Letzter Neuzugang der Königstransfer – Ex-Profi Mehmed Kara spielt für den VfL Kamen

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Fußball: Der letzte Neuzugang des VfL Kamen ist zugleich auch der spektakulärste. Der Königstransfer. Ex-Profi Mehmed Kara hat sich für den A-Kreisligisten entschieden und verstärkt fortan das Mittelfeld.

Mit Blick auf seine sportliche Vergangenheit bringt der 36jährige Oberadener sehr viel Klasse und Routine mit. Von seinem Jugendverein SuS Oberaden wechselte Kara nach Gaziantep, wo er zunächst für den Büyükşehir Belediyespor in der Türkischen 2. Liga spielte. Nach einem halben Jahr veränderte er sich zu Gaziantepspor, wo er in der Saison 2003/04 dreimal in der Süper Lig auflief. Infolge eines Kreuzbandrisses musste er über ein Jahr pausieren.  Er kickte für den SV Holzwickede. Anfang 2007 schloss sich der Mittelfeld-Allrounder mit einer Gastspiel-Genehmigung der Hammer SpVg an. Dort debütierte Kara zum Beginn der Rückrunde in der damaligen vierthöchsten Spielklasse Oberliga Westfalen am 18. Spieltag gegen seinen späteren Verein Preußen Münster. Nach nur einem halben Jahr wechselte Kara zur Saison 2007/08 in die Domstadt Münster. Aufgrund der neuen 3. Liga, die zu Beginn der Spielzeit eingeführt worden war, blieb Preußen Münster trotz des Gewinns der Oberliga Westfalen 2008 in der vierten Liga, die nun durch die drei Regionalligen Nord, West und Süd gebildet wurde. Kara spielte beim frischgebackenen Regionalligisten aus Münster bei dem im Team favorisierten 4-2-3-1 System meist in der Dreierkette auf den Außenpositionen oder wurde in der Mitte als Spielmacher eingesetzt. Neben Einsätzen in der Oberliga Westfalen und der Regionalliga West stand Kara auch bereits im DFB-Pokal auf dem Platz. Dafür qualifizierte er sich mit den Preußen in den Jahren 2008, 2009 und 2010 und traf in der ersten Hauptrunde auf den VfL Bochum, Hertha BSC und zuletzt auf den VfL Wolfsburg.

Bildzeile: Mehmet Kara (li.) wird neuer Chefcoach bei der U18 des VfL Kamen. Ihm zur Seite stehen Arthur Meisler (Mitte) und Jugendleiter Cüneyt Baysan.

In der Saison 2010/11 gelang es Mehmet Kara mit seinem Verein Preußen Münster den lang ersehnten Aufstieg in die 3. Liga perfekt zu machen, womit er gleichzeitig auch seinen Abschied aus der Domstadt bekannt gab. Schweren Herzens entschied sich der Publikumsliebling zur Saison 2011/12 zu einem Wechsel in die 2. Bundesliga zum ostwestfälischen SC Paderborn 07, um dort doch noch einmal die Herausforderung im höherklassigen Fußball zu suchen. Am 17. Juli 2011 gab Kara sein Debüt in der 2. Bundesliga beim 2:1-Auswärtserfolg seiner Mannschaft gegen Hansa Rostock. Im Sommer 2012 wechselte er zum türkischen Erstligisten Gençlerbirliği Ankara. Dort kam er jedoch nur in sieben Partien zum Einsatz und kehrte nach seiner selbst gewünschten Vertragsauflösung im Januar 2013 wieder zu seinem alten Verein Preußen Münster zurück. Hier wurde er zunächst bis 2015 verpflichtet, doch Kara verlängerte vorzeitig bis 2018. Nach Beendigung seines Vertrages schloss er sich im Juli 2018 dem Oberligisten Rot Weiß Ahlen an. 2019 wechselte Mehmet Kara zum Westfalenligisten Lüner SV.

Ab dem 01. Juli wird der ehemalige Held und Zuschauerliebling von Münster beim VfL Kamen in der ersten Mannschaft spielen, zusätzlich der neue Headcoach der U18 sein. Mehmet hat neben seiner Laufbahn zusätzlich die C- und B-Lizenz erworben. Hier soll allerdings nicht Schluss sein. Die erste offzielle Cheftrainerstelle fängt erst einml für den Ex-Profi beim VfL Kamen an. Hier hat er große Ziele mit seinen Schützlingen. Ihm zur Seite steht weiterhin Arthur Meisler, der seit vielen Jahren die Jungs beim VfL Kamen kennt. Zitat Cüneyt Baysan, Jugendleiter der VfL Kamen-Fussballabteilung: „Der VfL Kamen hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Jugend zu fördern und zu fordern. Mit Mehmet haben wir den ersten Meilenstein in unserer Jugendarbeit geschafft. Das soll allerdings noch nicht das Ende erreicht sein.

Der VfL kamen wird auch in den Sommerferien sein Trainingsgelände, das in viel Eigenarbeit aufgepäppelt wurde, geöffnet haben, um seine Sportler bestmöglich für die nächsten Aufgaben vorzubereiten.“ Der Vorstand ist überaus zufrieden mit seinen Königtransfer und freut sich auf die Arbeit mit Mehmet „Fussballgott“.

Bild: Die Neuzugänge des VfL Kamen mit (v.li.) Abteilungsleiter Jörg Müller, Mehmed Kara, Islam Kücükyagci (verdeckt), Engin Duman, Cihad Kücükyagi, Markus Maier, Serkan Gül, Kevin Pasternack, Murat Büyükdere und Tobias Meier beim ersten offiziellen Training im Jahnstadion.

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