Mit starker Leistung gegen den Meister zum Klassenerhalt

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Handball-Oberliga: HC TuRa Bergkamen – SG Schalksmühle-Halver 33:28 (15:11). Spektakulär der Auftakt des Meisters, der mit einem Kempa-Trick durch Stuhldreher 1:0 in Führung ging. Doch davon ließen sich die TuRaner nicht beirren, erstarrten nicht vor Ehrfurcht vor dieser Szene und auch nicht vor der vermeintlichen Klasse von Schalksmühle-Halver. Im Gegenteil, voll konzentriert, mannschaftlich geschlossen bot man Paroli, glich den Rückstand aus und führte durch Weßelings drittem Treffer erstmals in der achten Spielminute.

Diese Führung gab man nicht mehr ab. Über 8:5, 12:8 und 15:11 zur Halbzeit hatte sich der HCT bereits ein kleines Polster zugelegt, das beim 23:20 (46.) im zweiten Durchgang noch einmal gefährdet schien. Da spielte man in Unterzahl – Krohne und Weßeling verbüßten Zwei-Minuten-Strafen – und vor allem der überragende Matthias Massat hielt die Mannschaft im Spiel. Alex Katsigiannis verwandelte einen Siebenmeter zum 24:20 und setzte das Signal für eine gelungene Schlussphase. Trotz 5:1-Deckung oder gar offene Manndeckung des Gegners ließ sich Bergkamen nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Am Ende stand ein klarer Heimerfolg von 33:28 an der Anzeigetafel. Sieg – und damit war der Klassenerhalt perfekt.

Ein Unentschieden hätte es sein müssen, so war die Rechnung vor dem Spiiel. Ein Punkt also und Mitkonkurrent HSE Hamm hätte in Ahlen dann sogar gewinnen können. TuRa wäre gerettet gewesen. So kam es noch besser und der Meister, der gewiss nicht am Samstagabend seinen besten Tag erwischt hatte, wurde geschlagen nach Hause geschickt. Das sollte die starke Leistung des HC TuRa aber keineswegs schmälern.

HCT-Trainer Jörg Rode: „Es war ein schweres Spiel, eine enge Kiste. Wir hatten uns viel genommen. Es stand ein Team, von vorne bis hinten, auf dem Parkett, das wusste, was auf dem Spiel steht. Die Deckung stand klasse und im Tor hielt Massat überragend. Schalksmühle hat viel liegen gelassen, wir aber auch. Unsere 24 Punkte, die man zum Klassenerhalt benötigte, zeigen die Ausgeglichenheit der Liga auf. Rycharski ging angeschlagen ins Spiel. Normalerweise müsste er pausieren, er wollte im letzten Spiel aber unbedingt mithelfen, die Klasse zu sichern. Von daher ein großes Lob an ihn. Ich freue mich auch über den Oberliga-Aufstieg unserer Damen. Gratulation. Glückwünsche ebenso an den SuS Oberaden zum Aufstieg. Wir sind im Kreis wieder gut augestellt.“

HC TuRa: Massat (1. – 60.), Papaioannou (n.e.); Krohne (1), Brosch (4), Weßeling (13), Webers, Rycharski (6), Kauer, Katsigiannis (7/1), Reininghaus (1), Moog (1), Schreiber, Weber.

Bild: Pastrick Opierzynski

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