Oberligist Hamm setzt sich erst im Elfmeterschießen gegen den TSC durch

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Fußball, Krombacher-Kreispokal, Achtelfinale: TSC Kamen – Hammer SpVg 6:7 nach Elfmeterschießen (1:1/1:1). Der letzte Sieger im Achtelfinale steht fest – erwartungsgemäß setzte sich der favorisierte Oberligist beim TSC durch. Doch immerhin zwang der gastgebende Bezirksligist die Hammer ins Elfmeterschießen. Hier hielt Kamen auch bis zum letzten Schützen mit – dann scheiterte Ufuk Türkkan am Hammer Torhüter Kevin Scierski. So hieß es am Ende 7:6 für die Hammer Gäste.

Beide Mannschaften liefen nicht in Bestbesetzung auf. Doch immerhin standen bei den Gästen viele Oberligaspieler auf dem Kunstrasen. Ein Drei-Klassen-Unterschied war in den ersten 45 Minuten nicht erkennbar. Balltechnisch hatte Hamm zwar Vorteile, doch machte Kamen das mit Einsatz und Kampf wett. Horsan Ahmed brachte den Oberligisten in Front (18.). Doch eine Viertelstunde später weithin hörbarer Torjubel auf der Sportanlage an der Gutenbergstraße – Enes Yavuz  versenkte einen Freistoß in die Hammer Maschen. 1:1.

Dabei blieb es bis zur Halbzeit – und dieses Ergebnis hatte auch bis zur 90. Minute Bestand, wenngleich die Gäste nach der Pause mehr Ballbesitz und einige gute Einschussmöglichkeiten hatten. Mit viel Kampfgeist wehrten sich die Kamener, kamen auch vereinzelt gefährlich vor das Hammer Tor, doch im Abschluss fehlte die Effektivität. Schiedsrichter Julian Siepmann beendete die Partie nach 90 Minuten und bat regelkonform zum Elfmeterschießen. Hier zeigten sich die jeweiligen Elfmeterschützen beider Teams relativ zielsicher. Ufuk Türkkan trat zum letzten Kamener Elfer an. Wenn er den vergeben würde, hätte Hamm gewonnen. So kam es auch, denn HSV-Keeper Kevin Scierski parierte den Schuss – und damit ermöglichte er seiner Mannschaft den Einzug ins Viertelfinale.

Trainerstimmen
Nail Kocapinar (TSC): Wir haben vor dem Spiel erst einmal geguckt, wer ist da und wer nicht ist.  Wir hatten auf der Bank zwei A-Jugendliche und noch zwei Spieler aus der 2. Mannschaft. Respekt vor unserer Leistung. Wir haben einen Oberligisten richtig gut gefordert. Im Elfmeterschießen zu verlieren, ist natürlich unglücklich. Auf unsere Leistung bin ich einfach stolz. Diese Steigerung wollen wir auch weiter mitnehmen in der Liga.  Step by Step wollen wir noch weiter drauflegen.  Ich wünsche Hamm weiter noch viel Erfolg.
Steven Degelmann (HSV): Vom Zeitpunkt her nach dem verlorenen Derby war der Termin extrem blöd. Es ist aber immer noch gut, wenn die Jungs kicken können statt auszulaufen und sich noch mehr Gedanken machen. Schön, dass es positiv für uns ausgegangen ist. Es war erwartet schwer. Wir haben gegen eine kampfstarke Truppe gespielt. Das ist eben Pokal.  Den direkten Freistoß haben wir zum 1:1 bekommen. Das war nicht so schön vom Spielverlauf her.  2. Halbzeit hatten wir ein bisschen Pech mit unseren Chancen. Davon hätten wir eine nutzen müssen.  Im Elfmeterschießen entscheidet immer das Glück. Wir sind weiter. Ich bin froh.

TSC: Tüten, Gür, Mo. Morsel, F. Aydeniz, Civak, Celiktas, Yavuz, Akdogan (14. Crescente/71. Bayar), Erdur, Ponten.
HSV: Scierski, Nemec, Radojic, Lorengel, Saraman, Oxe, Ahmed, Latifaj, Stroemer (46. Cakir), Kozdon (65. Woitaschek), Özkara (60. Grodowski).
Tore: 0:1 (18.) Ahmed, 1:1 (26.) Yavuz.
Verwandelte Elfmeter
TSC: Bayar, Yavuz, Celiktas, Mo. Morsel, Gür / HSV: Grodowski, Lorengel, Cakir, Woitaschek, Ahmed, Oxe.

Die Spiele im Viertelfinale (13. Oktober)
SuS Kaiserau – SG Bockum-Hövel
TuS Wiescherhöfen – Hammer SpVg
SVF Herringen – Holzwickeder SC
TuS Uentrop – SSV Mühlhausen-Uelzen.

Bildzeile: Es kam nach 90 Minuten beim Spielstand von 1:1 zum Elfmeterschießen. Beide Mannschaften stellten sich dafür an der Mittellinie auf.  Am Ende gewann der Oberligist 7:6.

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