Punkte-Angeln soll am Donnerstag am Stausee weitergehen – HSC erhöht Zuschauerkapazität auf 500

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Fußball: Viermal in Folge gab es keinen Sieger im Oberliga-Duell zwischen dem HSC und den Sportfreunden Siegen. Mit dem hochverdienten 4:1-Heimerfolg gegen den insgesamt ratlos wirkenden Mitfavoriten im Aufstiegsrennen haben die Holzwickeder nun einen blitzsauberen Start hingelegt, sechs Punkten (6 : 2 Tore) aus zwei Spielen auf dem Konto und rangieren auf Platz 4. Und das bei noch einem Nachholspiel daheim gegen den SV Schermbeck in der Hinterhand. Die Tore für den HSC erzielten Robin Rosowski (15.), Sebastian Hahne (30. und 43.) sowie Robin Schultze (59.). Das Siegener Ehrentor erzielte Jannik Krämer erst kurz vor Schluss (83.).

HSC-Coach Axel Schmeing aber warnt trotz des Erfolgs: „Wir haben noch 40 Spiele in dieser ausgeglichenen Oberliga Westfalen vor uns. Dazu Pokalspiele auf Kreis- und Westfalenebene. Unsere personelle Situation ist nun aufgrund der Ausfälle wirklich nicht berauschend. Daher kann es im Training aufgrund der englischen Wochen nun um Taktik und Regeneration gehen. Ganz wichtig ist es daher, dass wir diese Punkte erst mal im Sack haben und fleißig weitere Zähler sammeln.“

Kommen und Gehen auf der Ausfallliste

Mit seinem Treffer zum 1 : 0 machte sich Robin Rosowski selber das schönste Geschenk zu seinem vorläufigen Abschied. Der nimmermüde Kämpfer, an dem Gegenspieler reihenweise verzweifelt sind, absolviert im Rahmen seines Studiums ein halbjähriges Praktikum in Barcelona. Damit fällt Rosowski ebenso langfristig aus wie Philip Gödde (Bandscheibe), Joshua Heinrichs (Schulter OP diese Woche) und Ferdinand Franzrahe (Handbruch). Doch wenn alles gut geht, stehen Mohamed Yarhdi und Til Busemann, die beide auf der „6“ spielen können, schon gegen Haltern wieder zur Verfügung. Auch sehr schön: Maximilian Venos kommt durch intensives Training immer besser in Schuss. Auch Tomislav Ivancic knüpft nach seiner längeren Verletzungspause an seine gute Form zu Beginn des Jahres an.

Nun gegen selbstbewussten TuS aus Haltern – Duell Vierter (HSC) gegen Fünfter (Haltern)        

Bereits am Donnerstag, 24. September, soll das „Punktefischen“ in der „Stausee-Arena“ weitergehen. Der Ex-Regionalligist TuS Haltern wird den HSC mit breiter Brust empfangen. Schließlich gewann das Team von Trainer Timo Ostdorf am Sonntag beim Top-Aufstiegsaspiranten RSV Meinerzhagen mit 4 : 2. Die Treffer erzielten Enes Schick (3) und Stefan Oerterer (1). Der TuS überzeugte und dominierte dabei die Sauerländer über weite Strecken. Dabei hatten die Mannen vom Stausee vor der Saison sich von zahlreichen Spielern getrennt und sich Athletico Bilbao zum Vorbild genommen. Die Spanier setzen ausschließlich auf Spieler aus der Region und der Stadt. Der TuS hat den Anspruch, in der laufenden Spielzeit seinen Kader mit mindestens 50 Prozent und in der kommenden Saison mit 75 Prozent Spielern aus Haltern zusammenzustellen. Das neue „Wir aus Haltern-Gefühl“ wirkt offenbar bereits jetzt, wie das überraschende Ergebnis beim RSV zeigt. Der Ex-Halterner Robin Schultze, zwei Jahre dort im Dienst, warnt dann auch: „Haltern hat eine exzellente Jugendarbeit. Und auch die Spieler, die geblieben sind oder aus der Zweiten, die ja in der Landesliga spielt, haben viel Qualität. Der TuS ist auch in dieser Spielzeit stark und wird uns am Donnerstag alles abfordern.“

Bildzeile: Der HSC darf ab sofort 500 Zuschauer ins Montanhydraulik-Stadion lassen.


HSC darf nun 500 Zuschauer ins Montanhydraulik-Stadion lassen    

Nach der neuen NRW-Corona-Verordnung und Gesprächen mit der Gemeinde Holzwickede und dem vorhandenen Hygienekonzept darf der HSC ab sofort 500 Zuschauer statt bisher 300 Besucher ins Montanhydraulik-Stadion lassen. Noch am Sonntag gegen Siegen standen zahlreiche Siegener außerhalb der Arena und „linsten“ durch den Zahn an der Montanhydraulik-Straße. Übrigens war dort die Stimmung lautstärker als bei den Siegener Fans im Stadion, die eine der 50 den Gästen zur Verfügung stehenden Karten ergattert hatten.

Keine Kontrolle „mit dem Radel oder Auto “ außerhalb des Stadions

Mehr 500 Zuschauer werden es allerdings erst mal nicht werden. Zwar wären rein theoretisch auch 1.000 Besucher möglich – doch dazu müsste das Hygienekonzept fortgeschrieben und auch ein Konzept für den Bereich im Umfeld des Stadions, vor allem möglichen Aufenthaltszonen und Anreisewegen vorgelegt und dann auch kontrolliert werden. „Ich glaube nicht, dass unser Geschäftsführer Günter Schütte in einem solchen Fall von über 1.000 Fans mit dem Auto oder Fahrrad herumfährt und kontrolliert. Vorgeschlagen habe ich es ihm, doch er war nicht sonderlich begeistert“, schmunzelte HSC-Vorsitzender Udo Speer. Aber ernsthaft: Selten gibt es über 500 Zuschauer bei Oberliga-Spielen. Daher bleibt es für den HSC auch bei den genehmigten 500 Zuschauern.

Spielverlegungen und Terminierungen HSC und HSC U 23

Der HSC, die HSC U 23 und die jeweiligen Gegner haben sich nun auf Nachholtermine und Verlegungen von Spielen geeinigt. So hat Landesligist IG Bönen das ihm zustehende Heimrecht für das Achtelfinale des Kreispokals an den HSC abgegeben. Beide Teams stehen sich nun am Mittwoch, 7. Oktober, 19 Uhr im Montanhydraulik-Stadion gegenüber. Das Nachholspiel gegen den SV Schermbeck vom 1. Spieltag wird am Donnerstag, 15. Oktober, 19.30 Uhr im Montanhydraulik-Stadion nachgeholt. Terminiert ist auch das Westfalenpokal-Spiel beim Liga-Konkurrenten TSV Clarholz. Das geht am Samstag, 31. Oktober, 14 Uhr in Clarholz über die Bühne. Bereits am kommenden Sonntag, 27. September, stehen sich beide Teams in der Oberliga-Meisterschaft im Montanhydraulik-Stadion gegenüber (Anstoß: 15 Uhr).

Fan-freundliche Verlegung auch bei der U23

Auch U 23 hat ihr nächstes Meisterschaftsspiel in der Bezirksliga 8 verlegt – wenn auch nur (Uhr-)zeitlich. Gegen den Geisecker SV erfolgt der Anstoß auf der Opherdicker Haarstrang-Sportanlage um 17.30 Uhr. Damit können Fans des HSC am kommenden Sonntag zunächst die „Erste“ im Heimspiel gegen Clarholz unterstützen und dann um 17.30 Uhr die U 23 gegen Geisecke.

Bildzeile: Ein Foto, das zeigt, warum Siegen am Ende verdient mit 1:4 in Holzwickede unterlag. Die Siegener Spieler waren insgesamt zu langsam, insbesondere die Innenverteidiger und konnten den schnellen HSC-Offensiven, wie hier Nico Berghorst, einfach nicht folgen.

 

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