LSB-Bestandserhebung 2021: Rund 4,92 Millionen Vereinsmitglieder halten dem NRW-Sport die Treue

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Allgemein: Der organisierte Sport mit seinen derzeit rund 17.900 Vereinen bleibt in Nordrhein-Westfalen eine unverzichtbare gesellschaftliche Kraft, hat aber die Corona-Auswirkungen wenig überraschend ebenfalls zu spüren bekommen: So nutzen insgesamt etwa 4,92 Millionen Vereinsmitglieder gemäß der aktuellen Bestandserhebung (Stand: 01. April 2021) durch den Landessportbund NRW die zeitgemäßen Angebote für sämtliche Altersklassen und jeden sportlichen Anspruch. Gegenüber der Vorjahresstatistik 2020 ergibt sich somit ein noch moderater Rückgang von insgesamt etwa 166.000 Personen (5,084 Millionen), dies entspricht knapp 3,4 Prozent.

Nicht zuletzt aufgrund der zum Jahreswechsel dieses Mal komplett weggefallenen Neuanmeldungen in den Vereinen (zum Beispiel für Kursangebote) rutscht allerdings die Gesamtzahl erstmals seit 2014 unter die Fünf-Millionen-Grenze ab. „Daran gibt es trotz der schwierigen Zeiten nichts zu rütteln: Der Sport sieht sich dank seiner zahlreichen Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsleistungen in unseren engagierten Vereinen eindeutig als aktiver Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass wir zeitnah vor allem unsere Kinder und Jugendliche wieder in Bewegung bringen“, verdeutlicht LSB-Präsident Stefan Klett den Ernst der Lage.

Großvereine beklagen zweistelligen Mitgliederrückgang      

Den insgesamt 54 Stadt- und Kreissportbünden in NRW haben sich aktuell noch exakt 17.887 Vereine (2020: 18.100) angeschlossen. Die 4,918 Millionen gemeldeten Sportlerinnen und Sportler verteilen sich auf 3,066 Millionen männliche sowie 1,852 Millionen weibliche Personen. Wenig Veränderungen trotz monatelanger Zwangspause gibt es in den 8.859 Kleinvereinen bis maximal 100 Mitglieder, die sogar insgesamt ein kleines Plus von knapp 0,7 Prozent notieren. Vom schmerzlichen Mitgliederverlust sind dagegen in erster Linie die Vereine mit über 1.000 Mitgliedern betroffen – und zwar in unterschiedlich starker Konsequenz: Während die 8.313 mittelgroßen Vereine (101 bis 1.000 Mitglieder) im Durchschnitt nur rund ein Prozent ihrer sportlichen Kundschaft eingebüßt haben, beklagen die 618 Großvereine (1.001 bis 2.500 Mitglieder) eine zweistellige Abwanderung von durchschnittlich 10,66 Prozent. Beim Blick auf die Altersgruppen alarmiert der größte Rückgang von knapp 16 Prozent im Bereich „0 bis 6 Jahre“, da vor allem für sämtliche Kleinkindgruppen (beispielsweise Schwimmen oder Eltern-Kind-Turnen) keine Anmeldungen möglich waren. Dagegen bewegt sich die Altersgruppe „61 Jahre und älter“ mit rund 930.000 Personen auf nahezu identischem Vorjahresniveau.

Bildzeile: LSB-Präsident Stefan Klett verdeutlicht den Ernst der Lage: „Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass wir zeitnah vor allem unsere Kinder und Jugendliche wieder in Bewegung bringen.“

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