Montanhydraulik-Stadion als Selbstbedienungsladen – schon die vierte Heimpleite für den HSC

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Fußball: Ein richtig guter Freistoß von Marcel Duwe aus rund 25 Metern, eine schöne Kombination von Lucas Arenz über Ensar Selmanaj zu Philipp Gödde, der (wieder einmal) komplett freistehend am Keeper scheiterte und der Abpraller dann von Henri Böcker ins Tor geschossen wurde, der Treffer aber aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels von Böcker nicht die Anerkennung von Schiedsrichter Kathrin Heimann fand  – das waren die einzigen Höhepunkte aus Sicht des HSC bei der 0:2 Heimniederlage am Sonntag gegen die Sportfreunde Siegen.

Auf der Negativ-Seite standen Punkte wie eine fast halbstündige, ungenutzte Überzahl, ein nicht unhaltbares Tor zum 0:1 durch Arda Nebi in der 33. Minute, ein 0:2 nach einem Aussetzer von Til Busemann, der das Leder im Mittelfeld leichtfertig vertändelte und Marcel Mosch, der keine Mühe zum 2:0 hatte. Dazu kommen Fakten wie ein geringeres Zuschauerinteresse nach nunmehr vier Heimniederlagen (nur noch 250 Zuschauer statt wie vor einem Jahr fast 700 Besucher gegen den gleichen Gegner) und unzufriedene Fans. Sieben Punkte und die Tordifferenz von 9:21 Toren sind nun ebenfalls nicht dazu angetan, in Euphorie zu verfallen.

Von Schlagern und Geschlagenen – und Vorstandssitzung

Am Ende dröhnten deutsche Schlager zum Mitsingen aus der Box in der Siegener Kabine – und die Geschlagenen aus Holzwickede übten sich im Rekord-Schnellduschen. Nur wenige kamen HSC-Kicker noch in den VIP-Raum – und waren recht sprachlos. Anders der HSC-Vorstand: Der tagte direkt nach Abpfiff im kleinen Saal des Sportheims – und da ging es wohl eher weniger um die Organisation der nächsten Mannschaftsfeier. Gesprächsthema war dem Vernehmen nach, neben der Situation der Ersten, auch die HSC U23, die beim Tabellenletzten Lüner SV II ein 0 : 2 kassiert – und sich damit mächtig blamiert hatte.

Es wird unruhig beim HSC – wenn auch nicht übertrieben dramatisch. Zwar steht der HSC nun auf dem ersten direkten Abstiegsplatz, doch noch ist der zehnte Platz, der zur Aufstiegsrunde berechtigt, nur vier Punkte entfernt. Doch es wird Zeit – allerhöchste Zeit, endlich die Kurve zu bekommen. Am kommenden Sonntag, 24. Oktober, geht es auf weite Tour zur Spielvereinigung Vreden. Da muss gepunktet werden, was der HSC bislang ja auch nur in Clarholz und in Schermbeck dreifach und in Hamm wenigstens noch mit einem Pünktchen geschafft hat. Dann kommt der FC Gütersloh ins Montanhydraulik-Stadion – und da droht nun in der sonntäglichen Form ohne Übertreibung oder Schwarzmalerei die fünfte Heimniederlage.

Personelle Lage bleibt angespannt – weg mit den „individuellen Böcken“

Hoffnung auf „Comebacker“ gibt es für das Vreden-Spiel nicht. Nils Hoppe (Urlaub), Moritz Müller (Muskelfaserriss) und Leon Gensicke (Fußverletzung) werden nicht auflaufen können. Und auch die „Genesenen“ sind längst nicht bei 100 Prozent. So war die Leistung von Mathieu Bengsch oder Til Busemann zuletzt sehr überschaubar. Dazu kommen dann in jedem Spiel die „individuellen Böcke“. „Diese kapitalen Fehler haben wir in jedem Spiel. Das müssen wir ganz schnell abstellen“, sagte HSC-Trainer Marc Woller bei der Pressekonferenz nach der Siegen-Pleite. Es gibt viel zu tun und viele Baustellen…

HSC setzt Fanbus nach Vreden ein

Für die unermüdlichen „Ultras“ setzt der HSC am kommenden Sonntag, 24. Oktober, einen Bus nach Vreden an der holländischen Grenze ein. Anmeldungen für die rund 130 Kilometer lange Fahrt nimmt HSC-Geschäftsführer Günter Schütte unter 01575 531 9515 entgegen.

Bildzeile: Auch Robin Schultze (r.) konntre bei der 0 : 2-Niederlage des HSC gegenSiegen keine Akzente setzen.

 

 

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