Lysakowski-Verletzung schockt den VfL – Oberaden II spielt die beste zweite Halbzeit der Saison

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Handball-Bezirksliga: Drei heimische Teams waren am Samstag in der Bezirksliga Hellweg im Einsatz. Nur der SuS Oberaden ging dabei als Sieger vom Parkett. Im Topspiel gegen Brambauer kassierte Aufsteiger VfL Kamen die zweite Saison-Niederlage – am Ende entschied ein Treffer die Partie. Der VfL verlor früh Tristan Lysakowski mit einem Nasenbeinbruch. Schlusslicht HC TuRa Bergkamen II hatte sich mit Rycharski und Baykan verstärkt und lieferte in Ennigerloh eine starke Partie ab, verlor am Ende nur knapp.

SuS Oberaden II – Hammer SC  35:30 (20:17). „Wir haben die beste zweite Halbzeit in dieser Saison gespielt“, freute sich SuS-Trainer Björn Grüter nach dem Schlusspfiff über den vierten Saisonsieg, der die Mannschaft auf Tabellentang fünf führt. Mann des Spiels war Felix Krock, der elf Treffer bejubeln durfte. Mit ein Garant war auch A-Jugendtorhüter Mario Schäfer, der ein starker Rückhalt war. Mit den ersten 30 Minuten war der Oberadener Coach nicht so sehr zufrieden, da stand die Abwehr nicht sicher genug, agierte zu offensiv, ließ 17 Gegentreffer zu. Das besserte sich nach der Pause. Oberaden zog bis zur 52. Minute auf 32:25 davon. In dieser Phase parierte Schäfer „einige Freie“ und beflügelte so seine Vorderleute, die die Torausbeute auf 35 steigerte. Björn Grüter: „Ein guter Tag für uns heute.“
SuS II: M. Schäfer, Schaumann; Stratmann 2, Schumacher 1, Braach 3, Rodefeld 4, Wegelin 2, Krock 11, Titz, H. Schuchtmann 2, Gonschewski 7, Wagner 3, Grosser.
Bestnoten: Krock, Schäfer

krock

Spielte überragend beim SuS: Felix Krock (li.)

VfL Kamen – VfL Brambauer 18:19(6:8).
Die Partie begann mit einem Schock für den VfL. Nach nur einer gespielten Minute schied Tristan Lysakowski mit einem komplizierten Nasenbeinbruch aus und musste in die HNO-Klinik nach Dortmund gebracht werden. „Das war in der Tat ein Schock für unsere Jungs, die danach mehr oder weniger gelähmt wirkten.“ So lag Brambauer stets in Führung. Doch diese Partie hätte der gastgebende Aufsteiger nicht verlieren müssen. Er kam trotz „vieler Stockfehler und Fehlwürfe“, wie VfL-Coach Detlef Vogt die entscheidenden Fehler seiner Mannschaft ansprach, noch auf 15:16 (55.) heran. Dann wieder Fehler, 15:18. Schlüter (2) und Göke trafen zuletzt für die Kamener, zum Unentschieden reichte die Zeit aber nicht mehr. Noch einmal Detlef Vogt: „Die Abwehr funktionierte, aber vorne fehlte uns die Durchschlagskraft.“
VfL: Kissing, Schlüter, Göke 2, Lysakowski, Heunemann 2. M. Keck 2, Römermann, Vogt 3, Kuropka 2, Jagusch, Holtmann 1, Sutmeier, Hohl 2.
Bestnoten: TW Kissing und die geschlossene Abwehr.

TV Ennigerloh – HC TuRa Bergkamen II 29:27 (18:11). Mit Verstärkung von oben – Rycharski und Baykan – lief die TuRa-Reserve in Ennigerloh auf. Das wirkte sich allerdings noch nicht sofort aus. „Die Mannschaft musste sich erst einmal finden“, schilderte HCT-Trainer Jörg Gontz den Spielverlauf, „es  wurde zunehmend besser und wir waren in der 2. Halbzeit auf Augenhöhe.“ Er trauerte jedoch den ersten 30 Minuten nach, wo man die Partie eigentlich verlor. Da nutzte Ennigerloh mit quirligem Angriffsspiel noch die Schwächen der TuRaner. Neun Tore Vorsprung zur Pause. Das konnte Bergkamen nicht mehr ganz aufholen. 27:21 hieß es nach 55 Minuten. Wedemeyer und zwei Mal Schäfer verkürzten, aber die siebte Niederlage im siebten Spiel war Realität – und weiterhin das Schlusslicht.
HCT II: Bommer, Wrenger; Leder 2, Schäfer 8, Nitsch 5, Goskawski 2, Ogar 1, Althusmann 2, P. Faulstich1, Wedermeyer, Rycharski 4, Baykan 1.
Bestnoten: Schäfer, Nitsch.

Bild: Zu oft liefen sich die VfL-Angreifer in der Deckung von Brambauer fest, machten zudem technische Fehler und produzierten zu viele Fehlwürfe.

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