„Mit 36 geworfenen Toren zuhause muss man einfach gewinnen“

„Mit 36 geworfenen Toren zuhause muss man einfach gewinnen“

Handball-Verbandsliga HC TuRa Bergkamen – HSG Gevelsberg/Silschede 36:42 (20:22). Beim „Tag der offenen Tür“ (TuRa-Trainer Thomas Rycharski) kassierte der HC TuRa die erste Heimniederlage der laufenden Spielzeit und die dritte Pleite in Folge. Entsprechend bedient war „Tomek“ nach der Begegnung, besonders die 42 Gegentore machten ihn fassungslos. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann seine Torhüter mal so oft das harzige Spielgerät aus den eigenen Maschen holen mussten. Die Folge: die TuRaner setzen sich mit nunmehr 9:9-Punkten im Mittelfeld fest. „Bei der Leistung der Deckung lässt sich nichts schönreden“, haderte Rycharski mit seiner Defensive. „Letzte Woche war es der Angriff und diese Woche die Abwehr.“

50 Minuten lang wogte das Spiel hin und her, obwohl die Mannschaft aus dem südlichen Ruhrgebiet zeitweise schon mit fünf Toren (17:12, 18:13) in der ersten Hälfte ab der 20. Minute führte. Bis dahin hatte der HCT unter anderem schon drei Strafwürfe ausgelassen. Im Angriff bemerkte man das Fehlen von Kevin Saarbeck und dass Pascal Terbeck hautnah gedeckt wurde. Lediglich Rechtsaußen Philipp Moog zeigte eine überdurchschnittliche Leistung und erzielte 11 Treffer, davon schon sieben im ersten Durchgang. Er sorgte mit dafür, dass die Hausherren beim Halbzeitstand von 20:22 wieder in Schlagdistanz kamen.

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Robin Webers den Ausgleich zum 23:23. Beim 25:24 und 28:27 gingen die TuRaner noch zweimal in Front und es sah danach aus, als könnten sie die Wende schaffen. Die HSG nutzte aber erneut eiskalt die Schwächen der Hausherren in der Defensive aus. Ab der 53. Minute, nachdem es noch einmal unentschieden (34:34) stand, wurden sie förmlich überrannt. Innerhalb von fünf Minuten machten die Gäste daraus ein 38:34 und die Vorentscheidung war gefallen. Nachdem Rycharski bei diesem Spielstand noch einmal eine Auszeit (57:09) nahm, ordnete er in der Abwehr eine offene Manndeckung an, im Angriff spielte er mit einem siebten Feldspieler. Aber auch das zeigte keine Wirkung und das Unheil nahm seinen Lauf.

„Egal ob wir 6:0 oder 4:2 gedeckt haben, die Abwehr stand einfach zu passiv. Es fehlte die Aggressivität. Wir treten in der 6:0 einfach zu wenig raus und lassen die Leute auf sieben Metern werfen. Das wurmt mich einfach. Mit 36 geworfenen Toren zuhause muss man einfach gewinnen. Wir müssen jetzt die Niederlage aufarbeiten, bevor wir nächste Woche nach Bommern fahren“, so der enttäuschte Coach des HCT.

HC TuRa: Stork (1. – 21.), Faber (ab 21.); Dam. Nowaczyk (3), Moog (11), Terbeck (2), Webers (3), Domanski (3), Fülber (4), Saarbeck (2), Kröllken (4/3), Dar. Nowaczyk (4/2), Müller, Ostermann.

Bild: Ohne Torerfolg blieb Philipp Ostermann (li.).

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