Leverkusener Nationalspielerinnen zu stark für Königsborn

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Handball, 3. Bundesliga Frauen: Königsborner SV – TSV Bayer Leverkussen 04 II  20:28 (10:15). Es kam, wie es kommen musste: Bedingt durch die Pause in der  1. Liga reiste der Gast aus Leverkusen mit vier Spielerinnen aus dem Kader der Bundesligamannschaft an. So stand eine große Anzahl an Nationalspielerinnen auf der Platte der Kreissporthalle. Leider auf der falschen Seite.

Zu Beginn der Partie legte der Gast wie die Feuerwehr los und führte schnell  mit 4:1. Doch der KSV zeigte sich nicht geschockt und konnte ausgleichen. In Überzahl kassierte man jedoch zwei Treffer. Noch einmal kam man beim Stande von 5:6 für Leverkusen in Schlagnähe, doch dann führten einige Ballverluste zu schnellen Gegentoren und der Gast konnte die Führung auf vier Treffer ausbauen. Die Gastgeberinnen hielten jedoch dagegen, hatten aber Pech beim Abschluss und verpassten somit das ein oder andere Mal die Chance, den Abstand zu verkürzen. So konnte Leverkusen sich mit sechs Toren absetzen. Mit dem Halbzeitpfiff bugsierte Maike Benden den Ball ins Netz und konnte auf fünf Treffer verkürzen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah man den KSV-Damen an, dass sie gewillt waren die Niederlage abzuwenden. Jedoch brachte der erste Angriff keinen Erfolg und so konnte der Gast den ersten Treffer der zweiten Hälfte erzielen. Die Gastgeberinnen hielten dagegen, hatten aber des öfteren das Nachsehen gegen die wieselflinken Damen aus Leverkusen. In dieser Phase hielt Vanessa Seckelmann mit guten Paraden die Heimmannschaft noch im Spiel. Da es im Angriff jedoch nicht wie gewünscht gegen die starke Abwehr der Gäste lief, konnte sich dieser weiter absetzen. Die KSV-Damen ließen jedoch nicht die Köpfe hängen und kämpften mit Herz und Verstand, um die drohende Niederlage abzuwenden. Doch der Gast war an diesem Abend einfach zu stark  und verließ verdientermaßen als Sieger die Platte.

Den Gastgeberinnen blieb nur die Erkenntniss, dass man gegen eine  Mannschaft, die personell so bestückt, ist keine Chance hat, aber mit großem Einsatz die Niederlage in Grenzen halten kann. Wenn dann noch die vielen technischen Fehler hätten vermieden werden können und man ein bisschen mehr Schussglück gehabt hätte, hätte man auch die Partie interessanter gestalten können.

KSV-Trainer Kai Harbach: Wir hatten heute keine Chance gegen einen Gegner, der sich mit vier Spielerinnen aus der 1. Liga verstärkt hatte. Überraschenderweise hatten beide Mannschaften viele technische Fehler. Bei uns war es schade, dass wir vier Siebenmeter nicht nutzen konnten. Insgesamt haben wir keine schlechte Leistung geboten, waren aber am Ende gegen die schnelleren und technisch besser ausgebildeten Leverkusener chancenlos. Mit mehr Glück beim Torwurf hätten wir das Ergebnis freundlicher gestalten können.

KSV: Ebel, Seckelmann; Liese 1, Webers 2, Mastalerz 2, Wrede 3, Benden 2, Prasch, Pelz, Köppel 3, Feldmann, Bergmann 4, Esterhaus, Gerbe 1.

Bild: Schwerstarbeit hatten die KSV-Damen in der Abwehr zu verrichten gegen Leverkusen.

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