Mit Euphorie nach Hüttenberg

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Handball Bundesliga ASV Hamm Huettenberg;Krechel Oliver;Jubel;

Handball: Es läuft zur Zeit beim ASV Hamm-Westfalen. Seit fünf Partien kassierte die Mannschaft von ASV-Trainer Kay Rothenpieler keine Niederlage mehr, in vier Spielen davon gingen die Jungs im roten Trikot sogar als Sieger vom Platz. Dank der konstant guten Leistungen liegen die Westfalen vor der Auswärtsbegegnung des 16. Spieltags am Samstag (ab 19:30 Uhr) beim TV Hüttenberg auf Platz drei und sind punktgleich mit den ersten beiden Teams, HSC 2000 Coburg und TUSEM Essen. Die Euphorie bei den Hammern und ihren Fans steigt. Während sich der ASV beim 27:22-Sieg in der Partie beim TuS N-Lübbecke vor allem in der Schlussphase regelrecht in einen Rausch spielte, war das 32:29 am vergangenen Samstag in der WESTPRESS arena gegen den TSV Bayer Dormagen vor allem ein Sieg des Willens.

„Gerade mit Blick auf die widrigen Umstände haben wir gut gespielt“, meint Rothenpieler mit Blick auf die Rote Karte gegen Jan Brosch nach rund zehn Minuten an und fügt hinzu: „Deshalb war die Stimmung während der Trainingswoche natürlich gut, wir haben uns konzentriert auf Hüttenberg vorbereitet.“ Einen besonderen Fokus legte der Ex-Profi dabei auf die Deckung des TVH: „Sie sind die einzige Mannschaft in der Liga, die mit einer 3:1-Deckung spielt. Da haben wir im Training Lösungen gesucht. Außerdem ist Hüttenberg heimstark, die Stimmung ist gut – es wird eine schwierige Aufgabe.“ Für sein Team gilt es laut Rothenpieler, aus einer „kompakten Deckung“ zu agieren: „Wir müssen sicher stehen, eine gute Beinarbeit an den Tag legen und zu unseren Stärken finden.“

Am vergangenen Wochenende hatten die Hüttenberger Grund zum Jubeln, im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz fuhr das Team von Trainer Frederick Griesbach einen 32:27-Sieg ein und überholte die Sachsen im Klassement. Dennoch verläuft die Saison bislang wohl nicht wie gewünscht, die Hessen liegen mit 12:16 Punkten auf Platz 13, der Abstand auf die Gefahrenzone beträgt nur drei Zähler.

Keine Schuld an der mäßigen Spielzeit trägt Björn Zintel. Der Ex-ASVer glänzt als Torschütze, war bereits 98-Mal erfolgreich und belegt hinter Niklas Weller (HSV/113 Tore) und Florian Billek (Coburg/106) Rang drei der Torjägerliste. Vor dem Anpfiff stapelte Zintel tief: „Wir spielen zuhause, da wollen wir immer etwas mitnehmen. Auch wenn es eine schwierige Aufgabe wird. Hamm hat einen guten Kader, ist von Verletzungen weitestgehend verschont geblieben – und sicher Favorit.“ Auch Hamms Trainer Rothenpieler, der auf alle Spieler zurückgreifen kann, hat ein Augenmerk auf Zintel geworfen: „Wir müssen Björn gut verteidigen“, so der 48-Jährige, der aber ergänzt: „Wir konzentrieren uns nicht nur auf einen Spieler. Denn beispielsweise Tomáš Sklenák spielt ihn gut frei. Wir wollen aber die jüngste Euphorie mitnehmen und mit Begeisterung in die Partie gehen.“ (mby)

Bild: Auch dank konstant guter Leistungen von ASV-Torhüter Oliver Krechel liegen ASV Hamm-Westfalen vor der Auswärtsbegegnung des 16. Spieltags am Samstag beim TV Hüttenberg auf Platz drei / Foto Henning Wegener.

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