Nachbarschaftsduell hat nichts von seinem Reiz eingebüßt

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Fußball: Westfalenliga 2: SV Holzwickede – FC Iserlohn (So., 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion). Ein Nachbarschaftsduell, das schon in früheren Jahren voller Brisanz war und auch in der „Neuzeit“ nichts von seinem Reiz eingebüßt hat, steigt am Sonntagnachmittag im Montanhydraulik-Stadion. Der FC Iserlohn ist mit einem 2:2 gegen den abermals ganz hoch eingeschätzten TSV Marl-Hüls in sein zweites Jahr nach dem Wiederaufstieg gestartet.Zwar mussten die Sauerländer in dieser Begegnung nach einer 2:0-Führung offensichtlich ihrem Anfangstempo Tribut zollen und in der Schlussphase noch den Ausgleich des Titelaspiranten hinnehmen – noch dazu durch einen strittigen Handelfmeter – , aber der FC hat zumindestens angedeutet, dass ihm mit Fug und Recht ein Platz in der Spitzengruppe zugetraut wird. Und das wollen sie auch beim alten Widersacher in Holzwickede unter Beweis stellen. Allerdings muss Trainer Christian Hampel dabei auf den Ex-Mühlhausener Pierre Szymaniak verzichten, der sich am vergangenen Sonntag in der Nachspielzeit eine gelb-rote Karte eingehandelt hat. Nicht dabei auch der frühere Holzwickeder Sascha Ernst, der den Iserlohnern wegen eines Kreuzbandrisses lange Zeit fehlen wird. Und ob es im Montanhydraulik-Stadion zum Duell der Lenz-Brüder (Fabian beim HSV, Lukas beim FC) kommt, ist mehr als fraglich, weil der Iserlohner Lenz an einem Muskelfaserriss laboriert und aller Voraussicht nach nicht auflaufen kann.

„Daraus dürfen wir auf keinen Fall die falschen Schlüsse ziehen, denn der FC hat einen starken Kader und kann diese Ausfälle gut kompensieren“, erwartet HSV-Coach Ingo Peter dennoch  eine Iserlohner Mannschaft, die seinem Team das Leben mehr als schwer machen wird und vor allem immer noch voller „Revanchegelüste“ nach den beiden Vorjahrsniederlagen (2:6, 0:1) ist. Ingo Peter selbst hat in dieser Woche mit seinem Kader intensiv daran gearbeitet, solche Fehler, wie sie in Hordel zum 0:2 führten, abzustellen: „So etwas wie am vergangenen Sonntag in den spielentscheidenden Szenen darf uns gegen Iserlohn nicht passieren, das würde ein Goalgetter wie Kingsley Nweke im FC-Team gnadenlos ausnutzen“. Das Testspiel am Mittwoch in Sölde (4:0) haben die HSVer ohne Blessuren überstanden und konnten dabei zwar teilweise mit dem Kombinationsspiel – zum Beispiel vor den Treffern -, aber insgesamt nicht mit der Chancenverwertung zufrieden sein. Nicht nur Ingo Peter hofft daher, dass Markus Krawietz nach seiner Oberschenkelzerrung wieder eingesetzt werden und dem Holzwickeder Angriff neue Impulse geben kann: „Das ist gegen einen Gegner vom Kaliber eines FC Iserlohn schon äußerst wichtig!“

Bild: HSV-Torjäger Markus Krawietz soll gegen Iserlohn wieder stürmen

 

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