir uns zu den Abstiegsplätzen mit guten Leistungen gegen gute Gegner erarbeitet haben, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen!“

Natürlich weiß der Holzwickeder Linienchef um die Schwere der Aufgabe vor allem in Kaan-Marienborn, denn der 1. FC hat immerhin 21 von bisher 37 Punkten in heimischer Umgebung geholt und ist zudem mit 16 Zählern das drittbeste Rückrundenteam der Liga. Am vergangenen Sonntag gab es für die Käner eine glatte 1:4-Niederlage in Marl-Hüls und zudem die gelb-rote Karte für Dennis Noll, doch ändert das nichts an der Favoritenrolle, die der 1. FC in dieser Partie schon wegen seines Heimvorteils einnimmt. Wie in den zurückliegenden Jahren zählt Michael Kügler zu den überragenden Goalgettern der Liga und hat mit seinen bislang 14 Treffern wesentlich zum guten Torverhältnis der Siegerländer von 43:28 beigetragen. „Auf ihn werden wir natürlich besonders achten müssen“, sagt Ingo Peter und hofft, dass ihm am Sonntag so wichtige Abwehrspieler wie Marco Köhler und Tim Lorenz uneingeschränkt und beschwerdefrei zur Verfügung stehen und nicht wie gegen Heven vorzeitig ausgewechselt werden müssen. Bei allem Respekt vor dem Gegner, geht Peter mit seinem Team durchaus zuversichtlich auf die gut 110 Kilometer lange Reise ins Siegerland: „Wenn alle mitziehen, brauchen wir uns auch in Kaan-Marienborn nicht zu verstecken!“

Bild: Im Hinspiel schaffte der HSV ein 0:0 gegen Kaan-Marienborn

Vorheriger ArtikelDoppelsiege gehen an Elena Bröckmann und Franz-Josef jun. Dahlmann
Nächster Artikel„Wir müssen gewinnen, egal wie“

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.